Auf ihrem Ministertreffen berät die Internationale Energieagentur (IEA) seit Dienstag über Klimaziele und Energiesicherheit. An den zweitägigen Beratungen in Paris nehmen neben Ministern der 31 IEA-Staaten auch Führungskräfte aus Industrie, der Finanzwelt und Zivilgesellschaft teil. Zu den wichtigsten Themen gehören die Risiken für die Energiesicherheit im Zusammenhang mit Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine, die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten sowie die Umsetzung der Ergebnisse der COP28-Klimakonferenz.

Mehr News zum Thema Wirtschaft

Zu Beginn des Treffens rief IEA-Direktor Fatih Birol zu gemeinsamen Anstrengungen der Staatengemeinschaft für eine verlässliche Energieversorgung und den Klimaschutz auf. "Energiesicherheit und Klimaschutz sind miteinander verwoben und die Annahme, man könne sich auf eins von beiden fokussieren, ist eine altmodische Ansicht", so Birol. "Regierungen müssen zusammenarbeiten, um die großen gemeinsamen Herausforderungen anzugehen, weil ein unkoordiniertes individuelles Herangehen einzelner Länder unzureichend sein wird." Darüber hinaus sei es wichtig, sicherzustellen, dass die Energiewende für und mit der Bevölkerung gestaltet werde.

Die IEA ist ein Interessenverband, der Industriestaaten in Energiefragen berät und bei dem Pariser Treffen sein 50-jähriges Bestehen begeht. Gegründet wurde die Energieagentur während der weltweiten Ölkrise von 1973/1974 mit dem Ziel, im Falle von erneuten Krisen koordinierte Maßnahmen zur Sicherung der Ölversorgung ergreifen zu können.

Fünfzig Jahre nach Gründung der IEA wird auf dem Ministertreffen auch darüber beraten, wie sich das globale Energiesystem verändert hat und wie die Energie- und Klimaherausforderungen angegangen werden können.   © dpa/bearbeitet durch ella

JTI zertifiziert JTI zertifiziert

"So arbeitet die Redaktion" informiert Sie, wann und worüber wir berichten, wie wir mit Fehlern umgehen und woher unsere Inhalte stammen. Bei der Berichterstattung halten wir uns an die Richtlinien der Journalism Trust Initiative.