Eddie Murphy wird 60: Das Leben und die Karriere der Hollywoodgröße

Eddie Murphy startete seine Karriere als Comedian. Mittlerweile hat der Hollywoodstar beweisen, dass er auch in ernsteren Rollen überzeugen kann. Am 3. April feiert er seinen 60. Geburtstag – ein Anlass, um auf sein Leben und seine Karriere zurückzublicken. © 1&1 Mail & Media/spot on news

Geboren wurde Edward Regan Murphy am 3. April 1961 in Brooklyn, New York, wo er zusammen mit seinem zwei Jahre älteren Bruder Charlie aufwuchs. Die Eltern der Brüder trennten sich, als Eddie gerade einmal drei Jahre alt war. Fünf Jahre später wurde sein Vater ermordet. Der Schauspieler erinnert sich laut eigenen Aussagen daher kaum an ihn.
Kurz nach dem Tod des Vaters erkrankte die Mutter, weshalb Eddie im Alter von acht Jahren zusammen mit seinem Bruder (r.) für ein Jahr in ein Kinderheim kam. Rückblickend bezeichnet Murphy die Zeit als prägend für seinen Humor.
Dass er Comedian werden möchte, war Eddie Murphy schnell klar. Inspiriert durch Richard Pryor und Peter Sellers erschuf der Teenager verschiedene Charaktere und nahm 1976 – er war gerade einmal 15 Jahre alt – an einer Talentshow teil. Seine Imitation des Sängers Al Green mit dessen Song "Let's Stay Together" überzeugte so sehr, dass er erste Jobs als Comedian erhielt.
Das Schule-Schwänzen, um stattdessen aufzutreten, sollte sich lohnen: 1980 startete Eddie Murphy seine Karriere bei der beliebten US-Sketch-Comedyshow "Saturday Night Live" (hier zusammen mit Julia Louis-Dreyfus und Sid Caesar). Über Nacht wurde er in den USA zum Star und war vier Jahre lang fester Bestandteil der Kultshow.
Gleichzeitig ging Murphy mit seinen eigenen Stand-up-Programmen auf Tour und veröffentlichte 1983 sein erstes Comedy-Special unter dem Namen "Eddie Murphy Delirious". Für das dazugehörige Album gewann er 1984 sogar einen Grammy.
Aufgrund des großen Erfolgs wurde sein zweiter Film "Eddie Murphy Raw" 1987 in vielen Kinos ausgestrahlt und spielte rund 50 Millionen US-Dollar ein.
Zeitgleich nahm auch seine Filmkarriere mit Komödien wie "Nur 48 Stunden" (Bild, 1982) und "Die Glücksritter" (1983), die ebenfalls zu Kinoschlagern wurden, Fahrt auf.
Seinen großen Durchbruch schaffte Eddie Murphy 1984 in dem Hitfilm "Beverly Hills Cop". 1987 und 1994 folgten noch zwei Fortsetzungen.
1988 feierte er mit der Komödie "Der Prinz aus Zamunda" ebenfalls einen weltweiten Erfolg. Er verkörperte nicht nur die Hauptfigur Prinz Akeem, sondern schlüpfte auch noch in drei Nebenrollen. Rund 288 Millionen US-Dollar spielte der Film weltweit ein.
Ende der 80er-Jahre gehörte Eddie Murphy zu den größten Kinostars. Darauffolgende Kinofilme wie "Und wieder 48 Stunden" (1990) oder der dritte Teil der "Beverly Hills Cop"-Serie (1994) konnten dann allerdings nicht an frühere Erfolge anknüpfen.
Erst "Der verrückte Professor" aus dem Jahr 1996 verschaffte Murphy wieder einen Kinohit. Allerdings kam es kurz darauf, kurz vor der Premiere des Films "Dr. Dolittle" (1998), zu einem Skandal um Murphy ...
Der Schauspieler war zu diesem Zeitpunkt vier Jahre mit Schauspielerin Nicole Mitchell (Bild) verheiratet, als er am 2. Mai 1997 von Polizisten in der Nacht angehalten wurde. Auf dem Beifahrersitz saß eine transsexuelle Prostituierte. Murphy sagte später, dass er diese nur nach Hause fahren wollte.
Die Ehe mit Nicole Mitchell hielt von 1993 bis 2006. Die beiden haben fünf Kinder. Insgesamt hat Murphy zehn Kinder von fünf verschiedenen Frauen.
Unter seinen Verflossenen ist auch Ex-Spice-Girl Melanie Brown alias Mel B. Die beiden haben eine gemeinsame Tochter. Allerdings hat der Schauspieler erst nach einem DNA-Test die Vaterschaft anerkannt.
2008 heiratete Eddie Murphy die Filmproduzentin Tracey Edmonds – doch schon nach zwei Wochen war alles vorbei. Seit 2012 ist Murphy mit Paige Butcher (Bild) liiert, sie haben zwei gemeinsame Kinder.
Zurück in die Filmbranche: Eddie Murphy ist nicht nur als Schauspieler in Erscheinung getreten, sondern auch als Produzent und Drehbuchautor. So stammen unter anderem die Filme "Boomerang" (1992), "Vampire in Brooklyn" (Bild, 1995) und "Norbit" (2007) aus seiner Feder.
Zudem lieh Eddie Murphy im Animationsfilm "Shrek – Der tollkühne Held" (2001) und in den drei Fortsetzungen dem Esel seine Stimme.
Im Film "Dreamgirls" versuchte er sich 2006, unter anderem an der Seite von Beyoncé, an einer ernsthafteren Rolle. Er verkörpert darin James "Thunder" Early und wurde mit einem Golden Globe als bester Nebendarsteller ausgezeichnet.
Erst 2016 meldete sich der Schauspieler mit "Mr. Church" auf der Kinoleinwand zurück. Darin spielt er den Koch Henry Joseph Church, der zur Vaterfigur für drei Frauen wird. Auch wenn der Film bei den Kritikern durchfiel, wurde Murphy selbst gelobt.
2019 folgte "Dolemite Is My Name". In der Netflix-Produktion verkörpert er die Comedy-Legende Rudy Ray Moore. Die Rolle brachte ihm 2020 eine Golden-Globe-Nominierung ein.