Uli Hoeneß soll laut einem Bericht der "Welt am Sonntag" über die Jahre mehr als 52.000 Transaktionen bei der Schweizer Bank Vontobel getätigt haben. Dem Ex-Bayern-Chef sollen bei seinen Devisengeschäften offenbar zwei Milliarden Euro Spekulationskapital zur Verfügung gestanden haben.

Die Zeitung stützt ihre Informationen auf "gut informierte Kreise". Die Schweizer Bank Vontobel stellte Uli Hoeneß demnach angeblich das Zwölffache seines Eigenkapitals für Devisengeschäfte zur Verfügung. Ermöglicht habe das eine Art Kredit, ein sogenannter Hebel. Mit diesen Hebeln lassen sich eine größere Summen im Devisenmarkt investieren, als man auf dem eigenen Konto zur Verfügung hat.

Der Hebeleinsatz ist bei Devisengeschäften üblich. Hoeneß' Eigenkapital habe als Einsatz auf einem sogenannten Marginkonto gelegen, so "Welt am Sonntag" (WamS). Die Zeitung berichtet, dass dort zu Spitzenzeiten rund 164 Millionen Euro lagerten. Zugleich soll ein Handelskonto existiert haben, auf das Vontobel einen Kredit gewährte. Die zur Verfügung gestellte Summe betrug laut "WamS" das zwölffache des Eigenkapitals - also zirka zwei Milliarden Euro. Eine schwindelerregende Summe, die in Branchenkreisen aber angeblich keine Seltenheit ist.

Spekulationen um Hoeneß-Zahlen gehen weiter

Erst vor Kurzem berichtete "Focus Online", dass Uli Hoeneß nicht wie bekannt 28,5 Millionen Euro an Steuern hinterzogen haben soll, sondern 30 Millionen. Die Summe könnte in den nächsten Tagen weiter steigen, da die Ermittlungen der Steuerfahndung Rosenheim nicht abgeschlossen seien. Der Ex-Präsident des FC Bayern München war vor zwei Wochen vom Münchner Landgericht zu einer Haftstrafe von dreieinhalb Jahren wegen Steuerhinterziehung verurteilt worden. (kom)

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Uli Hoeneß' Karriere in Bildern

Eine Laufbahn im Zeichen der "Abteilung Attacke". Diese Stationen prägten die bisherige Karriere des Bayern-Urgesteins.