Raumfahrt: Diese Männer flogen zum Mond

Diese Männer flogen zum Mond, aber nicht alle von ihnen setzten auch einen Fuß auf den Erdtrabanten.

Im Dezember 1968 umrundeten diese drei Nasa-Astronauten bei der Apollo-8-Mission als erste den Mond. Von links nach rechts: Frank Borman, Jim Lovell und Bill Anders. Nach Borman wurde ein Krater auf dem Mond benannt - und für Lovell blieb es nicht der einzige Flug zum Erdtrabanten.
Im Mai 1969 schickte die Nasa drei weitere Astronauten in den Mond-Orbit. Bei Apollo 10 waren Gene Cernan, John Young und Tom Stafford mit an Bord. Zwei von ihnen werden später nicht nur zum Mond zurückkehren, sondern ihn sogar betreten.
Am 21. Juli 1969 betrat der erste Mensch den Mond. Neil Armstrong schrieb Geschichte mit den Worten: "Das ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, ein riesiger Sprung für die Menschheit".
Diesen Schritt machte nur knapp 20 Minuten später auch Edwin "Buzz" Aldrin, der mit vollem Namen Edwin Eugene Aldrin Jr. heißt. Aldrin machte auch in hohem Alter noch auf sich aufmerksam, so wurde er 2016 mit 86 Jahren zum ältesten Menschen, der den Südpol erreichte.
Apollo-12-Kommandant Pete Conrad betrat im November 1969 als dritter Mensch den Mond. Er starb im Jahr 1999 mit 68 Jahren nach einem Motorrad-Unfall.
Als Pilot der Apollo-12-Kommandokapsel blieb Dick Gordon im Mond-Orbit. Er sollte eigentlich mit Apollo 18 die Chance erhalten, den Mond zu betreten - diese Mission wurde von der Nasa allerdings wegen Budgetkürzungen gestrichen. Apollo 17 blieb bis heute die letzte bemannte Mond-Mission.
Ebenfalls Apollo 12: Der Texaner Alan Bean betrat als vierter Mensch den Mond. Nach seiner Astronauten-Karriere machte er sein künstlerisches Hobby zum Beruf und wurde Maler.
Jim Lovell hatte den Mond bereits umrundet, diesmal sollte er ihn betreten. Doch Apollo 13 stand unter keinem guten Stern. Ein Sauerstofftank im Service-Modul des Raumschiffs explodierte. Die Mond-Mission wurde zur Rettungsaktion.
Der Pilot der Apollo-13-Kommandokapsel John "Jack" Swigert hilft auf diesem Bild dabei, die eigentliche Mondlandungs-Fähre zu einer Art Rettungsboot umzufunktionieren, in dem die drei Astronauten sicher zur Erde zurückkehren konnten.
Die Rettung der Apollo-13-Astronauten gelang. Außer John Swigert (r.) und Jim Lovell (m.) musste auch Fred Haise ungeahnte Strapazen bei der Rückkehr zur Erde erdulden. Sauerstoffmangel, extreme Temperaturen und Dehydrierung setzten der Crew zu.
Apollo 14 brachte im Februar 1971 die nächsten drei Männer zum Mond, darunter auch Alan Shepard, der zehn Jahre zuvor als erster Amerikaner ins All geflogen war. Shepard betrat als fünfter Mensch den Mond - mit 47 Jahren war er dabei der älteste.
Neben Alan Shepard brachte Apollo 14 Edgar Mitchell auf die Mondoberfläche, wo die beiden 33 Stunden lang blieben und fast 100 Pfund Mondgestein einsammelten.
Komplettiert wurde die Apollo-14-Crew von Stuart Roosa (hier links im Bild), dem Piloten der Kommandokapsel. Wie üblich musste er im Orbit bleiben, während Shepard (m.) und Mitchell (r.) ihre Aufgaben auf der Mondoberfläche erledigten.
Im Juli 1971 betrat David Scott als siebter Mensch den Mond. Bei der Apollo-15-Mission stand den Astronauten erstmals das "Lunar Roving Vehicle", das Mondauto, zur Verfügung.
Scotts Partner auf der Mondoberfläche war James Irwin. Er und die gesamte Apollo-15-Crew mussten sich nach dem Mondflug in einem Disziplinarverfahren verantworten, weil sie unerlaubt Briefumschläge mit an Bord genommen hatten. Die "Briefmarkenaffäre" bedeutete für die Beteiligten, dass sie keine Raumflüge mehr absolvieren durften.
Die Apollo-15-Crew: Der Pilot der Kommandokapsel Alfred Worden (m.) umringt von David Scott (l.) und James Irwin (r.).
Mit Apollo 16 ging es für John Young im April 1972 zum zweiten Mal zum Mond, diesmal auch auf die Oberfläche. Young war ein Mann für Rekorde. Er hatte die längste Karriere in der Nasa und ist der einzige Mensch der vier verschiedene Raumfahrzeuge steuerte. 1981 war Young Kommandant des ersten Space-Shuttle-Flugs
Ken Mattingly sollte bereits bei Apollo 13 mitfliegen, war allerdings nicht immun gegen Röteln, woran der Ersatzpilot Charles Duke erkrankt war. Mattingly trug von der Erde aus maßgeblich zur Rettungsaktion von Apollo 13 bei. Bei Apollo 16 fungierte er dann als Pilot der Kommandokapsel.
Ebenfalls bei Apollo 16 an Bord: Charles Duke (r.). dessen Röteln-Erkrankung Mattinglys (l.) ersten Mondflug noch vereitelt hatte. Duke betrat als zehnter Mensch den Mond. In der Mitte: Kommandant John Young.
Die bis heute letzte bemannte Mondmission Apollo 17 landete am 11. Dezember 1972 auf dem Erdtrabanten. Mit dabei: Harisson Schmitt (l.), Ronald Evans (r.) und Gene Cernan (m.) - wobei die tatsächliche Landung dem Piloten der Kommandokapsel, Ronald Evans, wie üblich verwehrt blieb.