Griechenland-News: Alles zur Athen-Krise

Griechenland steckt schon seit Jahren in einer schweren Finanz- und Schuldenkrise. Die Europäische Union (EU), die Europäische Zentralbank (EZB) und der Internationale Währungsfonds stützen die griechische Wirtschaft seit Mitte 2010 mit Hilfsprogrammen. Im Gegenzug dazu mussten die griechischen Regierungen ein strenges Sparprogramm umsetzen. Mitte 2011 haben die Euro-Länder ein zweites Rettungspaket für Griechenland beschlossen, um den Staatsbankrott sowie den darauf wahrscheinlich folgenden griechischen Ausstieg aus dem Euro ("Grexit") zu verhindern. Seit Januar 2015 ist die links-rechts-Koalition aus Syriza und ANEL an der Macht. Ministerpräsident Alexis Tsipras sowie sein Finanzminister Gianis Varoufakis haben Ende Februar eine Verlängerung des aktuellen Hilfsprogramms beantragt, wollen jedoch Veränderungen an dem Sparprogramm erreichen.

Die Bundesregierung will keine Reparationen an Griechenland zahlen. Rechtlich sei die Sache geklärt, heißt es aus Berlin. Was aber ist mit der Moral? Die führen die griechische Regierung und ihre Fürsprecher gern ins Feld. Doch das macht die Sache nicht einfacher. Im Gegenteil, wie sich im Gespräch mit einem Philosophen herausstellt. Eine klare Empfehlung lässt sich trotzdem geben.

Athen bittet Moskau wohl doch nicht um finanzielle Hilfe. Das berichtet der Nachrichtensender NTV nach Angaben eines griechischen Regierungsvertreters.

Athen rechnet Deutschland Reparationsforderungungen vor: 279 Milliarden sollen das sein. Zugleich flirtet die griechische Regierung ungeniert mit Russland. Gegen das Land hat die EU Sanktionen erlassen. Schon allein deshalb wird Tsipras Besuch bei Putin an diesem Donnerstag mit Argwohn beäugt. Der "irritierende Athener Winkelzug" schadet vor allem einen: Griechenland - meint die Presse.

Sind die Forderungen Athens berechtigt? Stimmen Sie im Pressekompass ab!

Bisher kommt Griechenland seinen Forderungen nach – die Frage ist, wie lange noch.

Die Bundesregierung mauert, doch einige Politiker aus Linkspartei, SPD und Grünen fordern, Griechenland für die Zwangsanleihe von 1942 zu entschädigen. Doch was passiert, wenn Berlin die Ansprüche aus Athen anerkennt? Historiker vermuten, dass es dann zu einer Kettenreaktion kommen könnte - doch eher wird sich Deutschland mit Tricks behelfen. Das hat Tradition.

Im Streit um deutsche Reparationszahlungen für erlittene Schäden im Zweiten Weltkrieg hat der stellvertretende griechische Finanzminister Dimitris Mardas die Forderungen seines Landes auf 278,7 Milliarden Euro beziffert. Aber wie setzt sich diese Summe überhaupt zusammen? Und muss Deutschland nun möglicherweise doch zahlen?

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat griechischen Banken durch Sofortkredite erneut finanziellen Spielraum verschafft. Auf lange Sicht ist mit dem Vorgehen jedoch keiner Seite geholfen. Statt kurzfristiger Hilfsmaßnahmen sind tatsächliche Lösungen gefragt – und die könnten womöglich von außerhalb der EU kommen.

Die Verhandlungen über ein griechisches Reformpaket kommen nur schleppend voran. Frisches Hilfsgeld bleibt deshalb blockiert. Schon nächste Woche muss die Regierung in Athen eine neue Hürde überwinden.

Während die Gespräche um Schulden und Reformen weiter stocken, wendet sich Griechenland nach Osten: In Russland hofft Athen einen Partner in der Krise zu finden.

Versöhnliche Worte, vage Aussagen. Beim gestrigen Besuch Alexis Tsipras' im Kanzleramt schienen der griechische Regierungschef und die Bundeskanzlerin Angela Merkel trotz drohender Staatspleite und ausbleibender Reformliste recht heiter. Was steckt dahinter? Kuschelkurs oder klare Taktik? 

Nach Tsipras' Besuch in Berlin gibt es neue Hoffnung im Schuldenstreit.

Durch die Welt reisen, Hände schütteln und das eigene Land vor dem finanziellen Kollaps retten - das Leben als Griechenlands Ministerpräsident ist vor allem eins: stressig. Alexis Tsipras hatte nach seiner Ankunft in Berlin am Montag einen straff gezurrten Terminplan. Und auch am Dienstag stehen für den Premier noch einige Termine an.

Athen steht vor dem Staatbankrott. Selbst wenn es Alexis Tsipras gelingt, diesen abzuwenden, müssen Griechenlands Senioren am Monatsende damit rechnen, nicht mehr volle Rente zu erhalten. Dabei zeigt ein Blick ins Rentensystem: Es ist das teuerste Europas. Griechische Rentner bekommen sogar mehr als deutsche. Warum Athen hier unbedingt nachbessern muss.

Ein Wahlversprechen hat Alexis Tsipras gehalten: die zurückliegenden zwei Monate waren Monate, in denen alles anders wurde. Denn seit seiner Wahl zum neuen griechischen Ministerpräsidenten am 25. Januar hat Alexis Tsipras alles infrage gestellt, worauf die Eurozone baut. Doch jetzt steh der Linkspopulist vor einem Scherbenhaufen und sein Land vor dem Bankrott. Stellt sich die Frage: Was hat die Athener Regierung bislang überhaupt erreicht? Ein Zwischenfazit.

Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtet, dass Athen nach neuen Berechnungen der EU-Kommission noch bis zum 8. April über genügend Liquidität verfügt.

Merkel geht auf Tsipras zu. Dafür hat die Kanzlerin teils egoistische Gründe.

Das kann Griechenland von Exil-Griechen in Deutschland lernen.

Der zweitägige EU-Gipfel wird von Zweifeln überschattet. In Brüssel sollen ab Donnerstag zentrale Fragen im Schuldenstreit mit Griechenland geklärt werden. Im Vorfeld äußerte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ihre Bedenken – von einem schnellen Ende der Krise ist keine Rede. Doch wie lange wird es noch dauern, bis Griechenland die Zahlungsprobleme überwunden hat?

Landet Jan Böhmermann den Mega-Coup? Angeblich stecken er und sein TV-Team von "Neo Magazin Royale" hinter dem Stinkefinger-Video des griechischen Finanzministers Gianis Varoufakis.

Während der Nazizeit brachte Deutschland Leid und Zerstörung über Griechenland und zwang das Land obendrein, einen Kredit aufzunehmen. Nun fordern die Griechen dafür Milliarden an Reparationszahlungen zurück. Zu Recht?

In der Schuldenkrise sorgt Griechenlands Finanzminister Gianis Varoufakis mit seiner unorthodoxen Verhandlungsweise für Aufsehen. Dabei hält er sich in seinem Gebaren einfach nur eine fundierte Theorie - die Spieltheorie. Der Wirtschaftswissenschaftler Christian Rieck erklärt, welches Spiel Varoufakis spielt - und warum er es sogar gewinnen könnte.

"Der Euro-Schreck stellt sich" – so hatte Günther Jauch das Live-Gespräch mit Griechenlands Finanzminister angekündigt. Doch am Sonntagabend zeigte sich Gianis Varoufakis von seiner zahmen Seite: Bei seinem Auftritt versuchte er, die Wogen zu glätten und für Sympathie zu werben. Für Aufregung sorgte jedoch ein Video des Politikers von 2013.

Er war als der "Euro-Schreck" angekündigt: Gianis Varoufakis, Griechenlands Finanzminister stellte sich am Sonntagabend den Fragen von Günther Jauch, Deutschlands Fernsehtalker Nummer eins. Doch der Grieche zeigte sich von seiner ruhigen Seite. Wir beantworten die wichtigsten Fragen nach dem Auftritt des griechischen Finanzchefs.

Alles nur gefälscht? Auf Twitter gibt es nach dem Auftritt bei Günther Jauch Hohn und Spott für Yanis Varoufakis.

Die Hoffnung auf eine Griechenland-Atempause hat sich zerschlagen. Athen scheint wieder mal das Geld auszugehen, dazu kommen heftige Drohungen gen Berlin.

So konnte es überhaupt zur Schuldenkrise Griechenlands kommen.

Das hoch verschuldete Griechenland droht offen mit der Beschlagnahme deutschen Staatseigentums, sollte es zu keiner Einigung mit Berlin über die Reparationsforderungen kommen. Die internationale Presse ist sich einig: Reparationen einzutreiben hilft Athen nicht.

Griechenland steht am Abgrund: Darüber sind sich die Gäste bei der Polit-Talksendung Anne Will einig. Wie Griechenland aus der Krise kommen soll - daran scheiden sich allerdings die Geister.

Griechenlands Ministerpräsident Alexis Tsipras beklagt Erpressungen und Drohungen durch Europa - setzt aber selbst auf genau solche. Während er schon Neuwahlen in Betracht zieht, droht der Verteidigungsminister Athens mit einer Flüchtlingswelle und Finanzminister Giannis Varoufakis mit einer Volksabstimmung. Aber wie durchdacht sind die Drohungen? Experte Matthias Kullas gibt Antworten.

Die Nerven in Athen liegen offenbar blank. Das von der Staatspleite bedrohte Griechenland hat erneut mit der Weiterleitung Zehntausender Flüchtlinge nach Europa gedroht.

Cœuré lehnt Pläne Griechenlands ab, sich über Notenbank zu finanzieren.

In der Griechenland-Debatte hat Jean-Claude Juncker deutliche Worte gefunden: Der EU-Kommisionschef schließt einen Austritt Griechenlands aus der EU kategorisch aus. Zugleich fordert er Verständnis für das Krisen gebeutelte Land, dem das Geld schneller ausgeht als erwartet.

Athen braucht dringend Geld. Da kommt die Forderung nach Milliardenzahlungen Berlins als Entschädigung für Nazi-Verbrechen gerade recht. In Berlin dürfte der Vorschlag kaum Freude auslösen.

Eine breite Mehrheit stimmte für die Verlängerung des Hilfsprogramms für Athen. Das war abzusehen. Denn es gibt keine Alternative.

Begeht Europa einen Fehler? Stimmen Sie im Pressekompass ab!

Die Debatte und die Abstimmung zur Griechenland-Hilfe in der Ticker-Nachlese.

Von seiner Entscheidung hängt alles ab: Nur mit der Zustimmung des Bundestags kann das aktuelle Hilfsprogramm für Griechenland verlängert werden. Ohne sie geht Athen in kürzester Zeit das Geld aus.

Für tiefgründige Analysen bleibt nach der späten Einreichung der griechischen Reformliste kaum Zeit.  Noch weniger bleibt den nationalen Parlamenten, um über das Papier abzustimmen. Spielt die griechische Regierung auf Risiko?

Das hoch verschuldete Griechenland kann auf weitere Milliardenhilfen der europäischen Partner hoffen. Deutschland und die anderen Geldgeber stimmten am Dienstag einer Verlängerung des Hilfsprogrammes bis Ende Juni grundsätzlich zu, teilte die EU-Kommission am Dienstag in Brüssel mit. Zuvor hatte Griechenland den Geldgebern seine Reformvorschläge präsentiert.

Das Reformpapier aus Athen ist da. Aber überzeugt es auch die internationalen Geldgeber? Zumindest die EU-Kommission sendet erste positive Signale. Doch auch wenn Athen jetzt die Hilfsgelder bekommt, ist Griecehnland noch längst nicht über den Berg. Das prognostiziert zumindest das Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) - und rechnet mit einem weiteren Hilfsprogramm.

Die von Griechenland vorgelegte Reformliste ist für die EU-Kommission offenbar ausreichend.

Ginge es nach Portugal und Spanien, dann müsste Griechenland im Gegenzug für die finanzielle Unterstützung wohl noch weit härtere Auflagen erfüllen. Denn die Regierungschefs der einstigen Krisenländer sprechen aus Erfahrung, schließlich haben auch sie in der Vergangenheit harte Reformmaßnahmen im eigenen Land durchgesetzt – mit Erfolg!

Griechenlands Regierung veröffentlicht Geheimpapiere: der Faktencheck.

Brief an Eurogruppe sei "kein substanzieller Lösungsvorschlag".

Die neue griechische Regierung hat in den letzten Wochen die Europäische Union auf Trab gehalten - mit knallharten Forderungen und einem hemdsärmeligen Auftreten. Steckt dahinter einfach nur ein großer Bluff, der die Verhandlungsposition Athens stärken soll?

Die Eurogruppe stellte der griechischen Regierung ein Ultimatum, bis Ende der Woche im Schuldenstreit einzulenken. Falls dem nicht der Fall ist, droht Griechenland definitiv der Staatsbankrott. Dies beschäftigt die internationale Presse. Fast alle schätzen die Lage als gefährlich ein.

Keine EZB-Kredite für Griechenland: Mit dem Stopp einer Sonderregelung hat die europäische Zentralbank den Druck auf die neue griechische Regierung massiv erhöht – und den ohnehin angeschlagenen griechischen Banken den Zugang zu frischem Geld erschwert. Die Folgen könnten verheerend sein.