Balkon mit Weltraumblick

In den 1970ern führte die Nasa verschiedene Studien durch, um die Möglichkeit einer Besiedlung des Weltraums zu erforschen. Heraus kamen drei Modelle von Kolonien, die von Künstlern in Konzeptzeichnungen umgesetzt wurden.

Dieses Konzept namens "Bernal Sphere" besteht aus einer gigantischen Kugel und mehreren Ringen, die lebensfreundliche Bedingungen schaffen sollten.
Nach der erfolgreichen Mondlandung schien der Fortschritt in der Raumfahrt unaufhaltsam und ein Leben im All absolut möglich. Die Euphorie ging sogar so weit, dass Forscher von Weltraumkolonien träumten, die ganze Städte beinhalten sollten.
Ein gigantisches Flugobjekt, mit der man bequem in seinem Haus durch das All reisen kann? Kein Problem, meinten viele.
Die Wissenschaftler waren sehr optimistisch. Die "Bernal Sphere" sollte ihrer ersten Einschätzung zufolge bereits in den 1990er Jahren umgesetzt werden.
Die äußeren Ringe der "Bernal Sphere" beinhalten auf der obersten Ebene Anbauflächen. Dank ihnen und den Nutztieren auf den unteren Ebenen ist die Ernährung im All gesichert.
Das Konzept einer Weltraumkolonie namens "Torus" sieht eine Ringform vor. Wer sich an Stanley Kubricks Film "2001: Odyssee im Weltraum" erinnert fühlt, liegt durchaus richtig. Der Kultfilm war eine der Hauptinspirationen beim Design. Die zentrifugale Form sämtlicher Konzepte ist auf den Film zurückzuführen.
Die an eine Jalousie erinnernde Außenhülle des "Torus"-Konzepts soll wohl die Sonneneinstrahlung regulieren und damit den Wechsel von Tag und Nacht simulieren.
Im Gegensatz zur "Bernal Sphere" steht bei "Torus" weniger Raum zur Verfügung. Darum sieht das Konzept Appartements statt Häuser vor. Platz für eine Terrasse muss aber trotzdem sein.
Der "Cylinder" hat seinen Namen von der Form der Wohnraumkapsel.
"Cylinder" beinhaltet drei verschiedene Vegetationsbereiche. Diese werden durch riesige Fenster geteilt. Durch sie wird mithilfe von Paneelen Sonnenlicht ins Innere gelenkt.
In diesem Modell findet sich eine ausgewogene Mischung aus städtischen Gebieten und großen Grünflächen, um den Weltraumkolonialisten alle Annehmlichkeiten der Erde zu bieten.
Die Zylinderkolonien können zur Sonne hin gerichtet werden, um das Licht in ihr Inneres weiterzuleiten.