Man leidet einfach mit, wenn ein überaus sympathischer Fleischermeister 64.000 Euro verzockt, weil er dem als Telefonjoker fungierenden Arbeitskollegen blind vertraute. Dass eine liebenswerte "Hot Dog"-Verkäuferin mit 64.000 heimging und eine nicht minder angenehme Gynäkologin vor der 500.000-Frage-steht, machte den Abend allerdings erträglicher.

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Sabrina Heinicke durfte als Überbleibsel aus der letzten "Wer wird Millionär?"-Sendung ein weiteres Mal gegenüber Moderator Günther Jauch Platz nehmen. Die sympathische Mutter eines Kindes verkauft Hot Dogs in einem schwedischen Möbelhaus, stand bei 16.000 Euro, hatte noch drei Joker und sah sich an diesem Montagabend mit folgender ersten Frage für 32.000 Euro konfrontiert:

"Bei der Diskussion um die "50+1"-Regel geht es in der Hauptsache um…?"

  • Kindergärten
  • Brauereien
  • Betriebsräte
  • Fußballbundesligavereine

"Wow, ich habe keine Ahnung", so die Kandidatin, der der Publikumsjoker aus der Patsche half. "Es gibt das Gesetz, dass ein Verein in einer Aktien- oder Kapitalgesellschaft immer 50 Prozent plus eine Stimme halten muss, damit nicht immer irgendwelche Oligarchen die Vereine aufkaufen", erklärte der Moderator Heinicke.

Diese möchte sich für den Gewinn übrigens ihr erstes Auto, einen Citroën Saxo, den sie vor nicht allzu langer Zeit für 250 Euro feilbieten musste, wieder zurückkaufen. "Bescheidener war der Autowunsch noch nie", kommentierte Jauch ihr Ansinnen. Einen Trip nach Hamburg würde sie mit Freundinnen aber ebenso unternehmen.

"Wer soll das denn wissen?", fragt die "Maus"

Mit Hilfe des Zusatzjokers konnte Heinicke auch die nächste Frage beantworten, was sie zur ungemütlichen 125.000-Euro-Frage brachte:

"Was ist ohne den sogenannten Flauschteil meist nicht zu gebrauchen?"

  • Farbroller
  • Klettband
  • Handmikrophon
  • Heftpflaster

"Wer soll das denn wissen?", seufzte Heinicke zu Recht. Sie setzte auf die Hilfe einer guten Freundin, die für Sie als Telefonjoker bereitstand. "Pfow, ich find das ganz schwierig, Maus. Ich würd‘ aussteigen", legte ihr die Freundin lieblich nahe.

Heinicke nahm sich den Rat zu Herzen. "Ich hör auf, das ist der Saxo", so die bescheidene, glückliche und richtig sympathische Kandidatin, die mit 66.000 Euro heimwärts traben durfte und wohl bald wieder in ihrem ersten Chromjuwel sitzen wird. Die richtige Antwort wäre übrigens "B" gewesen.

Jauch mag sein Gegenüber – und hilft ihm

Danach machte Fleischermeister Michael Gumpert aus Brüggen das Rennen bei der Auswahlfrage. Er entschied sich fürs Risiko und geriet erstmals bei der 1.000-Euro-Frage ins Wanken:

"Welche der beiden Adjektive werden bedeutungsgleich verwendet?"

  • einfallsreich & einfallslos
  • zahlreich & zahllos
  • kinderreich & kinderlos
  • wortreich & wortlos

"Ich steh auf dem Schlauch", so Gumpert, dem Jauch ein wenig unter die Arme griff und in die nächste Runde half. "Als Mann sollten sie auch den Begriff ‚kinderreich‘ und ‚kinderlos‘ kennen – das macht einen entscheidenden Unterschied", witzelte Jauch, nachdem Gumpert die korrekte Antwort B eingeloggt hatte.

Der tiefe Fall nach Schnitzel und Mettigel

Welche Fleischsorten denn derzeit so angesagt seien, wollte Jauch vom Mann mit der Fleischexpertise wissen. "Schnitzel gehen immer", so dessen Antwort. Auch der Mettigel würde derzeit eine Renaissance erleben, verriet Gumpert, der für die nächsten Fragen den Zusatz- und den 50:50-Joker, aber auch einmal Göttin Fortuna bemühen musste. Dann kam die folgende 64.000-Euro-Frage:

"Welches Land grenzt nicht nur an EU-Mitgliedsstaaten?"

  • Tschechien
  • Schweiz
  • Portugal
  • Luxemburg

Gumpert hatte wenig Ahnung und nur mehr den Telefonjoker. Und der? Der tippte auf Tschechien, sei sich aber "nur zur 70 Prozent sicher". Jauch, der die Antwort offenbar wusste, war die Angst davor, Gumpert könnte einloggen, anzumerken. Und tatsächlich: "Ich vertrau ihm", meinte der Fleischermeister. Und loggte ein.

Jauch zählte zunächst die Nachbarländer von Tschechien auf – allesamt EU-Staaten – und dann jene der Schweiz, darunter auch der Nicht-EU-Mitgliedsstaat Liechtenstein. "Demzufolge ist das ein schwerer Abend für Sie", so der Moderator, der sich noch gern weiter mit Gumpert unterhalten hätte und noch ein "Schade!" nachlegte.

Kluge Gynäkologin lässt nichts anbrennen

Als es die Gynäkologin Kerstin Schöfferle in die Mitte zu Jauch schaffte, war es ob des tiefen Falls des Fleischermeisters noch immer still im Publikum. Dramaturgisch dürfte es der Stimmung jedoch gut getan haben, dass die Kandidatin aus Mühlheim-Kärlich bei der Beantwortung der Fragen enorm aufs Tempo drückte.

Erst bei der 8.000-Euro-Frage benötigte sie telefonische Hilfe sowie den 50:50-Joker, um abzusichern. Danach ließ sie wieder nichts anbrennen und beantworte etwa die Fragen für 16.000, 32.000 und 64.000 mit Bravour – sieht man vom Publikumsjoker ab, den sie investieren musste. Dann wollte Jauch von ihr folgendes für 125.000 wissen:

"Der Ostwestfale Elmar Brok war im Sommer bei seinem Ausscheiden nach 39 Jahren dienstältester…?"

  • Bundeswehrgeneral
  • Fußballbundesligaschiri
  • EU-Parlamentarier
  • Kardinal im Vatikan

"D würde ich ausschließen. Beim Rest hab ich keinen blassen Schimmer", meinte Schöfferle. Sie nahm ihren letzten Joker, den Zusatzjoker. "Ich bin mir relativ sicher, dass es der EU-Parlamentarier ist. Eigentlich bin ich mir ganz sicher. Ich versprech’s Ihnen", so der grinsende junge Mann auf der Tribüne zur Kandidatin. Die fragte noch einmal nach, ob er sich wirklich sicher sei, loggte aber schließlich ein, was ihr jede Menge Grund zur Freude beschwerte Mit 73 Jahren war Elmar Brook tatsächlich der älteste EU-Parlamentarier.

Nächste Folge startet mit 500.000-Euro-Frage

"Jetzt geht es tatsächlich um eine Million Euro", waren die letzten Worte Jauchs, ehe die Schlusssirene den Zusehern klarmachte, dass sie sich noch eine Woche zu gedulden hätten.

Am 24. Februar wird Kerstin Schöfferle gleich zu Beginn der Sendung die 500.000-Euro-Frage gestellt.

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