Noch immer ist der Ursprung des Lebens vor Milliarden von Jahren für Wissenschaftler ein Rätsel. Nun sind Forscher der McMaster University in Kanada und des Max-Planck-Instituts der Lösung aber offenbar einen Schritt nähergekommen.

Gängigen wissenschaftlichen Theorien zufolge waren Meteoriten für das Leben auf der Erde verantwortlich. Demnach landeten sie in kleinen, warmen Teichen auf der Erde und riefen eine chemische Kettenreaktion hervor.

Das soll zur Entstehung von Leben in Form von RNA-Molekülen geführt haben - den grundlegendsten Molekülen, um genetische Informationen zu speichern und chemische Reaktionen zu unterstützen.

Jetzt scheinen aktuelle Berechnungen von Forschern der kanadischen McMaster University diese Theorie zu belegen.

Wie enstand nun die RNA?

Diese besagen, dass die Teiche zunächst in Zyklen ausgetrocknet und anschließend wieder mit Wasser gefüllt worden sind, wodurch die Entstehung von längeren RNA-Ketten begünstigt würde.

Anschließend hätten die Meteoriten tausende Bausteine für die RNA in diese Teiche auf der Erde transportiert, um daraufhin die Entstehung von RNA-Molekülen in mindestens einem dieser Teiche anzustoßen.

Entstehung des Lebens in Form von selbstreplizierenden RNA-Molekülen?

Ben Pearce (McMaster University), Erstautor der Studie, sagt: "Bisher hatte noch niemand diese Berechnungen durchgeführt. Das ist ein ziemlich großer Anfang."

Die Forscher ließen in ihren Schlussfolgerungen Wissen aus vielen Feldern, beispielsweise zur Planetenentstehung, Geologie, Chemie und Biologie mit einfließen.

Co-Autor Ralph Pruditz (McMaster University) meint diesbezüglich: "Da es so viel Input aus so vielen verschiedenen Bereichen gibt, ist es irgendwie unglaublich, dass alles zusammenhängt!"

Der gesamte Bericht der Forscher wurde hier veröffentlicht

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