"Wer wird Millionär?": Telefonjoker warnt Pechvogel drastisch: "Dann hör doch auf, Mensch!"

Manuel Rommeler aus Duisburg hatte seinen Hühnerstall abgefackelt und im Casino alles verloren. Bei Günther Jauch stolperte der chronische Pechvogel fast ins nächste Verderben.

Hausverwalter Manuel Rommeler und der ehemalige Hauswart Günther Jauch. Zwei Jahre hatte der Moderator dieses Amt inne gehabt. "Es war nicht die glücklichste Zeit für die Hausgemeinschaft", glaubte er. Die beiden Herren hatten noch mehr Gemeinsamkeiten, doch diese Überraschung hob Rommeler sich für später auf.
"Es ist so unlustig mit Ihnen", meckerte der Moderator. Denn der Hausverwalter knackte eine Frage-Marke nach der anderen, ohne einen Joker zu verpulvern. Nach der 16.000-Euro-Frage zickte Jauch sein Team an: "Zack weiter, was stellt ihr denn hier für Fragen!?" Daher redete er mit dem Kandidaten lieber über dessen Pechsträhne.
Rommeler wollte seinen Hühnerstall milbenfrei bekommen. Der Einsatz eines Dachdeckerbrenners endete fast in einer Tragödie: Seine gefiederten Freunde waren wohlauf, doch der Hühnerstall halb verkokelt als die Feuerwehr ankam. Mit seinem Gewinn plante er, offenbar von Gewissensbissen geplagt, eine Luxusunterkunft mit Klimatisierung für 4.000 Euro.
Klimaanlage für Vögel? Da lachen nicht nur die Hühner, sondern auch der Moderator. Doch Manuel Rommeler hatte seinen eigenen Joker dabei: ein peinliches Foto von Jauch, welches er vor vielen Jahren als Schülerzeitungsredakteur geschossen hatte. Das Publikum gackerte über Jauchs vogelwilde Frisur. Jauch selbst schämte sich für seine Krawatte.
Entstanden war das Foto 1990 beim Jugendempfang des Bundespräsidenten. "Heute hätte man ein Selfie gemacht, damals habe ich Ihnen unsere Schülerzeitung in die Hand gedrückt", erklärte der Paparazzo. "Ei ei ei", machte Jauch. "Gut, dass das kein Farbfoto ist, wenn ich mir die Krawatte so anschaue", krittelte der Moderator.
"Im amerikanischen Original wohnen Donald und Dagobert Duck nicht in Entenhausen, sondern in ...?" Die Frage war 125.000 Euro wert. Nach dem 50:50 Joker blieben Duckburg und Duckadelphia übrig. Der Kandidat wollte zocken, doch Jauch warnte vor dem Fall auf 500 Euro. Manuel Rommeler erinnerte sich, bereits beim Roulette alles verloren zu haben.
Der Telefonjoker wusste auch nicht mehr, doch gab er dem Kandidaten einen wertvollen Rat: "Ja dann hör doch auf, Mensch! Das ist doch schon wahnsinnig viel Geld!" Ein guter Rat, denn Manuel Rommelers geplante Antwort Duckadelphia wäre falsch gewesen. Duckburg war korrekt. Er ging mit 64.000 Euro. Genug für ein Luxusresort für Hühner!
Cornelia Dreyer aus Schimborn bei Aschaffenburg freute sich, dass sie auf die Bühne durfte. Ein bisschen Trost konnte sie gebrauchen, denn als Messe- und Eventmanagerin hat sie es in Zeiten der Corona-Krise nicht leicht. "Man steckt wahnsinnig viel Arbeit rein, bei großen Messen mehr als ein halbes Jahr - und dann wird es abgesagt", berichtete sie.
Wie Manuel Rommeler zählte auch Cornelia Dreyer offenbar zur Gattung der Pechvögel. "Sie haben auch mal die Feuerwehr holen müssen", wusste Jauch. Sie hatte sich selbst im Hotelzimmer eingesperrt, weil sie die Tür nicht korrekt verriegelt hatte. Jauch staunte, dass das Hotel über keine Leiter verfügte. Stattdessen musste die Feuerwehr anrücken!
Per Hubrettungsausleger befreite man die Dame aus der Not. Ein weiterer Fauxpas passierte ihr live bei "Wer wird Millionär?" Für 8.000 Euro gefragt war: "Der Refrain welches 80er-Jahre-Hits beginnt mit der Aufforderung, sich nicht umzudrehen?" Sie riet zwar richtig "Der Kommissar", glaubte aber der verstorbene Wiener Falco würde Bairisch singen.
Es wurde noch amüsanter fürs Publikum: "Drah di net um", zitierte Jauch in Wiener Dialekt. Die Kandidatin gab zu: "Ich habe immer Da di da dum verstanden." Schallendes Gelächter im Saal! Die Kandidatin erspielte 16.000 Euro. Davon musste sie etwas abziehen: Wegen einer Wette mit ihrem Chef sollte sie diesem pro 100 Euro eine Tüte M&Ms spendieren.
Eric Gressel ist Musiklehrer aus Paderborn. Ob er mehr über Falco gewusst hätte? Zumindest kam der 36-Jährige problemlos bis zur 500-Euro-Frage. "Wenn es sich um die betreffende tiefrote, langstielige Sorte handelt, ist 'Baccara' sozusagen ...?" Zur Auswahl standen: der Herr der Ringe, der Fänger im Roggen, der kleine Prinz, der Name der Rose.
"Rose" wählte Eric Gressel korrekterweise. Das Stichwort triggerte ihn. Er erzählte, dass er seiner Frau einmal Blumen gekauft hatte. "Ich komme freudestrahlend mit Rosen zu Hause an und werde mit katastrophalem Blick empfangen. Sie ist stinksauer, geht rein und spricht nicht mehr mit mir." Was war da los?
Alle Frauen, die er befragte, erklärten: Offenbar könne für eine Frau das Mitbringen von Rosen heutzutage nur noch eins bedeuten: ein Eingeständnis der Untreue! Gressel hatte aus seinem Fehler gelernt: "Ich werde nie wieder meiner Frau Rosen schenken." Am Dienstag darf er weiterraten.