"Bares für Rares": Ölgemälde holt bei Horst Lichter das Siebenfache des Wunschpreises

Ein dicker Batzen Geld für die Goldene-Hochzeitskasse: Beim Verkauf eines alten Bildes machte ein Ehepaar einen ordentlichen Reibach ...

Das wussten Jacoba-Adriana und Jürgen Latsch jedoch noch nicht, als sie ohne große Preiserwartungen ins Pulheimer Walzwerk kamen: "Wir haben keine Ahnung über den Wert des Bildes."
Dr. Friederike Werner hingegen schon. "Das Bild ist von Henrik Nordenberg, einem schwedischen Maler", der einst in Deutschland Teil der Düsseldorfer Malerschule gewesen sei, referierte die Expertin. Und diese sei sehr bekannt!
Vermutlich stammte das Ölgemälde aus der Zeit zwischen 1900 und 1910. Werner schwärmte in den höchsten Tönen: "Der Zustand ist perfekt, die Malerei ist wunderbar!"
"So 300 müssten drin sein", äußerte das Verkäuferpaar seinen bescheidenen Wunschpreis. Die goldene Hochzeit stand bevor, da war das Geld gut investiert.
"Zwischen 1.100 und 1.500 Euro", korrigierte die Expertin die Summe weit nach oben. Ein Schock für das Paar! Zum Glück ein positiver.
Horst Lichter strahlte: "Ich würd sagen: Das is ne Sensation! Damit ihr den Schock schnell verarbeitet: Nix wie rüber zu den Händlern!"
"Da stimmt alles. Die Tiefe. Perfekt", sah Ludwig Hofmaier (stehend) sofort. Mit 500 Euro fingen die Händler an, damit war der Wunschpreis bereits mehr als erfüllt.
Wolfgang Pauritsch (r.) verliebte sich ebenfalls in das Gemälde: "Man kann nichts Negatives sagen über Ihr Bild." Mit 2.050 Euro war er am Ende der Höchstbietende und blätterte der fassungslosen Verkäuferin viele Scheine auf den Tisch.
Frau Latsch wedelte mit dem fetten Bündel Geldscheine und jubelte: "Toll!" Ihr Mann konnte den Geldsegen ebenfalls kaum glauben: "Das kommt unserer Goldhochzeitskasse sehr zugute."
Außerdem wurde ein kleiner Holzbecher aus der Lutherbuche von Bildhauer Carl Munkel aus den 1840er-Jahren für 350 Euro verkauft.
120 Euro und damit fast den doppelten Schätzpreis gab es für ein Pferdeschlittengeläut aus vernickeltem Messing von 1900.
500 Euro erzielten zwei antike Sévigné-Broschen aus Gold von 1830.
Ein Zahnbohrer aus den 1930er-Jahren von Weber & Hampel holte 200 Euro.
Und 310 Euro zahlten die Händler für ein Brillenetui aus Silber von nach 1968, das zwar nicht sehr alt, aber schön war.