"Bares für Rares": Box-Legende Muhammad Ali begeistert Horst Lichter

Bahnte sich da eine Sensation an? Horst Lichter bekam zwei Autogramme von Cassius Clay alias Muhammad Ali auf den "Bares für Rares"- Expertentisch. Echte Originale und obendrein auf eine ganz besondere Weise entstanden. Die ganze Geschichte der persönlichen Signaturen der Box-Legende zeigt die Bildergalerie …

Und schon schwelgten Horst und Volkmar Weber in Erinnerungen. "Früher sind wir nachts aufgestanden, wenn der geboxt hat", erzählte der Verkäufer aus Braunschweig. "Sogar mein Vater!", fügte Horst nostalgisch hinzu.
"Aber wie kommst du an Autogramme von Muhammad Ali?", hakte der Trödel-Moderator nach. Volkmar hatte nicht nur die zwei originalen Unterschriften der Box-Legende dabei, sondern auch eine geradezu unglaubliche Geschichte.
Volkmar begann zu erzählen: "Ich habe Fußball gespielt in einem kleinen Verein in Braunschweig." Ein ehemaliger Mitspieler war damals in die USA ausgewandert und lud seine Vereinskameraden zu sich ein. "Wir sind angekommen in New York, da hat ein Busunternehmen uns abgeholt."
Unterwegs sagte dann der Fahrer plötzlich: "Da ist das Trainings-Camp von Muhammad Ali, der bereitet sich gerade auf den Weltmeisterschaftskampf vor." Eine einmalige Gelegenheit für die jungen Sportler, den weltberühmten Schwergewichtschampion zu treffen. "Und so sind wir zu den Autogrammen gekommen."
Das war 1978. "Wie geil ist denn die Geschichte?", freute sich Horst Lichter über die spannende Entstehung der beiden signierten Fotos.
Bei so vielen persönlichen Informationen konnte Sven Deutschmanek kaum noch Expertenwissen anbringen: "Das sind Pressefotos gewesen, und die hat er dann halt signiert." Leider mit Muhammad Ali, nicht mit Cassius Clay, seinem richtigen Namen. Letzteres geschah seltener und wäre somit wertvoller gewesen.
Trotzdem hoffte Volkmar, 500 Euro für seine Boxer-Andenken zu kriegen. "Vielleicht ist das ein kleiner Knock-out für dich, aber 500 Euro ist unrealistisch", musste Sven ihm einen Wirkungstreffer verpassen. Möglich wären aber immerhin 200 bis 300 Euro.
Die Händler waren hingegen richtig begeistert. "Jaaa, Muhammad Ali!", erkannte Julian Schmitz-Avila (Mitte) gleich, welche Besonderheit er vor sich hatte.
Auch Esther Ollick schwärmte: "War schon ein guter Mann!" Doch wie viel sollte man für die zwei Autogramme bezahlen? Julian startete mit einem Gebot von 300 Euro in die Verhandlung - Schätzpreis direkt erreicht!
Sehr viel mehr Bares wurde es dann nicht mehr. 320 Euro zahlte Elke Velten-Tönnies: "Es gibt überall Sammler für Unterschriften. Ich hab meine Erfahrungen ganz gut damit gemacht." Volkmar war damit absolut zufrieden: "Ich werde mit einem guten Gefühl nach Hause fahren."
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