Bei diesen Silberobjekten sah die "Bares für Rares"-Expertin genau hin

"Unglaublich schön" fand Wendela Horz die "filigrane Arbeit aus Silber", die sie bei "Bares für Rares" vor sich auf dem Expertentisch liegen hatte. Bei den beiden Objekten lag der Teufel im Detail.

Horst Lichter freute sich in der Mittwochsausgabe der ZDF-Trödelshow "Bares für Rares" nicht nur über die reizenden Zwillingsschwestern, sondern bestaunte auch ihre seltenen Silber-Objekte. Es handelte sich um Strickhilfen von ihrem Opa. Er hatte sie ihnen als Finanzspritze für ihren Führerschein geschenkt. Doch erst mussten sie verkauft werden ...
Die Schwestern plauderten weiter und verglichen Opas Haus mit einem kleinen Museum. Da wurde Lichter neugierig: "Was sagt denn Oma dazu?" Die hatte wohl schon aufgegeben, erklärten die Mädchen und die Sammelleidenschaft von Opa akzeptiert. Die Zwillinge fanden die alten Objekte jedenfalls "richtig cool" und ihren Opa auch ...
Die Geschichte von Opas Museum hatte Lichter entzückt, doch Garnrollenhalter kannte er wirklich nicht. Dafür kannte sich seine Expertin Wendela Horz aus: "Es gibt ja viele Strick-Utensilien, aber diese hier sind besonders praktisch. Denn mit dem Wollknäuel in der Kugel verheddert sich die Wolle nicht und hängt mobil am Arm."
Damit war auch Lichter infiziert: "Wahnsinn! Wie innovativ!" Und Wendela Horz führte weiter aus: "Ich finde die filigrane Arbeit aus Silber unglaublich schön. Typisch für diese Arbeiten ist eigentlich der Produktionsort Schwäbisch Gmünd. Dort gab es einen ganz speziellen Stempel in Form eines Einhorns."
Horz hatte bereits einen Stempel entdeckt, der "vielleicht mit etwas Fantasie" nach einem Einhorn aussah. Mit Sicherheit bestimmen konnte sie aber das Alter: die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts. "Wow!" Horst Lichter konnte es kaum glauben. Bereits die Tatsache, dass es sich um echtes Silber handelte, hatte ihn sehr beeindruckt ...
Auch ohne hundertprozentig gesicherten Einhorn-Stempel war sich die Expertin sicher, dass es sich um Silber-Objekte aus der besagten Silberschmiede aus Schwäbisch Gmünd handelte. Aber was wären die Handwerksobjekte dann wert? Zuerst wollte Lichter aber den Wunschpreis der beiden Mädchen erfahren. Der lag bei 450 Euro.
Leider lag der Expertenpreis mit 200 Euro darunter. Um die Enttäuschung der Zwillinge etwas aufzufangen, brachte Horst Lichter einen Witz: Velleicht konnten sich die Zwillinge einen Führerschein teilen, um Kosten zu sparen? Die Expertin rügte Lichter sofort, die Mädchen auf dumme Gedanken zu bringen. War doch nur ein Scherz!
Dennoch wollten die Schwestern ihre Strick-Objekte verkaufen und begaben sich in den Händlerraum. Schmuckexpertin und Händlerin Lisa Nüdling war sofort begeistert: von den Objekten und den "doppelten Lottchen". Außerdem erkannte sie auch prompt die Funktion der Handarbeits-Objekte.
Nüdling machte zugleich auf den aktuellen Trend des Strickens aufmerksam. Denn "das ist so beruhigend, Stricken ist wie Meditation", erklärte sie enthusiastisch. Doch ihre Kollegen hatten andere Interessen: So suchte Wolfgang Pauritsch (links) mit Lupe eine Silberpunze. Und Christian Vechtel erinnerten die Stücke vielmehr an ostfriesischen Schmuck.
Walter Lehnertz fiel eine andere Assoziation ein: Die Garnrollenhalter waren in seinen Augen Glocken, die Ziegen bei ihm in der Eifel um den Hals trugen. Darüber konnten seine Kollegen nur herzlich lachen. Julian Schmitz-Avila fragte sogleich, ob dazu die Esel in der Eifel eine Schelle aus Gold um den Hals tragen würden.
Für die "bärenstarken" und "sehr interessanten" Objekte starteten Pauritsch und Schmitz-Avila das Bietergefecht mit 120 Euro. Doch Christian Vechtel erhöhte siegessicher und schnell auf 240 Euro. Selbst Lehnertz fand das Höchstgebot passend, denn "das kann man gut durch zwei teilen". Vechtel erhielt den Zuschlag und die Zwillinge waren glücklich.
Ebenfalls einen Abnehmer fand ein Blechspielzeug-Konvolut der Firma "Schuco" aus den 1950er bis 1980er Jahren. Händler Julian Schmitz-Avila war sogar bereit, 500 Euro zu geben, obwohl Experte Sven Deutschmanek das alte Spielzeug "nur" auf 400 Euro schätzte.
Ein Stand-Kruzifix von Ende des 19. Jahrhunderts schaffte es nicht in den Händlerraum. Die Verkäufer wünschten sich 5.000 Euro für das alte Kreuz, doch Experte Albert Maier taxierte das Kreuz nur auf 1.800 bis 2.000 Euro. Dafür gab es keine Händlerkarte.