Es ist eine grausame Geschichte, die die thailändische Meeres- und Küstenbehörde am Wochenende auf Facebook veröffentlicht hat: An einer Küste des beliebten Urlaubslandes ist ein Wal an über 80 (!) Plastiktüten in seinem Magen verendet.

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Der Kampf gegen den Plastikmüll zählt zweifelsohne zu den größten Aufgaben des 21. Jahrhunderts. Laut den Vereinten Nationen landen jedes Jahr acht Millionen Tonnen Plastik in den Weltmeeren. Welche gravierenden Folgen das für die Unterwasserbewohner haben kann, verdeutlicht ein Fall aus Südostasien.

An der Grenze zwischen Thailand und Malaysia wurde vor wenigen Tagen in einem Kanal ein kleiner Wal entdeckt. Unfähig zu schwimmen, wurde der Kurzflossen-Grindwal von einigen Helfern in seichtes Gewässer gebracht und dort rund um die Uhr versorgt.

Der Wal hatte keine Chance

Dennoch starb das Tier, kurz nachdem es mehrere Plastiktüten erbrochen hatte. Die anschließende Obduktion bestätigte den schlimmen Verdacht der anwesenden Ärzte: Der Wal hatte über 80 Beutel beziehungsweise acht Kilo Plastik in seinem Bauch.

"Der Plastikmüll machte den Wal krank und unfähig zu jagen", erklärte die zuständige Behörde. Er sei schlicht unfähig gewesen, Nahrungsmittel und überlebenswichtige Nährstoffe zu sich zu nehmen.

Die Meere werden zur Todeszone

Während der Fall in den internationalen Medien hohe Wellen schlägt, ist das Problem in Thailand durchaus bekannt. Schätzungsweise mehrere hundert Meeresbewohner sterben jährlich vor den Küsten des Landes an Plastikmüll.

Das ist natürlich kein Zufall. Thailand gilt als einer der größten Plastikmüll-Produzenten des Planeten. Ein Umstand, den die Regierung seit längerem zu bekämpfen versucht – bislang offensichtlich mit wenig Erfolg.

Der Grindwal wird daher wohl nicht das letzte Opfer der Wegwerf-Gesellschaft bleiben.  © spot on news

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