Die TV-Rückkehr von "Bully" ist perfekt: Der Entertainer, der mit bürgerlichem Namen Michael Herbig heißt, soll ab kommenden Winter eine eigene Sendung bei ProSieben erhalten. Demnach bekommt "Bully" beim Münchner Sender eine eigene Sitcom nach amerikanischem Vorbild. Das sagte ProSieben-Geschäftsführer Wolfgang Link der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

Die Stoßrichtung des Senders ist dabei klar: Auf den Erfolg der beliebten amerikanischen Sitcoms "How I Met Your Mother", "Two and a Half Men" oder "The Big Bang Theory" aufzubauen. Diese Formate gehören bereits zu den erfolgreichsten Programmen des Privatsenders. Nun versucht sich ProSieben an einer eigenen Produktion in diesem Genre. Im Interview mit der "FAZ" verrät Geschäftsführer Wolfgang Link mehr über das geplante Format mit dem beliebten Entertainer, der schon mit seiner "Bullyparade" vor elf Jahren erfolgreich war.

"Bully spielt Bully", sagt Link. Ganz wie die US-Sitcoms soll auch diese vor Publikum aufgezeichnet werden. Der Sender möchte sich damit von seinem Kölner Konkurrenten RTL abgrenzen und an den Erfolg der amerikanischen Vorbilder anknüpfen. "Es kann doch nicht sein, dass die Amerikaner es schaffen, solche Erfolge zu produzieren und wir nicht", sagt Link weiter und betont dabei auch den Ehrgeiz von "Bully", ein derartiges Projekt zu meistern. Ob Herbig, der sich wahlweise als tuntiger Astronaut ("(T)raumschiff Surprise") oder Indianer im pinken Kostüm präsentiert ("Der Schuh des Manitu"), das Zeug zum Sitcom-Darsteller hat, bleibt abzuwarten.

Offenbar sind die ersten Testdrehs bereits abgeschlossen, noch in diesem Winter soll die Produktion der Serie starten. (frei)