"Grill den Profi": Jury beleidigt Sterne-Koch Roland Trettl - "Handwerklich nicht oberste Liga"

Die Koch-Show auf VOX brachte Profi Roland Trettl an die Grenzen seines Könnens und die Jury zu einem harten Urteil. Doch brachte die vernichtende Kritik den Sterne-Koch schon zu Fall? © teleschau - der mediendienst GmbH

Zum Auftakt der zweiten Staffel von "Grill den Profi" stieg Roland Trettl in die VOX-Grill-Arena. In der vergangenen Staffel hinterließ er mit seinen sensationellen Kochkünsten einen bleibenden Eindruck. Doch die hohen Erwartungen der Jury brachten den Sterne-Koch aus Südtirol schnell zurück auf den Boden ...
Die Youtube-Stars Die Lochis (2. u. 3. v. li.), Schauspieler Heinz Hoenig (3.v.r.) und Sängerin Ella Endlich waren bereit zum großen Duell gegen Roland Trettl. Zur Seite stand ihnen der angesagte Zwei-Sterne-Koch Hans Neuner (li.) aus Österreich.
Neuner war zum ersten Mal als Profi-Griller-Coach dabei und erklärte seine Motivation mit einer kollegialen Kampfansage: "Den Roland schwitzen zu sehen, das reicht schon aus. Auf das freu ich mich natürlich schon." Fun Fact am Rande: Die beiden sind seit Jahren sehr gut befreundet.
"Der kulinarische Weltverbesserer", wie sich Roland Trettl ab jetzt auch auf seiner Visitenkarte nennen möchte, wollte den Promis so richtig einheizen. "Ich kann nur verlieren", lautete sein Motto, nachdem er in der ersten Staffel von "Grill den Profi" eine der höchsten Punktzahlen EVER abgesahnt hatte. Dafür durfte er auch seine Frau grüßen.
Neuerung in Staffel zwei: Im Impro-Gang müssen nur noch fünf statt sieben unbekannte Zutaten verwurstet werden. In diesem Fall: Seeteufelbäckchen, Knäckebrot, Paprika, Salbei und Orangeneis. Kein Problem für die Promis, denn die durften das Gericht ja schon vorab ausprobieren.
Roland Trettl fasste die Zutaten-Kombi knapp zusammen: "Des is a Sch..." Aber es half ja nix, die Jury wollte gefüttert werden. Und so rotierte der Sterne-Koch zwischen Mixer, Pfannen und Kühlschrank. "Warum mach ich das immer wieder?", fragte er sich gestresst ...
"Weil wir dir wahnsinnig viel Geld und Ruhm versprochen haben", antwortete Moderatorin Ruth Moschner auf die Frage nach dem Warum. "Weißt du, was unfassbar ist? Ich höre meistens gar nicht, was du sagst", outete sich Trettl als absoluter Singletasker. Das missratene Ergebnis des abgelenkten Kochs musste später die Jury auslöffeln ...
Das bewährte Trio aus Star-Köchin Maria Groß, Feinschmecker Reiner Calmund und Sommelier Gerhard Retter opferte sich erneut für die Verköstigung. "Wenig sexy", fand Maria die Kreationen, für Gerhard war Trettls Impro-Gang "handwerklich nicht oberste Liga". Bämm - das saß!
Aber der Star-Koch bekam noch ein paar Chancen, sein Können zu beweisen, beispielsweise mit einem Mozzarella-Mango-Salat mit Jakobsmuscheln. "Die sind eh nimmer so frisch", bemängelte Trettl die Qualität der Muscheln. "Aber für die Jury reicht's", kam prompt die Rache für das schlechte Urteil.
Sängerin Ella Endlich erntete für ihre Vorspeise viel Lob von der Jury, doch der Trettl hatte zurück zu seiner Sterne-Form gefunden und krallte sich den Gang. Denn Ellas Safran in der Soße "war wie Kölnisch Wasser", fand Maria Groß.
Linsensuppe Opa-Art kredenzte Heinz Hoenig auf seine ganz spezielle Weise. Während sich der Schauspieler fröhlich ans Werk machte, verlangte Herr Trettl einen Schnellkochtopf.
"Warum bist du so gut in Linsensuppe, Heinz?", wollte Ruth Moschner wissen. "Weil ich mich nicht vollquatschen lasse von dir", verriet der sein Geheimnis und wurde von der Moderatorin fortan in Ruhe gelassen.
Hausmannskost konnte Roland Trettl aber auch und so musste sich Heinz Hoenig - trotz guter Bewertung - leider gegen den Profi geschlagen geben.
Heiko und Roman Lochmann wollten den Trettl mit einem glutenfreien Brownie mit Eis grillen - oder in die Flucht schlagen? Denn als Zutaten für ihr angeblich gesundes Fitness-Dessert verwendeten sie unter anderem Süßstoff. Ein No-Go für den Profi-Koch: "Damit kann ich mich nicht anfreunden. Honig, Birkenzucker oder Agavensirup gerne."
Dabei mussten die Youtube-Zwillinge unter erschwerten Bedingungen kochen, denn eine Ölspur vorm Kühlschrank legte erst die Lochis und dann auch noch Ruth Moschner flach.
Bei Roland Trettl ging's derweil richtig rund. "Ich schäme mich immer, weil ich so eine Sauerei mache. Und so kocht man eigentlich nicht", beichtete er. Das Küchen-Chaos sei ihm sehr peinlich. Wesentlich feinsinniger war er dafür beim Anrichten des Desserts.
Am Ende holte sich Profi Roland Trettl alle vier Gänge und damit den Sieg der Sendung. Der Gewinn wurde natürlich wie immer an einen guten Zweck gespendet.
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