Matt Groening wird 65: Das muss man über den "Simpsons"-Erfinder wissen

Matt Groening hat mit den "Simpsons" eine bahnbrechende Show abgeliefert. Doch wie kam er eigentlich auf die Idee zur gelbgefärbten Familie aus Springfield? Das sind die spannendsten Fakten über den Schöpfer von Homer und Co.. © spot on news

Matt Groening wird 1954 in Portland im US-Bundesstaat Oregon geboren. Für die Schule interessiert er sich nur wenig und widmet sich lieber seiner Leidenschaft: Comics zeichnen. Nach seinem Studium in Washington zieht es ihn nach L.A., wo er 1988 den Grundstein seines Erfolgs legt.
Aus seiner Feder stammt die Comicreihe "Life in Hell", die bis heute in rund 250 Zeitungen abgedruckt wird. So wird auch TV-Produzent James L. Brooks (Foto) auf ihn aufmerksam. Der sucht für seine Comedy-Sendung "The Tracy Ullman Show" einen Zeichner für kleine Cartoon-Clips. Kurz vor dem Besuch in Brooks' Büro kommt Groening eine Idee...
Weil er die Rechte an seinen "Life is Hell"-Figuren nicht verlieren will, zeichnet er kurzerhand kleine Skizzen von gelben Figuren: Familie Simpson ist geboren! Als Vorbild dient dabei Groenings eigene Familie.
Familie Groening liefert die Namen: Homer (sein Vater), Maggie (eine seiner Schwestern), Marge (seine Mutter) und Lisa (eine weitere Schwester). Seinen eigenen Namen will Groening nicht verwenden und entscheidet sich stattdessen für Bart. Was steckt hinter dem Namen?
Bart ist ein Anagramm von Brat, dem englischen Wort für Balg oder Schlingel. Barts erste Worte in der Serie sind "Ay Caramba". Das charakteristische Gelb wählt der Zeichner, weil er will, dass die Zuschauer beim Durchzappen bei der auffälligen Farbe hängen bleiben.
Der US-Sender Fox strahlt die Comic-Serie mit der Pilotfolge "Es weihnachtet schwer" erstmals am 17. Dezember 1989 aus. In kurzer Zeit gewinnt das Format eine große Anhängerschaft. Mittlerweile gibt es zudem zwei Comic-Reihen, Computerspiele und den Kinofilm "Die Simpsons – Der Film".
Seine Figuren mit Glubschaugen und Überbiss sowie Groening selbst werden weltweit gefeiert. Mit über 600 produzierten Episoden in fast 30 Jahren ist die Serie, die bitterböse und doch liebenswert die amerikanische Gesellschaft aufs Korn nimmt, die am längsten laufende US-Zeichentrickserie überhaupt.
Für seine Verdienste wird Groening am 14. Februar 2012 anlässlich der Ausstrahlung der 500. "Simpsons"-Episode mit einem Stern auf dem Walk of Fame in Hollywood geehrt. Seine Figuren sind sogar vor ihm dran: Unweit seines eigenen Sterns ist die Familie Simpson bereits 2000 verewigt worden.
Nicht nur über den Stern auf dem Walk of Fame kann sich Groening freuen. Neben 25 Emmy-Nominierungen und einem British Choice Award wird er im Jahr 2007 von der britischen Zeitung "The Daily Telegraph" unter die Top 100 der lebenden Genies gewählt.
Zu Groenings Werken zählen aber nicht nur "Die Simpsons". Auch die erfolgreiche Sci-Fi-Serie "Futurama" stammt von ihm. Sie erzählt von dem intergalaktischen Lieferdienst "Planet Express". Am 4. September 2013 wird die letzte von insgesamt 140 Episoden veröffentlicht.
Naht das Ende der "Simpsons"? Die Rekordserie, deren 30. Staffel derzeit läuft, geht definitiv weiter bis Staffel 32, wie der Sender Fox kürzlich bestätigt hat. Doch ob es danach weiter geht? Fox räumt ein, dass die Produktion sich langfristig nicht mehr rechnen könne. Eine einzige Episode koste mehr als eine Million Dollar, die Fertigstellung dauert sechs Monate.
Matt Groening kann sich dennoch entspannt zurücklehnen und seinen 65. Geburtstag am 15. Februar genießen. Noch ist nichts fix. Der "Simpsons"-Schöpfer ist übrigens in zweiter Ehe verheiratet und hat drei Kinder mit seiner zweiten Frau sowie zwei Söhne aus erster Ehe.