Bisher fällt die Kommunikation von Hund und Herrchen noch nicht besonders zivilisiert aus - das könnte sich allerdings ändern. Forscher arbeiten an neuer Technologie, die es schon innerhalb der nächsten zehn Jahre ermöglichen könnte, Haustiere wirklich zu verstehen.

Amazon unterstützt diese Entwicklung und die Experten bei "Next Big Thing" sind durchaus optimistisch.

Nicht nur, dass der Markt für so ein Gerät breit genug sei, auch die Technik mache in Sachen Kommunikation Fortschritte.

William Higham erklärt dem "Guardian": "Die Geldsummen, die wir jetzt schon für unsere Haustiere ausgeben, zeigt, dass es einen großen Konsumentenmarkt gibt. Sie werden unsere Babys."

Jedes Tier hat seine charakteristische Sprache

Professor Con Slobodchikoff von der Universität North Arizona ist sich sicher, dass Geräte zur Kommunikation mit Haustieren in vielen Fällen kein Hirngespinst sind.

Er fand heraus, dass Präriehunde ganz bestimmte Laute von sich geben, die sie von anderen Tieren und deren Kommunikation unterscheiden.

"Sie haben 'Wörter' für unterschiedliche Arten von Räubern und können die Farbe von menschlicher Kleidung beschreiben."

Slobodchikoff schätzt die Chancen für einen Tierkommunikator hoch ein und sammelt derzeit Geld für die Entwicklung.

Katzenbesitzer enttäuscht von neuer Technik?

Ob wirklich jeder die einfache Kommunikation mit seinem Haustier herbeisehnen sollte, darüber ist sich Slobodchikoff unsicher.

"Bei Katzen weiß ich nicht, was sie zu sagen haben. Die meiste Zeit wird es wohl so etwas wie 'Du Idiot, gib mir einfach was zu Essen und lass mich in Ruhe' sein", scherzt er.

Amazon vertreibt bereits einen Mensch-Katze-Übersetzer, allerdings ist die App nicht ganz ernst zu nehmen und kommt nicht bei allen Katzen gut an.

(cf)  © 1&1 Mail & Media/ContentFleet