Fotowettbewerb: Fantastische Bilder aus den Tiefen des Meeres

Seit 2015 veranstaltet eine Gruppe britischer Unterwasserfotografen den internationalen Fotowettbewerb "Underwater Photographer of the Year". Auch in diesem Jahr sind spektakuläre Aufnahmen darunter - sehen Sie selbst.

Platz drei unter den Weitwinkelaufnahmen belegte Tobias Friedrich mit seinem Bild "Sub Zero", das bei einer Wassertemperatur von minus zwei Grad aufgenommen wurde. Die Unterwasseraufnahme verdeutlicht die gewaltige Größe des Eisbergs, der einen Fjord in Ost-Grönland ausfüllt.
Platz eins in der Kategorie Makro holte Hannes Klostermann mit seinem Bild "Goby Goodness". Geduldig hielt diese Grundel im flachen Wasser vor den Cayman Islands ihre Stellung auf einer Korallenspitze.
Platz zwei in der Kategorie Makro: "Eyes" von Keigo Kawamura. In 40 Meter Wassertiefe gelang dem Japaner diese Aufnahme einer Ansammlung von Einhorngarnelen. Für die Fortpflanzung steigen dieses Tiere aus größeren Tiefen auf.
Im Roten Meer setzte Tobias Friedrich den Maschinenraum des griechischen Frachters "Chrisoula K." stimmungsvoll in Szene. Mit dem Bild gewann der deutsche Unterwasserfotografen in der Kategorie "Wracks".
In der Kategorie "Wracks" holte das Bild "Dead steel resurrection" Platz drei. Dem Südafrikaner Pier Mane gelang vor Mauritius die Aufnahme vom gesunkenen Fischtrawler, der als Wrack zahllosen Fischen Schutz bietet.
Die Kategorie Verhalten entschied der Pasquale Vassallo mit seinem Bild "Octopus Training" für sich. Der italienische Apnoetaucher entdeckte beim Auftauchen den Oktopus, der sich mit ein an der Oberfläche treibenden Fußball beschäftigte.
Platz zwei in der Kategorie Verhalten: "Say me" von Paolo Isgro. An diesem Bild beeindruckte die Juroren besonders der Augenkontakt mit dem jungen Wal, der beim Freitauchen von Tonga aufgenommen wurde.
Auch Platz drei in der Kategorie Verhalten geht nach Italien: "The birth" von Filippo Borghi zeigt einen kleinen Katzenhai im Mittelmeer, wie er sich aus seiner Eihülle befreit.
Mit dem Bild "Angry seahorse" erreichte der Belgier Rooman Luc Platz zwei in der Kategorie Portrait. Die Juroren waren besonders vom stechenden Bild des Seepferdchens angetan.
Mit einen weiteren Bild von den Krabbenfresser-Robben belegte Gesamtsieger Grec Lecoeur Platz drei in der Kategorie Portrait.
Zweitplatziert in der Kategorie Black & White: 'Constellation of Eagle Rays' von Henley Spiers. Dem Briten schwebte eine Gruppe Gefleckter Adlerrochen vor die Kamera.
Gewinnerin in der Kategorie Nachwuchspreise wurde Anita Kainrath mit "Lemon shark pups in mangrove nursery". Die auf den Bahamas lebende Österreicherin fotografierte die jungen Zitronenhaie während sie im Flachwasser der Mangroven stand.
Platz zwei bei den Nachwuchstalenten belegte die Britin Nur Tucker mit 'Commotion in the Ocean'. Die Mehrfachbelichtung eines Dornigen Seepferdchens fertigte sie im Meer vor der philippinischen Stadt Dumaguete an.
Den zweiten Platz in der Kategorie Weitwinkelaufnahmen aus britischen Gewässern errang Will Clark mit 'Big Mouth, Small Prey'. Vor der Westküste Schottlands gelang ihn diese Aufnahme eines Riesenhais. Die Planktonfresser sind mit einer Länge von bis zu zehn Metern die zweitgrößte Fischart nach dem Walhai.
Die Kategorie Makroaufnahmen aus britischen Gewässern gewann Laura Storm mit 'Like Water for Silk'. Der nur einen Zentimeter große Grasfrosch lässt die Fäden der Grünalge wie Zweige erscheinen.
Den zweiten Platz der Kategorie British Waters Living Together belegte 'Cone Home' von Kirsty Andrews: Den Juroren gefiel besonders das Farbspiel von Hintergrund, der Unterseite des Verkehrshütchens und des Hummer, der darin seine Zuhause gefunden hat.
Das Gewinnerbild in der Kategorie Marine Conservation schoss Pasquale Vassallo aus Italien. "Last Dawn, Last Gasp" zeigt den letzten Kampf eines Kleinen Thuns im Fischernetz von Neapel.
Von der Jury hervorgehoben wurde in der Kategorie Marine Conservation auch "Unnatural habitat" von Shane Keena, aufgenommen am Strand von Peleliu Island in Mikronesien und ...
… 'Tuna fishery lifting the nets' das Rafael Fernandez in der Straße von Gibraltar aufnahm.
In der Kategorie Weitwinkelaufnahme wurde 'Rabbit Fish Zoom Blur' des Briten Nicholas More hervorgehoben. Die Aufnahme eines Schwarms von Goldfleck-Kaninchenfischen erhält seinen besonderen Reiz durch das Zoomen während der Aufnahme.