Stephen Hawking hat maßgeblich zum Verständnis des Universums, Schwarzer Löcher und der Zeit beigetragen. Der Wissenschaftler hat auch eine Vorstellung davon, was eigentlich vor dem Urknall existierte.

Die meisten Experten sind sich darin einig, dass der Beginn des Universums etwa 13,8 Milliarden Jahre zurückliegt. Doch für viele Menschen ist interessanter, was eigentlich vor dem Urknall war. Genau diese Frage stellte der US-amerikanische Astrophysiker Neil deGrasse Tyson nun niemand Geringerem als Stephen Hawking. Seine Theorie ist erstaunlich.

In der Rubrik "StarTalk" von "Popular Science" erklärte Stephen Hawking, dass es seiner Ansicht nach nichts vor dem Beginn des Universums gab und damit auch keine Zeit. "Vor dem großen Urknall existierte nichts", so der theoretische Physiker.

So begründet Hawking seine Theorie

Um seine Theorie zu untermauern, holte Stephen Hawking weiter aus und meinte, dass das Universum keine Grenze habe. "Die Euklidische Raum-Zeit ist eine geschlossene Oberfläche ohne Ende, genauso wie die Oberfläche der Erde. Man kann imaginäre und reale Zeit so sehen, dass sie ihren Beginn am Südpol hat. Das ist ein ebener Punkt der Raum-Zeit, an dem die normalen Gesetze der Physik bestehen. Es gibt nichts südlich vom Südpol, also existierte nichts vor dem Urknall", schlussfolgerte der 76-Jährige.

Hawkings Theorie einfach erklärt

Wem die Worte von Stephen Hawking jedoch zu kompliziert sind, für den hat es Journalistin Rachel Feltman auf dem Portal "Popular Science" noch einmal heruntergebrochen.

"Man kann die Uhr bis an die Ränder dieser ersten Momente der Existenz zurückdrehen. Aber zu fragen, was davor kam, wäre, als würde man fragen, warum man weiter nach Norden laufen kann, wenn man am Nordpol angekommen ist. Die Zeit, wie wir sie definieren, verliert ihre Bedeutung, während das Universum zusammenschrumpft", so Feltman.  © 1&1 Mail & Media / CF