Woher kommt der Pustekuchen?

Was ist eigentlich ein Pustekuchen? Wie kann man einen Affenzahn draufhaben? Wir haben die Bedeutung einiger rätselhafter Ausdrücke erklärt!

Das, was uns auf der Couch hält, wenn wir eigentlich etwas anderes zu tun haben, nennt man unseren inneren Schweinehund. Das Wort kommt aber eigentlich von zur Wildschweinjagd eingesetzten Jagdhunden - den "Schweinehunden". Die negativen Eigenschaften von Jagdhund und Schwein vereinten sich dann in dem Begriff, der heute negative Eigenheiten des Menschen wie Faulheit und mangelnde Disziplin zusammenfasst.
"Der hat aber einen Affenzahn drauf" - was meint eigentlich dieser Affenzahn? Affen können sich schnell durch Bäume hangeln. So schnell wie ein Affe zu sein, setzte sich dann mit dem Ausdruck "einen Zahn zulegen" zusammen, welcher aus der Fahrzeugtechnik stammt.
Umgangssprachlich bezeichnet ein "Schmarotzer" einen Menschen, der auf Kosten anderer lebt. Dahinter steckt aber ein biologisches Phänomen: Parasitismus wird nämlich auch als Schmarotzertum bezeichnet. Es geht hier also um Organismen, die von anderen Lebewesen profitieren. Dazu gehören Mücken, Zecken oder manche Pilzarten.
Was ist eigentlich Scheibenkleister? Auf jeden Fall kein Kleister für Scheiben! Diese Wortschöpfung dient als einfache Alternative, um zum Beispiel vor Kindern das Wort "Scheiße" zu vermeiden. Da die Wörter mit der gleichen Silbe beginnen, kann sogar im letzten Moment noch umgeschwenkt werden. Eine Bedeutung hat das Wort aber nicht.
Sie kriegen dieses eine Lied nicht aus dem Kopf? Dann haben Sie ganz klar einen Ohrwurm. Die Melodie ist Ihnen wie ein Wurm ins Ohr gekrochen und lässt Sie nicht mehr los. Aber was genau ist ein Ohrwurm?
Tatsächlich gibt es ein Tier, das den Namen "Ohrwurm" oder auch "Ohrenkneifer" trägt. Seinen Namen erhielt es, weil es, zu Pulver verarbeitet, von Antike bis Neuzeit als Heilmittel gegen Ohrenkrankheiten eingesetzt wurde - mit der Melodie im Kopf hat das Tier also nichts zu tun.
Was ist eigentlich ein Honigkuchenpferd? Honigkuchen sind besser bekannt als Lebkuchen. Eine der beliebtesten Formen war und ist das Pferd. Diesem wurde dann oft aus Zuckerguss ein Grinsen verpasst. Hinter dem Begriff steckt also eine alte Weihnachtsmarkt-Tradition.
"Naseweis" wird umgangssprachlich ein vorlautes Kind genannt. Hier geht es aber nicht um die Farbe weiß. Ursprünglich stammt der Begriff aus der Jagd und wurde für Jagdhunde verwendet, die den Jägern mit ihrer feinen Nase den Weg weisen sollten.
Wer sich dumm anstellt, wird mitunter als Pappnase bezeichnet. Der Begriff geht zurück auf eine lächerliche Figur: den Clown. Seine typische rote Nase war früher meistens aus Pappe - eine wortwörtliche Pappnase also.
"Das ist doch Mumpitz!" - diesen Begriff hat vor allem der ehemalige SPD-Politiker Herbert Wehner geprägt. Ursprünglich bezeichnete das Wort nicht etwa Unsinn, sondern eine Vogelscheuche - eine vermummte Gestalt.