Das "Supertalent": Australier begeistert mit irrem Pfeil-Stunt

Ein Schwein, lebensbedrohliche Auftritte, zwei Weltrekord-Halter - die letzte "Supertalent"-Show vor dem großen Finale wartete mit viel Spannung auf. © 1&1 Mail & Media/teleschau

Ließ Dieter Bohlen die Sau raus? Hatte dieser Eber Schwein und qualifizierte sich fürs Finale? Oder machten die Juroren ihn zur Sau? Jenseits von allen möglichen weiteren Wortspielen ist klar: Der Mini-Eber war sicherlich der ungewöhnlichste Kandidat der vorletzten Folge der diesjährigen "Supertalent"-Staffel. Wie er abschnitt, zeigt die Galerie ...
Es war die letzte Show vor dem großen Finale am 21. Dezember: Die letzten acht Acts traten auf, ehe die drei Juroren Dieter Bohlen (links), Sarah Lombardi und Bruce Darnell entschieden: Wer darf im Finale ein zweites Mal auftreten und um den Sieg kämpfen?
Der Hamburger Elvis-Imitator Franz ist eigentlich gelernter Bäcker. Doch schon lange singt er auch und hält sogar den Weltrekord im Elvis-Lieder-Dauersingen. Unfassbare 42 Stunden 16 Minuten und 18 Sekunden lang gab er dafür Hits des King of Rock'n'Roll zum Besten. Übung hatte er vor seinem großen "Supertalent"-Auftritt also genug ...
Er verpasste allerdings seinen Einsatz und bekam von Dieter Bohlen und Bruce Darnell ein sehr schnelles Doppel-Nein. "Das können die sechsjährigen Jungs im Kindergarten besser", ätzte Bohlen.
Wenig Erfolg mit ihrem Gesang hatte auch die Schwedin Gunhild Carling, die während des Auftritts auch Trompete, Posaune und Mundharmonika spielte. "Du kannst gut die Blasinstrumente bedienen", resümierte Bohlen.
Aber gesanglich war es für die Jury "abtörnend". Die aktuellen Hits, die sie im Gewand der Zwanziger-Jahre präsentierte, kamen nicht an. Da half es auch nicht, dass die Band munter weiterspielte, obwohl alle drei Juroren bereits ihr Nein verteilt hatten. "Es war laut und Chaos", jammerte Bruce.
Doch es gab in der letzten Ausgabe vor dem großen Finale auch eine Sängerin, die mehr Erfolg hatte - wenn auch mit ein bisschen Glück. Fischverkäuferin Stefanie aus Hamburg startete mit "Glücksmoment" von Prince Damien. Der Jubel hielt sich in Grenzen.
Als die quirlige 56-Jährige dann aber mit ihrer Reibeisenstimme Bonnie Tylers "It's A Heartache" schmetterte, hagelte es Applaus. Sie kam eine Runde weiter. Fürs Finale reichte es allerdings dann doch nicht.
Kein Schwein hatten Henriette (links) und ihre Mutter Julia mit dem amerikanischen Mini-Eber Idefix. Das dickbäuchige Tier wurde als "wahnsinnig intelligent" angepriesen, erfüllte die Kommandos aber dann doch nur sehr halbherzig.
Idefix sollte Kuscheltiere aufräumen und Spiel-Gemüse in den Kochtopf legen. Das war dem Schwein wohl zu affig. "Es war nicht in Stimmung", lautete das Fazit der Frauchen. Das Fazit der Jury: dreimal Nein.
Mehr Elan zeigten Dave und Marge: Das seit 39 Jahren verheiratete Ehepaar aus England bekam vor wenigen Jahren von der Tochter einen Tanzkurs geschenkt. Das Feuer war entfacht, die zwei zeigten beim "Supertalent" wilde Cha-Cha-Cha- und Jive-Drehungen. Doch war das wirklich ein Supertalent?
Alle Juroren waren sich einig: Das reichte nicht. "Ich dachte, am Ende kommt die Sensation", fasst Dieter Bohlen zusammen. Die blieb allerdings aus.
Mit seinem komplett aus Spiegelstücken beklebten Anzug sorgte Jesse Howard aus Australien für einen echten Wow-Effekt in der Show. Der "Spiegelmann" bewies bei seiner Jonglier-Einlage mit sogenannten "Isolation Rings" echte Fingerfertigkeit. Bruce Darnell zeigte sich verblüfft: "Das sieht mega aus!"
"Ich liebe das Kostüm", tönte auch Jury-Kollege Dieter Bohlen. Und auch wenn die Performance "nix Neues" und "nur ok" war, vergaben alle drei Juroren ein grünes Häkchen.
Noch heftigere Begeisterungsstürme löste dieses Vater-Sohn-Gespann aus. Seit vier Jahren tritt der ukrainische Akrobat Danylo Strakhov (43) gemeinsamen mit Sohn Oskar (10) auf - und gab im Intro zu: "Manchmal ist es schwierig, die Balance zwischen dem Dasein als Trainer und Papa zu finden." Nach dem Training seien die beiden aber wie beste Freunde.
"Große Klasse", "Lebensfreude pur", "mega geile Show" - lobten die drei Juroren den Auftritt der im Zwillingslook gekleideten Artisten. Apropos: Danylos Zwillingsbruder Ilya ist auch Kandidat der aktuellen "Supertalent"-Staffel und kam schon eine Runde weiter: "Ich mochte deinen Bruder! Bestell ihm schöne Grüße", sagte Bohlen.
Nach Ilya kam auch Danylo eine Runde weiter - doch die volle Familienpower reichte am Ende nicht. Weder der eine, noch der andere Zwilling darf in der Finalshow ein zweites Mal antreten. Ganz im Gegensatz zu diesem wagemutigen Australier ...
Mit verbundenen Augen fing der Space Cowboy mit der bloßen Hand einen auf ihn gerichteten Pfeil. Sechs Jahre lang hat er sich auf diesen Stunt vorbereitet. "Die Leute halten sich bei meinen Stunts zwar immer die Augen zu, aber hingucken müssen sie dann trotzdem", wusste der Kandidat. "Weil sie so etwas einfach noch nie zuvor gesehen haben! Es ist sehr gefährlich."
Tatsächlich begeisterte der waghalsige Bogenschütze so sehr, dass er am Ende sogar ins Finale kam. Nach den Auftritten der acht Acts vergaben Dieter Bohlen, Bruce Darnell und Sarah Lombardi getrennt voneinander allen Kandidaten Punkte von 1 bis 10, die in den Shows dieser Staffel eine Runde weiterkamen. Der Space Cowboy ist einer von zwölf Finalisten, die am 21. Dezember bei RTL ein zweites Mal ihr Können unter Beweis stellen dürfen.