"Total verrückt": Große Verwirrung bei "Bares für Rares"

Dieses Gerät war eigentlich viel zu jung, um eine Antiquität zu sein. Warum durfte das in der Trödel-Show "Bares für Rares" dann verkauft werden? Noch dazu hatte Horst Lichter nicht die leiseste Ahnung, um was es sich bei der kuriosen Maschine handelte. Die Antworten liefert die Bildergalerie.

"Hammer-Teil!", war der Moderator angetan. "Das sieht total verrückt aus! Stylisch! Das ist für die Wohnung von jemandem, der alles an Verrücktheiten sammelt", lieferte er die Erklärung. "Automatensammler gibt's jede Menge."
Die Daseins-Berechtigung in der Show war also geklärt. Und trotzdem hatte Horst noch ein großes Problem mit dem ungewöhnlichen Objekt: "Ich bin die ganze Zeit am überlegen, was das ist?"
Die Aufschrift des Automaten verriet zwar einiges, aber so richtig blickte Horst noch immer nicht durch. Verwirrt fragte er nach: "Gewinne bis 100.000 Mark? Und das Geld kam da raus?"
"Man hat Ritsch-Ratsch-Lose gekauft, und da waren eventuell Gewinne dabei", klärte Stephanie Müller über die Funktion ihrer mitgebrachten Maschine auf. Das nachtblaue Ding war tatsächlich ein Losautomat.
Horst staunte immer mehr: "Wo hast du so 'nen Apparat her?" Also erzählte die BWL-Trainerin aus Köln weiter: "Das sollte verschrottet werden, nachdem die DM gegen Euro getauscht wurde. Dann hat mein Mann das gerettet."
Damit stand jedoch fest: Der Losautomat war aus den 90er-Jahren und damit nicht besonders alt. Der Experte Sven Deutschmanek sah das Gerät eher als Projekt für Bastler zum Umbauen: "Ich überlege, was man da heute reinmachen könnte?"
Eigentlich war das Teil nutzlos, aber witzig: "Da kann man sich nen Joke draus machen." Dafür hielt Sven 150 bis 200 Euro für einen angemessenen Preis.
Ähnliche Umbau-Gedanken hatten die Händler: "Ich könnte es als Lampe umfunktionieren", kam Wolfgang Pauritsch (Mitte) eine leuchtende Idee. "Auf jeden Fall sieht das Ding cool aus, egal, was der macht", war Walter Lehnertz (links) angefixt.
Und schon begann das Bieter-Duell. Stephanies Wunschpreis von 50 Euro war direkt mit Waldis Startgebot von 80 Euro übertroffen. Den Schätzpreis ließen die Händler ebenfalls schnell hinter sich.
Wolfgang wurde immer kreativer: "Man könnte sich da was einfallen lassen, ohne Geld einzuwerfen was rauszudrücken. Ein Foto vom 80-Euro-Waldi zum Beispiel." Waldi war überzeugt und kaufte den Automaten für 220 Euro.
Jetzt hatte er ebenfalls einen Gedankenblitz: "Da mach ich 'ne Parkuhr draus! Oder einen Gutscheinautomaten." Für Stephanie war die Losmaschine auf jeden Fall ein Glücksgriff: "Ich freue mich, dass ich die Maschine verkauft habe und mit 220 Euro nach Hause fahren kann."
Auch sonst musste am Montag bei "Bares für Rares" keiner der Verkäufer mit leeren Taschen heimgehen. Für ein wertvolles Armband mit hochkarätigen Jadesteinen aus Südostasien gab's sensationelle 1.700 Euro.
Für ein Gemälde von Fritz Grebe, das leider sehr restaurierungsbedürftig war, zahlten sie immerhin noch 200 Euro.
Und für eine Taschenuhr aus Gold vom namhaften Hersteller Union Glashütte ließen sie sich auf 1.450 Euro hochhandeln.