Seltener Einblick in das Privatleben des griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras: Seine Mutter Aristi hat einem Magazin ein Exklusiv-Interview gegeben - und ihre Sorge um ihren Sohn mitgeteilt.

Die Griechenland-Krise scheint Premier Alexis Tsipras weit stärker zuzusetzen als bisher gedacht. "Alexis isst kaum noch, schläft nicht, aber er hat keine andere Wahl – er schuldet das den Leuten, die ihr ganzes Vertrauen in ihn setzen", sagte seine Mutter Aristi der griechischen Wochenzeitung "Parapolitika".

Tsipras fahre nur noch zwischen Flughafen und Parlament hin und her. "Er hat keine Zeit mehr, seine Kinder zu sehen, wie soll er da erst mich besuchen können?", fragte die 73-Jährige. "Er trägt das Gewicht des ganzen Landes auf seinen Schultern. Er isst und schläft kaum noch."

Sie habe nie damit gerechnet, das ihr Sohn Ministerpräsident werden würde, sagte Aristi Tsipras. "Aber wenn ich gewusst hätte, wie hart es wird, hätte ich ihm gewünscht, dass er es nicht wird." Dennoch ist sie zuversichtlich: "Als Mutter sage ich ihm, er soll das Beste für das Land tun und auf sich aufpassen. Er antwortet dann, ich solle mir keine Sorgen machen. Es wird alles gut."

Alexis Tsipras ist das jüngste von drei Kindern. Er wuchs in Exarchia auf, einem bürgerlichen Stadtviertel Athens. Mit seiner Jugendliebe Peristera Batziana hat der studierte Bauingenieur und Stadtplaner zwei Kinder. (ank)