XXL-Standuhr begeistert Horst Lichter und die "Bares für Rares"-Händler

"Ich hab schon viele Standuhren gesehen. Die hier find ich ausgesprochen schön!" Nicht nur Horst Lichter verliebte sich sofort in die riesige Uhr, die ein Verkäufer mitgebrachte, auch Detlev Kümmel und die "Bares für Rares"-Händler kamen schnell ins Schwärmen ...

Horst Lichter fühlte sich erschlagen: "Ganz ehrlich: Ich hab schon viele Standuhren gesehen. Die hier find ich ausgesprochen schön! Traumhaft!" Neben der Schönheit war jedoch vor allem die Größe nicht zu übersehen ...
"Wie hoch ist die, wenn die zusammengebaut ist?", fragte der "Bares für Rares"-Moderator staunend. Fabian Ellroth wusste es genau, schließlich stand das Erbstück bisher in seinem Haus: "2,80 Meter." Lichter war platt: "Mein lieber Herr Gesangsverein!"
"Altbau oder vergiss es!", lachte der Lehrer aus Kempten. Das voluminöse Nussbaumgehäuse sollte moderneren Möbeln Platz machen.
Detlev Kümmel gefiel vor allem die gute Qualität des Zeitmessers aus dem Hause Lorenz Furtwängler & Söhne: "Die waren bekannt dafür, dass sie wirklich hochwertigste Uhren gebaut haben, vom Kasten bis zum Uhrwerk." Die Standuhr könnte aus dem Jahr 1868 stammen, mutmaßte der Experte.
Die Schnitzereien am Holz waren Handarbeit. Auch das gegossene Zifferblatt, das kunstvoll versilbert und vergoldet worden war, beeindruckte den Experten. Doch Horst Lichter blickte suchend umher: "Mir fehlt irgendwas." Wo hatten sich Pendel und Pendelscheibe wohl versteckt?
Herr Ellroth gestand kleinlaut: "An dieser Stelle muss ich ehrlicherweise sagen, die hab ich zu Hause so gut verpackt vor meinen Kindern, dass ich sie vergessen hab mitzubringen." Sollte ein Verkauf zustande kommen, wollte er die Scheibe natürlich nachschicken.
Den Händlern gefiel die imposante Uhr auf Anhieb. Nur Daniel Meyer (l.) stutzte: "Aber das Wichtigste habt ihr Experten übersehen: das Pendel! Da muss ein richtig gutes Prunkpendel irgendwo sein." Der Verkäufer musste auch hier sein Missgeschick beichten.
Sein Glück waren die Erinnerungen, die in Daniel Meyer hochkamen: "Das war mein erster Besuch bei einem Sammler. Da stand ich vor so einer Uhr und war absolut beeindruckt. Das war das Beste, was ich je gesehen hatte an deutscher Handwerkskunst. Deswegen hab ich die jetzt gekauft." Und zwar für 2.400 Euro.
320 Euro gab es für eine Lochplatten-Spieluhr inklusive zehn Lochplatten aus der Zeit um 1900.
280 Euro erzielte eine Silberschale mit gut erhaltenem Glaseinsatz von Bruckmann & Söhne aus dem Jahr 1913.
Auf 300 Euro brachte es ein Bronze-Speerwerfer auf einem Marmorsockel von Franz Iffland, der Anfang der 1920er-Jahre hergestellt wurde.
85 Euro holte sich eine Blech-Autorennbahn Modell "Grand Prix 302" aus dem Hause Technofix aus den 1960er-Jahren.
Und 500 Euro war den Händlern eine goldene Brosche mit Edelsteinen aus den 1950er-Jahren in Form eines Blumenkorbes wert.