Land unter im Dschungelcamp: Der erste Kandidat wird "rausgespült"

Dunkle Wolken über dem Dschungelcamp: Starke Regenfälle überfluten das Promi-Lager in Australien. Der erste Kandidat wurde bereits aus der RTL-Show "Ich bin ein Star - holt mich hier raus!" gespült. © 1&1 Mail & Media/teleschau

Man wähnte sich kurz im falschen Film, als sich Danni (links) und Elena aufrichtig und zusammen freuten. Aber die beiden hatten für ihre fünfte gemeinsame Dschungelprüfung einen Waffenstillstand geschlossen. Das sollte sich auszahlen: Neun Sterne nahmen die beiden nach einem Wissensquiz mit Schlotze mit ins Camp.
Bei der Prüfung wurden Danni (links) und Elena an eine Ölpumpe gekettet und in eine ekelhafte Brühe - die Schlotze - getunkt. Dabei mussten sie allerlei Fragen beantworten - und machten das vor allem dank Dannis Wissen über Trivialthemen mit Bravour.
Wie heißt noch mal die Frau von Prinz Harry? - Elena ließ sich bei der Dschungelprüfung von ihren Wissenslücken nicht aus der Bahn werfen.
"In jeder Staffel gibt es einen, der auf die Schnauze kriegt", stellte Danni Büchner fest, "einen, auf den sich alle einschießen. Ich bin gerade das Tor."
"Es ist schweinekalt für uns, wir sind vollgeschmiert und frieren uns den Arsch ab": Danni dünkte, dass "jetzt der Zeitpunkt ist, an dem die Psychospiele beginnen." Das wollte sie aber nicht verlieren: "Ich war schon ein kleiner Schlaukopf", lobte sie sich nach der Prüfung selbst.
Nach der Dschungelprüfung schickte Danni Grüße in den Himmel: "Heute vor 14 Monaten ist mein Mann gestorben." Immerhin konnte sie sich heute "wie eine kleine Heldin" fühlen.
Nach der Prüfung besannen sich Danni (links) und Elena wieder auf ihre Kämpfer- und Unterhaltungsqualitäten und fielen wie gewohnt verbal übereinander her. "Ich will nicht über sie reden, weil sich alles um sie dreht. Das nervt mich langsam", konterte Elena das Eigenlob, das Danni wonnevoll in die Kameras säuselte.
Danni war ziemlich alles ziemlich egal. "Ich fand's mega für mein Ego, das ich zeigen konnte, dass ich auch was draufhabe", feierte sie eine Party mit sich selbst - wohlwissend, dass jetzt der Konkurrenzkampf beginnt: "Die wollen mich bestimmt alle raushaben."
Toni Trips (rechts) hätte jedenfalls nichts dagegen, wenn die Büchner-Witwe das Camp verließe. Die 22-Jährige hatte es gewagt, der 41-Jährigen schnippisch die Meinung zu sagen und wurde zur Strafe von Danni zwangsadoptiert: "Ich könnte deine Mutter sein."
Auch Sonja Kirchberger machte sich Gedanken um den Kampf Jung gegen Alt: "Das Argument mit dem Alter reicht nicht", erklärte sie Prince Damien und bedauerte, dass es im Dschungelcamp nicht um Werte geht, sondern um Lautstärke und "um Danni-Befindlichkeiten, Danni-Befindlichkeiten, Danni-Befindlichkeiten."
Weil Elena (links) nicht mehr über Danni reden wollte, diskutierte sie mit Toni sehr lebhaft das Selbstbild der Männer im Camp: "Alle kacken sich in die Hose. Was für eine Scheiße", konstatierte sie. "Die haben alle keine Eier, mir ins Gesicht zu sagen, wenn ihnen was nicht passt."
Dass Elena (rechts) ein ziemlicher Vulkan ist, weiß das Dschungelcamp-Publikum inzwischen. Einem Schweizer Zuschauer ist das schon bei ihrem Auftritt im "Sommerhaus der Stars" aufgefallen: Er hat Elena beim Jugendamt angezeigt, weil sie eine schlechte Mutter sei, erzählte sie Sonja unter Tränen.
Auch Marco Cerullo landete bei Sonja Kirchberger auf der Couch: "Andere haben Angst vor Ratten oder Schlangen, ich habe Angst, mich zu verlieren", weinte er sich bei der Schauspielerin aus. Auch wenn er seinen "Druck, Druck, Druck" nicht länger ertragen könne, warnte ihn der blauäugige Kummerkasten davor, "sein natürliches Ich zu kastrieren."
"Es gibt ein laufendes Verfahren. Diesen Monat bekomme ich Bescheid. Ich weiß nicht, ob alles gut ist", machte sich Elena Sorgen um ihre Tochter. Das Jugendamt sei sogar bei ihr zu Hause gewesen, um zu überprüfen, ab alles kindgerecht sei.
Das Publikum war weniger sensibel: Während es am australischen Morgen aus Kübeln schüttete, spülte es Marco als ersten Kandidaten raus. Heulsusen kommen offenbar nicht an. Wann Marco aber seine Freundin und sein Handy wieder in die Arme schließen kann, steht noch nicht fest: Der Regen droht das Camp von der Außenwelt abzuschneiden.
Wegen der starken Regenfälle durften Sonja Zietlow und Daniel Hartwich nicht von der Hängebrücke aus moderieren. Auch zur Verkündung konnten sie nicht in das Camp, sondern übermittelten das Abstimmungsergebnis per Videoschalte in das Dschungeltelefon. Im schlimmsten Fall könnte das Dschungelcamp evakuiert werden.