Die Kölner Ermittler Ballauf und Schenk sind mittlerweile seit mehr als 20 Jahren auf Verbrecherjagd und aus dem "Tatort" nicht mehr wegzudenken. Die folgenden Fakten kannten bisher allerdings wohl nur eingefleischte Fans.

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Bereits zum 77. Mal ermittelten Freddy Schenk (Dietmar Bär) und Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) an diesem Sonntagabend im "Tatort: Kein Mitleid, keine Gnade". Die beiden gehören damit zum Inventar der beliebtesten Krimi-Reihe der Deutschen.

Höchste Zeit, die Kommissare und ihre Fälle einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Diese fünf Fakten über den Köln-Krimi sollten Fans kennen.

1. Sind Ballauf und Schenk die dienstältesten "Tatort"-Kommissare?

Nein. Auch wenn sie mittlerweile schon seit dem Jahr 1997 ermitteln, kommen die beiden an die Spitzenreiterin nicht heran: Bereits seit 1989 ist Lena Odenthal alias Ulrike Folkerts in Ludwigshafen im Dienst.

Auch die Münchner Kollegen Ivo Batic und Franz Leitmayr (Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl) sind schon deutlich länger im Einsatz, seit 1991.

Auf dem dritten Platz kommen dann aber die Kölner Kommissare Ballauf und Schenk, gefolgt von Moritz Eisner und Bibi Fellner (Harald Krassnitzer und Adele Neuhauser) aus Wien (1999).

2. Haben Ballauf und Schenk dann wenigstens die meisten Einsätze?

Zwar sind Ballauf und Schenk nicht die dienstältesten Ermittler, aber sie haben die meisten Fälle auf dem Buckel - zumindest einer von ihnen. Ballauf begann einst als Assistent von Kommissar Flemming (Martin Lüttge) in Düsseldorf und hat daher bereits 85 Fälle im "Tatort" lösen dürfen. Mit dieser Zahl übertrumpft er die Münchner Ermittler Batic und Leitmayr mit ihren bisher 82 Fällen. 76-mal war Ulrike Folkerts bislang in einem "Tatort" zu sehen.

3. War Joe Bausch als Dr. Joseph Roth von Beginn an dabei?

Nein, aber fast. Der Schauspieler und Arzt Joe Bausch verkörpert den Rechtsmediziner Dr. Joseph Bausch seit der dritten "Ballauf und Schenk"-Folge "Manila" aus dem Jahr 1998.

Bausch, der in seinem Hauptberuf bis zu seiner Pensionierung Ende 2018 als Gefängnisarzt arbeitete, gründete gemeinsam mit Bär und Behrendt den Verein "Tatort – Straßen der Welt e.V.", der sich unter anderem um das Schicksal philippinischer Straßenkinder kümmert.

4. Der wie vielte Assistent ist Jütte?

Schon der vierte! Roland Riebeling spielte in "Kein Mitleid, keine Gnade" zum sechsten Mal den Assistenten Norbert Jütte von Ballauf und Schenk. Er trat Anfang 2018 in die Fußstapfen von Patrick Abozen, der zuvor seit 2015 den Gehilfen der beiden Kommissare mimte - als Nachfolger von Assistentin Franziska Lüttgenjohann (Tessa Mittelstaedt). Mittelstaedt war 14 Jahre lang an der Seite der beiden zu sehen und löste im Jahr 2000 Anna Loos in deren Rolle der Lissy Pütz nach drei Jahren ab.

5. Welche Folge von Ballauf und Schenk ist die erfolgreichste?

Trotz in Summe nachlassender Zuschauerzahlen in den vergangenen Jahren lief die erfolgreichste Folge der beiden Ermittler tatsächlich erst vor rund zwei Jahren. Beim "Tatort: Bausünden" am 21. Januar 2018 – übrigens der letzte Fall mit Abozen als Assistent - schalteten 11,52 Millionen Menschen ein.

Zur Einordnung: Einsame Spitze und höchstwahrscheinlich für immer unerreichbar ist der "Tatort: rot...rot...tot" aus Stuttgart. An Neujahr 1978 saßen dabei unfassbare 26,57 Millionen Zuschauer vor den TV-Geräten. Die aktuell erfolgreichsten Ermittler sind Boerne und Thiel (Jan Josef Liefers und Axel Prahl) aus Münster: Deren erfolgreichster Fall 2019 ("Spieglein, Spieglein") lockte 14 Millionen Zuschauer vor die Bildschirme. (dr)  © 1&1 Mail & Media/spot on news

Wird Tschiller weiter ermitteln?

Wird Til Schweiger auch weiterhin als "Tatort"-Kommissar ermitteln? Diese Frage stellt sich nach dem am Sonntag gezeigten Tschiller-"Tatort". Der "Bild" verriet der Schauspieler schon, unter welchen Bedingungen es noch weitere Folgen geben wird.