Harte Bandagen bei "The Biggest Loser": "Ich werde sie auseinandernehmen!"

Tränen, Frust und dann noch der Feind in den eigenen Reihen! Nicht für alle wurde der Paarmodus bei "The Biggest Loser" (Sat.1) zu einer "geilen Woche". © 1&1 Mail & Media/teleschau

"Es wird ne geile Woche!" So toll, wie sich manche die erste Etappe im Paarmodus vorstellten, wurde sie nicht. Im Gegenteil: Es gab wieder viel Zeit und Raum für Tränen. Vor Freude, aber auch vor Enttäuschung. Warum weinte Claudia (Foto)? Welches Team musste gehen? Und wer gab seinem Duo-Partner die "Ich werd sie auseinandernehmen!"-Kampfansage?
Mit dem Paarmodus kamen die meisten klar. "Ich hätte mir keinen besseren Partner wünschen können", war Gerry mit Daniel sehr zufrieden. Sascha lobte seine Swaantje ("Sie gibt immer alles, ich mag sie, eine tolle Frau"). Und auch Abdi und Jessica freuten sich auf "eine geile Woche". Andere fürchteten dagegen einen wahren Albtraum.
Begeisterung sieht anders aus: Sarah (rechts) und Tabea hatten sichtbar wenig Lust aufeinander. Sarah: "Das ist Scheiße. Ich geb' alles, Tabea nicht. Ich hab' Angst, dass ich rausfliege, weil sie nicht kann oder nicht mag." Tabea ahnte was: "Wenn Sarah meinetwegen rausfliegt, möchte ich nicht im selben Raum sein."
Beim Trainingswettbewerb kam es für die beiden Widersacherinnen (Bild) dann auch noch auf blindes Vertrauen an. Einer musste den Partner leiten, der mit verbundenen Augen durch einen Holzklötzchenparcours tapste. Jesscia zu Abdi: "Lauf du, ich wär' nur ne blinde Kuh im Porzellanladen." Es funktionierte - aber zu langsam. Jessica und Abdi verloren und mussten die Sieger bekochen.
"Fleisch. Shrimps. Okay, ich mach' ein leckeres ... Irgendwas!" Chef de Cuisine Abdi war zuversichtlich, bevor er die schick gekleideten Celina (links) und Claudia (rechts) bekochte. Vor der Suppe warnte er allerdings: "Das Auge isst nicht mit!" Recht hatte er. Claudia: "Das schmeckte abartig. Ich dachte, das hat schon mal wer gegessen."
Wie peeeeinlich! Vorsuppe (Celina: "Sah aus wie hingekotzt!") verhauen. "Was werden die Leute denken?", greinte Abdi (Bild). Aber immerhin: Sein "Irgendwas"-Hauptgang aus Rindfleisch und Scampi wurde "total lecker und war sehr schön angerichtet" (Claudia). Abdi war von seinem Erfolg ermutigt: "Ich mach' ein Restaurant auf."
Nach so einem "üppigen" Festmahl musste natürlich trainiert werden. Das Workout wurde im Fitnesscenter aber unerwartet von Videogrüßen aus der Heimat unterbrochen (Coach Ramin: "Motivationsspritzen direkt ins Training"). Celina (rechts) weinte über die Botschaft ihrer Mama, Claudia (Mitte) flennte, weil sie endlich ihren Mann und ihren Hund wieder sah.
Allen gingen die Videobotschaften nah. Auch bei Tabea (rechts), die von ihrer Schwester mit Mann und Söhnchen aus Kanada gegrüßt wurde, öffneten sich die Tränenschleusen. Da zeigte sogar Sarah (links) Herz! Coach Petra freute sich ("Das Eis ist gebrochen") – allerdings zu früh. Sarah: "Eis gebrochen? Nix. Das war nur der rührselige Moment."
"Body & Brain" lautete das Challenge-Motto. Zum Start des dreiteiligen Parcours musste eine Matheaufgabe (4 + 7 x (3 + 6 - 16 : 2)) ausgebuddelt und gelöst werden. Die meisten verrechneten sich im Stress, auch Mathematikstudent Abdi. Aber er bekam die 11 im zweiten Versuch hin. Andere ("13! 17! 55! 22!") brauchten länger.
Dann hieß es wieder: "Es darf gebuddelt werden!" Und gedacht. Es galt, sich erst eine Farbkombination einzuprägen und sich dann unter einem Balken durchzugraben. Gerry (links) und Daniel hatten schnell gerechnet, Daniel auch schnell gebuddelt. Dann blieb ausgerechnet der eigentlich weniger schwere Gerry unterm Balken hängen. Wertvolle Zeit verstrich.
Der große Daniel und der kleine Gerry, sowas wie Pat und Patachon von TBL, verloren einige Zeit bei der Farbenrekonstruktion. Das abschließende Großteilpuzzle lösten sie schnell. Sie führten lange, wurden dann aber von Swaantje und Sascha (Bild) entthront. "Schon wieder, immer wieder dieser Sascha", stöhnten beide.
"Ich fühlte mich wie bei 'Rettet die Wale'", lachte Jessica. Abdi hatte sie an den Armen unter dem Balken rausgezogen. Tülay (Bild) kam sich nicht besser vor - sie steckte minutenlang fest. Am Ende lieferten sie und Anthony den Führenden ein "Herzschlagfinale". Aber der Sieg und die anderthalb Bonuskilogramm gingen an Swaantje und Sascha.
Was war die Plackerei wert? Auf der Waage zeigte sich: viel! Es wurden unglaubliche Leistungen geliefert. Anthony (Bild) schoss den Vogel ab und nahm 7,6 Kilo in der siebten Campwoche ab. Sein Coach Ramin heulte vor Begeisterung sekundenlang wie ein Wolf durch den Wiegeraum! "Alter, was ist hier los? Sind wir in der ersten Woche oder was?"
Ein Raunen ging durch den Raum, als Swaantje und Sascha mit Bombenergebnissen für ihre Woche belohnt wurden. Ramin ("Die sind mein neues Dreamteam!") war fast sprachlos. Christine Theiss lobte Swaantje, die wie ein "Schweizer Uhrwerk" Woche für Woche auf höchstem Level läuft. Eins war klar: Die beiden brauchten den Kilobonus eigentlich gar nicht.
Mehrfach meinte Ramin, seinen Augen nicht trauen zu können. Am Ende war Gerry der schlechteste Mann - mit 4,3 abgespeckten Kilogramm! Sarah war mit 3,4 verlorenen Kilos die beste Frau, Tülay (3,2) knapp dahinter. Es deutete sich an: Bei diesen Hammerleistungen würde ein Schwächeln wohl unverzeihlich sein.
Das ahnte auch Celina, die schon weinte, als sie die Wiegeplattform betrat. Sie und Teamgefährtin Claudia ("Bitte, lieber Gott, lass mich nicht versagen!") flehten um höheren Beistand. Bei Claudia half es, sie hatte 2,1 Kilo abgenommen, "völlig okay" (Ramin) für die Campälteste (50). Wie würde es Celina ergehen?
Weiß auf schwarz stand es da. Minus 1,7 Kilo. Es war totenstill im Raum. "Oh nein, es tut mir so leid", war das Erste, das Celina stammeln konnte. Sie war böse ("Ich war so sauer auf mich") und untröstlich zugleich ("Wir haben meinetwegen verloren"). Von Claudia kam kein Vorwurf. Celinas Freundin Tülay: "Das ist so hart. Celina hat immer geliefert."
Nie hatte Celina ansatzweise so wenig abgenommen, immer gekämpft, sich und Ramin ("Sie gibt alles, sehr diszipliniert!") stolz gemacht. Jetzt war was schief gegangen, zur Unzeit. "Eine schwache Woche - sofort bestraft", litt Tülay mit der Freundin. Bitter, aber wahr: Claudia und Celina mussten unter Tränen (aller) das Camp verlassen.