Uli Hoeneß gerät bereits am ersten Tag im Steuerhinterziehungs-Prozess immer mehr unter Druck. Er überrascht mit dem Geständnis, rund 18,5 Millionen Euro an Steuern hinterzogen zu haben. Wie brisant der erste Verhandlungstag ablief, sehen Sie an den wichtigsten Zitaten des Strafprozesses.

- "Ich bin froh, dass jetzt alles auf dem Tisch liegt. Ich werde alles dafür tun, dass dieses für mich bedrückende Ereignis abgeschlossen wird" (Uli Hoeneß nachdem er gestanden hat, insgesamt 18,5 Millionen Euro an Steuern hinterzogen zu haben)

- "Ich habe Steuern hinterzogen. Mir ist bewusst, dass daran auch die Selbstanzeige nichts ändert. Ich habe aber gehofft, mit meiner Selbstanzeige einer strafrechtlichen Verfolgung zu entgehen" (Uli Hoeneß bei seinem Geständnis)

"Ich habe gezockt und war verrückt"

- "Ich bin kein Sozialschmarotzer, ich habe 5 Millionen an soziale Einrichtungen gegeben, 50 Millionen Steuern gezahlt. Ich will damit nicht angeben, ich will nur reinen Tisch machen." (Uli Hoeneß bei seinem Geständnis)

- "Ich habe gezockt und war verrückt. Ich habe ein bisschen die Nerven verloren." (Uli Hoeneß, als er über seine Zockerei an der Börse sprach)

- "Die Wahnsinns-Geschäfte waren in den Jahren 2002 bis 2006 - und dann hatte ich kein Geld mehr." (Uli Hoeneß, als er über seine Zockerei an der Börse sprach)

"Erzählen Sie doch keinem vom Pferd"

- "Ich will hier aber nicht jammern. Wäre ich steuerehrlich gewesen, wäre das alles nicht passiert" (Uli Hoeneß über Drohbriefe und Morddrohungen, nachdem er sich selbst angezeigt hatte)

- "Erzählen Sie doch keinen vom Pferd. Eine ganz große Rolle hat das gespielt" (Hoeneß' Verteidiger Feigen zu seinem Mandanten, nachdem dieser zuerst behauptet hatte, dass es für ihn keine Rolle gespielt habe, als er von Recherchen des Magazins "Stern" erfuhr)

- "Das Beste, Uli zu helfen, ist, das Spiel zu gewinnen" (Bayern-Trainer Pep Guardiola zum Prozessauftakt am Montag) (am)