Die Zeiten, in denen Passagiere im Flieger rauchen durften, sind lange vorbei. Trotzdem gibt es auf den Flugzeugtoiletten immer noch Aschenbecher. Doch warum befindet sich überhaupt einer im Waschraum, wenn das Rauchen an Bord verboten ist?

Rauchen im Flugzeug ist bereits seit längerer Zeit verboten. Trotzdem gibt es immer wieder Fluggäste, die eine Reise ohne Zigarette nicht aushalten und auf der Bordtoilette rauchen.

Aschenbecher ist gesetzlich vorgeschrieben

Weil das Wegwerfen der Zigarette in den Mülleimer der Toilette schnell einen Brand auslösen könnte, befindet sich immer noch ein Aschenbecher im Waschraum. Das erklärt Lufthansa.

Wenn ein Passagier in der Toilette raucht, schaltet sich der Rauchmelder an, der umgehend Piloten und Kabinenpersonal warnt. Die Zigarette muss unverzüglich im Aschenbecher gelöscht werden.

Aschenbecher sind auch in den neuen Flugzeugen gesetzlich vorgeschrieben, damit die Glimmstängel im Ernstfall ordnungsgemäß entsorgt werden können.

Notlandung wegen Zigarette

Was passieren kann, wenn Zigaretten im Flugzeug nicht im Aschenbecher entsorgt werden, zeigt ein Fall im Frühjahr 2017. Ein Brite rauchte auf einem Flug von Birmingham nach Scharm el Scheich in Ägypten und warf die Zigarette in die Toilette.

Der Brand konnte zunächst nicht gelöscht werden, die Maschine musste notlanden. Der Mann wurde von einem Gericht in Birmingham zu neuneinhalb Jahren Gefängnis verurteilt.

Der Pilot hatte erklärt, in seiner 20-jährigen Karriere noch keine dermaßen gefährliche Situation erlebt zu haben. Im Ausland drohen dabei teils deutlich härtere Strafen als in Deutschland.

(ff mit Material der dpa)