Pärchen-Zoff bei DSDS. War das alles inszeniert?

War es gespielt, war es echt? Auf jeden Fall war es amüsant. Eiin 20-jähriger Berliner lieferte sich mit seiner Freundin eine 1A-Eifersuchtsszene. So etwas hat man auch noch nicht gesehen bei "Deutschland sucht den Superstar".

Eher ein Normalo-Typ, aber mit einer ganz besonderen Stimme! Nach einem Motorradunfall hatte Alexander lange mit seiner Reha zu kämpfen. Jetzt trat er vor die DSDS-Jury - mit "Hero" von Family of the Year. Bei diesem Lied kommt es auf die Gefühle an.
Gefühle zeigte Alex auf beeindruckende Weise. "Das hast du aber hingekriegt! Mein lieber Scholli", war Dieter Bohlen angetan. "Dieses gefühlvolle Hauchen in deiner Stimme", schloss sich Pietro an. Viermal Ja!
Sie stammt aus Argentinien, versprühte Feuer im Casting-Studio. Und Agustinas Performance? Ganz nett, mehr aber auch nicht. Aber laut Bohlen ist sie "eine Erscheinung". Dank gelbem Zettel wird sie demnächst im Recall erscheinen.
Gleich noch eine Kandidatin, die mit ihrer Optik punktete: Natali begeisterte zunächst mit viel Dekolletee und sexy Zähnen. Mit ihrer Schönheit hatte sie alle überzeugt. Und die gesanglichen Qualitäten?
Die Antwort: ganz okay. Gesamteindruck: super! "Das war ein geschickter Auftritt", so Bohlen zu Natalis "Give It To Me Right"-Performance. "Du hast dich sehr gut verkauft, und das gehört hier halt dazu", so der Jury-Chef weiter. Xavier blieb skeptisch: "Du musst jetzt richtig Gas geben."
Selbstbewusst kam Opernsänger Christoph daher. Doch die Jury fand seine "New York, New York"-Interpretation nicht DSDS-kompatibel. "Du kannst die Oper nicht in den Swing reinbringen", verzweifelte Xavier. "Wenn das New York war, ist Tötensen eine Weltstadt", brachte Bohlen seine Heimatgemeinde ins Spiel.
Annabel aus Hamburg verdient ihr Geld als Curvy Model, hat fast 50.000 Follower auf Instagram. "Ich bin tasty wie ein saftiger Burger", ist die 29-Jährige überzeugt. Das mag ja sein, aber macht sie auch mit ihrer Performance Appetit?
Klares Nein. Ihre umgetextete "Sex Tape"-Version entwickelte sich zu einer Blamage. "Ich find's toll, dass du das machst, aber für den Wettbewerb reicht das nicht", sagte Xavier diplomatisch. Dieter Bohlen formulierte es knallhart: "Du gehörst hier nicht hin, du kannst nix."
Das Highlight des Abends war der 20-jährige Salem aus Berlin. Bevor ihn die Jury hereinbat, gab's reichlich Eifersuchts-Streit im Warteraum. Seine wütende Freundin flüchtete, weil Salem mal wieder andere Mädchen angeflirtet haben soll.
Salems Freundin kam aber wieder zurück. Gut möglich, dass es eine Inszenierung war. Aber warum auch nicht? Weil der Berliner mit seiner Enrique-Iglesias-für Arme-Performance einschläfernd wirkte, war dieser unterhaltsame Streit keine schlechte Idee. Irgendwie muss man ja auffallen. Xavier (Bild) und Oana gaben ihm für seinen Gesang ein Nein.
Doch Bohlen und Lombardi wollen ihm eine Chance geben. Und dank Joker Dieter bekam Salem tatsächlich den Recall-Zettel in die Hand.
Ihre Haare hatte Joli auf jeden Fall schon mal schön. Fleißig trainiert im Gym hatte die üppige 18-Jährige auch, extra fürs Casting. Es lag also Spannung in der Luft, als sie mit dem Beyoncé-Megahit "Runnin" antrat. Diesen überragenden Sound des Weltstars muss man erstmal hinbekommen.
Joli sang den schwierigen Titel einfach nur grandios. "Ich habe mich zurückgelehnt und konnte es genießen", war Oana baff. "Alter Falter, da hast du aber einen rausgehauen", staunte Pietro. "Ein richtig guter Sound, den dir der liebe Gott da mitgegeben hat", war auch der Pop-Titan überrascht von Jolis Power-Stimme.
Student und Tennis-Coach Lucas sieht aus wie der nette Typ von nebenan. Bohlen hätte ihn lieber am Klavier gesehen, doch der Kandidat bestand auf seine Gitarre. Er versuchte es mit "All I Want" von Kodaline. Eine durch die Bank beeindruckende Performance!
"Mega!", war Bohlen begeistert. "Mir gefällt diese gewisse Zerbrechlichkeit in deiner Stimme", schwärmte Oana. "Das brauchen wir hier, diese Gefühle! Das fehlt bei so vielen Kandidaten", fand Pietro. Viermal ein Mega-Ja. Ein Auftritt, nur ganz knapp an der Goldenen CD vorbei, wie Bohlen später ausplauderte.