Blutiger Unfall bei "Ninja Warrior Germany": Kandidat turnt weiter!

Sie ackern, fliegen und kämpfen sogar bis aufs Blut. Am Ende aber gibt es in der dritten Vorrundenshow von "Ninja Warrior Germany" (RTL) "nur" fünf Athleten, die das "Parcours-Monster" bezwingen. Es schwächeln einige Favoriten, andere fallen - und einer verletzt sich schwer. Aber er macht weiter. © 1&1 Mail & Media/teleschau

Laura Wontorra, Jan Köppen (li.) und Frank Buschmann sind nie um einen Spruch verlegen. Einmal aber verschlägt es allen die Sprache: "Der blutet echt!", ringt Jan nach Worten.
Er, das ist Thomas Oppermann (31). Mit dem Kopf knallt er gegen das Schwungrad und trägt einen "open cut" davon. Blut rinnt ihm übers Gesicht. Aber deswegen aufgeben? Kommt nicht in Frage!
Ganz cool lässt sich der Athlet tackern und macht einfach weiter - scheidet aber am Sprungtuch aus. Dennoch: Er ist Sieger der Herzen!
Die "Heidl-Family" ist Stammgast bei "Ninja Warrior". Die Geschwister Jescher, Mercy und Menasse waren schon mehrmals dabei. "Man hat denen immer viel zugetraut, aber zum großen Wurf hat's noch nie gereicht", äußert Buschi seine Zweifel. "Bei denen sind die Nerven immer so 'ne Sache." Trotzdem, so Mercy: "Das als Familie zu erleben, ist das Größte überhaupt."
"Ich will das Erlebnis mit nach Hause nehmen", spricht Mercy (frisch verheiratete Frau von Trentini, 24). Aber kaum ist sie gestartet, da liegt sie schon im Wasser. Als Einzige (!) scheitert sie nach drei Metern am ersten Hindernis, dem Pfeilsprung. "Das war zu unkonzentriert", stellt Jan fest. Und Mercy? "Das war mein Alptraum!"
"Der kann mit seinem Körper umgehen", ist sich Buschi bei Manasse Heidl (26) sicher, trotz des schnellen Aus seiner Schwester. Der Ninja-Profi - seit Staffel zwei dabei - kämpft sich "Heide-typisch" (Buschi: "Die sind gallig, giftig und geben nie auf!") bis zum Klacker (Foto). Dann aber erkennt Buschi "Jetzt geht's dahin!" - und Manasse geht baden.
Jetzt liegt es an Jescher (27), die Familienehre zu retten. "Der ist keine aufgepumpte Wurst", diagnostiziert Buschi, "sondern in jeder Muskelgruppe unheimlich definiert". Mit "viel Schmalz und Power" kämpft sich Jescher durch den Parcours. "Boah, dieser Bizeps", schwärmt Jan, als Jescher als erster Athlet den Parcours als Finisher beendet.
Jekatharina Konanchuk trägt den Helden ("Conan") ja beinahe im Namen. "Das ist ne klare Anwärterin aufs Halbfinale", legt sich auch Buschi früh fest - und es sieht gut aus für die 39-jährige Lehrerin aus Berlin. "Sie hat nen guten Schwung" (Jan) - aber der reicht nur bis zur dritten Schwungfeder, dann geht's bergab. Reichte es fürs Halbfinale?
Nein! Denn da hat Astrid Sibon etwas dagegen! Die Schweizerin wird von allen nur noch "Krasstrid" genannt, seit ihr Jan diesen Kampfnamen 2019 verpasste. Und sie macht ihm alle Ehre. "Wahnsinn, das ist ein echter Powerriegel", schwärmt Buschi. Astrid kämpft sich bis zur Himmelsleiter. Das reicht fürs Halbfinale!
Arleen Schüßler (28) ist die "Leading Lady" der deutschen Ninja-Szene, letztes Jahr ging sie als "erste Last Woman Standing" Deutschlands in die NWG-Geschichte ein. Sie wird ihrer Favoritenrolle gerecht. Erst am Klacker verlassen sie die Kräfte. Aber für einen anmutigen Rückwärtssalto zum Abgang reicht es noch. Arleen bucht als beste Frau das Halbfinale.
"Das Schönste am Ninja-Sport ist, dass ich die Liebe meines Lebens fand", sagt Arleen. Gemeinsam mit Benedikt Sigmund (36) bildet sie das erste "Ninja-Couple" Deutschlands. "Haben die auch so einen leichten Konkurrenzkampf im Parcours?", fragt Jan. "Ja, natürlich", meint Buschi mit Nachdruck, "und das ist auch gut so!"
"Konzentrier dich!", gibt Arleen ihrer besseren Hälfte, Benedikt Sigmund (36), mit auf den Weg in den Parcours. Der 1,90-Meter-Hühne schwebt anfangs noch souverän durch den Parcours. Dann, am vierten Klacker, schmiert er jedoch ab. Er kommt zwei Klacker weiter als seine Arleen - und ebenfalls ins Halbfinale.
Silvio Grogg betreibt bereits sein halbes Leben lang Karate, also seit 30 Jahren - denn der Schweizer ist 60! Durchtrainiert dank seiner "geniale Ganzkörpersportart" hat er sich viel vorgenommen: Er will der Älteste auf der Welt werden, der den "Ninja Warrior"-Buzzer drückt. Den Rekord hält bisher ein 58-jähriger Amerikaner. Buschi feuert an: "Auf geht die wilde Fahrt!"
Oldie, but Goldie! Silvio Grogg (60) ist nur 1,65 Meter groß. Fehlende Reichweite macht er aber durch "Leichtigkeit und Fokussiertheit" (Buschi) wett. Der Schweizer bietet eine "überragende Leistung", ist schnell unterwegs - aber er erreicht sein Ziel, den Buzzer, nicht. An der zweiten Sprungfeder ist Schluss. Aber: "Ich komme 2021 wieder!"
Man mag's nicht glauben, aber Jeremy Smiths Haare reichen ihm bis zum Hintern, denn er (25) lässt sie seit 18 Jahren wachsen. Im Parcours trägt er sie hochgebunden, will erst "Rapunzel spielen" und die Haare runterlassen, wenn er den Parcours bezwungen hat, denn: "Der Parcours kann mein Feuer nicht löschen!" Kann er doch! Am Blocklauf 2.0 ist alles vorbei.
Sne Belayneh gibt an, "diszipliniert, freundlich und sportlich" zu sein. Buschi zu Jan: "Das genaue Gegenteil von dir!" Während die Moderatoren sich necken, schmiert der Student (22) an den Sprungfedern ab und landet spektakulär im Becken. Buschi fies zu Jan: "Mit dem Gesicht aufs Wasser geschlagen. Das sind so Dinge, die ich dir mal wünsche."
André Fischer (31) hat sich vor drei Jahren in den Ninja-Sport verliebt. Und sein Vorbild ist: Jan Köppen! Denn André war begeistert, als sich der Moderator bei "Ninja Warrior Spanien" sogar bis ins Halbfinale vorkämpfte. Das bleibt André leider versagt: Am Sprungtuch hüpft er ins Aus.
David Wolf (31) zeigt sich im Parcours konzentriert und ziemlich souverän. "Der hat ne Idee", lobt Buschi den Verkäufer aus Berlin. Am Klacker werden dann die Arme dick - Absturz! Reicht's fürs Halbfinale? "Abwarten", spricht Buschi, "am Ende werden die Schweine fett!" Wenig später die Erleichterung: Ninja-Neuling David hat's ins Halbfinale geschafft.
Leon Wismann war 13, als "Ninja Warrior Germany" auf Sendung ging. Seit drei Jahren bereitet er sich auf seinen Einsatz vor. Jetzt ist er endlich 18 und nach eigener Zielsetzung "alt genug, den Mount Midoriyama zu erklimmen". Das ehrgeizige "Küken" (Jan) zeigt eine "bockstarke" (Buschi) Leistung, bezwingt alle acht Hindernisse und flattert cool ins Halbfinale.
Fabian Ströbele (20) fährt seit 17 Jahren Motocross, ist topfit - aber einen Ninja-Parcours hat er noch nie von Nahem gesehen. "Die Technik fehlt", konstatiert Buschi tatsächlich, lobt aber die Power und dem Kampfgeist des "Newbies" (Neuling): "Chapeau, ist der gut!" Fabian schockt die Konkurrenz: Er finisht und zieht ins Finale am Power Tower!