Die traut sich was: Schwerer als Hanka Rackwitz hatte es wohl noch niemand im Dschungelcamp. Mit einer Menge Neurosen nimmt sie an der TV-Show teil. An diesen Ängsten leidet Hanka - und so geht sie mit ihnen um.

Mehr Infos und News zum Dschungelcamp 2017

Hanka Rackwitz (47), die Ex-TV-Maklerin, Ex-Big-Brother-Teilnehmerin und Halterin einiger gut vermarkteter Zwangsneurosen, stellt sich im Dschungelcamp gerade all ihren Ängsten auf einmal. Schon im "echten" Leben ist sie davon meistens überfordert, wie man in ihrem Buch "Ich tick nicht richtig – Mein Leben mit Zwängen, Ängsten und Macken" nachlesen kann.

Ein paar Hanka-"Besonderheiten"

Laut "Bild" hat Hanke ihren Waschzwang mittlerweile im Griff, berührt werden kann sie aber immer noch nicht. Wegen ihrer Angst vor Keimen habe sie auch seit Jahrzehnten keine Klobrille mehr berührt. Und auch bei der Unterwäsche wird es schwierig: Beim Anziehen dürfe sie keinesfalls mit ihrem Fuß an den Stoff anecken.

Außerdem trägt sie laut "Welt Online" ausschließlich Gummistiefel, weil sie die anziehen kann, ohne sie anfassen zu müssen. Hanka hänge - wie alle Menschen, die unter Zwangsneurosen leiden - in einer Gedankenschleife fest.

Das führe dazu, dass sich Gedanken (und damit verbundene Handlungen – Waschzwang) immer wieder wiederholen und der Betroffene praktisch in einem Loop stecken bleiben würde, erklärt das Online-Medium nach einem Treffen.

Bis sie sich schließlich "geoutet" hat, habe Hanka eine Menge Strategien entwickeln müssen, um etwa das alltägliche Händeschütteln möglichst unauffällig zu umgehen.

Die Angst vor dem Bösen

Sie fürchte sich zwar auch vor Keimen, der Großteil ihrer Angst sei allerdings irrational, analysiert der Artikel weiter. Es handle sich dabei um eine diffuse Angst vor dem "Unheil". Den Rest übernehme die Fantasie: Gegenstände, die auf den Boden (böse!) gefallen sind oder von Menschen mit unheimlicher Ausstrahlung (böse!) berührt wurden, seien tabu.

Der "Bild" erklärte sie einmal: "Wenn diese Leute dann auch noch was erzählen, das ich nicht nachvollziehen kann, dann kriege ich Angst vor diesen Menschen. Und dann ist zum Beispiel der Platz, wo die sitzen, für mich für immer tabu!" Im Camp gibt es offenbar jetzt schon nur noch wenige Orte, an denen sie sich gerne aufhält.

Hanka fühle sich ausgeschlossen und extrem "bescheuert", weil sie nicht beim Abwaschen helfen oder an der Gruppenumarmung teilnehmen kann, sagte sie im Dschungeltelefon.

Warum tut sie sich das Dschungelcamp an?

Am fünften Tag hatte sie wohl bereits einen ausgewachsenen Nervenzusammenbruch, der mit Bäume-Umarmen im Wald und einem therapeutischen Selbstgespräch am Dschungeltelefon endete. Da fragt man sich schon: Warum tut sie sich das überhaupt an?

Der Grund für ihre Dschungelteilnahme seien das Geld und ihre Neugier gewesen, wie sie "Bild" verriet. Es könne auch wichtig sein, dass sie sich ihren Ängsten stellt, als eine Art Konfrontationstherapie. Während die meisten Camper das in den Momenten der Dschungelprüfungen und in Vollkontakt mit Spinnen und anderem Ungeziefer tun, könnte es für Hanka eben der Vollkontakt mit den Silikon-Campern sein.

Irgendwie hat Hanka Rackwitz auch recht

Ein weiteres interessantes Detail aus dem Treffen zwischen Hanka und "Welt Online": Wenn Hanka verliebt ist, würden sich die Neurosen für einige Zeit zurückhalten. Und auch die Liebe zu ihren Katzen habe die Störung überwinden können: Mit ihnen schlafe sie zusammen im Bett, sie dürften ihr sogar das Gesicht ablecken.

Mehr zu Hanka Rackwitz im Dschungelcamp 2017

Wenn es Hanka wegen Machogehabe, Silikon-Körperteilen und aufgesetztem Lachen im Camp so schlecht geht, ist vielleicht ja wirklich etwas dran an der übersensiblen Hanka, die einfach das "Unheil" der Anderen ein bisschen deutlicher sieht ... (mia)   © top.de

Dschungelcamp 2017: So sah Kader Loth früher aus

Ohne Botox und gepimpte Brüste. So sah Kader Loth früher aus.