Paul Singer, US-Investor und Unterstützer der Republikaner und von Präsident Donald Trump, will laut einem Medienbericht Twitter-Chef Jack Dorsey die Kontrolle über den Kurzbotschaftendienst entziehen.

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Paul Singers milliardenschweres Investment-Unternehmen Elliott Management hat einem Bericht zufolge eine Beteiligung an dem Online-Netzwerk Twitter erworben. Der Investor gilt als Unterstützer der Republikaner und von Donald Trump.

Nun wolle das Unternehmen Twitters Mitgründer und CEO Jack Dorsey ersetzen, berichtete der US-Wirtschaftskanal CNBC vergangene Woche unter Berufung auf eine nicht näher benannte Quelle.

Als Grund gab das Unternehmen demnach an, dass Dorsey seine Zeit zwischen Twitter und seinem Startup für Finanztransaktionen, Square, teile und er zudem beabsichtige, einen Teil des Jahres in Afrika zu leben.

In Anbetracht der Kritik an seinen Afrika-Plänen - allen voran von Singer - ruderte Dorsey am Donnerstag zurück: "Angesichts all dessen, was in der Welt passiert, besonders mit Blick auf das Coronavirus (hier geht's zum Coronavirus-Live-Blog), muss ich neu überlegen, was passiert und was das für mich und das Unternehmen bedeutet", sagte Dorsey auf einer Investorenkonferenz.

Jack Dorsey will in Afrika nicht "einfach abhängen"

Dorsey sagte nun, es sei ein Fehler gewesen, seine Afrika-Pläne bekannt zu geben - weil er den Grund dafür nicht richtig erklärt habe. Es gehe nicht darum, "einfach abzuhängen" oder unbezahlten Urlaub zu nehmen. In Afrika zu leben solle zeigen, wie wichtig es sei, "aus der Ferne" zu arbeiten.

Dorsey hatte Anfang Februar "ein tolles Jahr 2019 für Twitter" verkündet. Der Online-Dienst konnte demnach im letzten Quartal 2019 Millionen neue Nutzer dazugewinnen und die Werbeeinnahmen deutlich steigern.

Einem Bericht zufolge kommt Twitter mit seinem Versuch deutlich voran, mit größeren Online-Netzwerken wie Facebook und Instagram Schritt zu halten.

Passend dazu plant der Kurznachrichtendienst wohl auch eine neue Funktion, bei der Tweets innerhalb von 24 Stunden automatisch wieder verschwinden. Das erinnert an den "Story-Modus" von Instagram. (AFP/lh)

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