Abgeräumt! Das sind die diesjährigen Grimme-Preisträger

Zum 56. Mal wird der Grimme-Preis verliehen. Neben den Serien "Der Pass" und "Skylines" werden auch "Prince Charming" sowie "Joko & Klaas live" geehrt. © 1&1 Mail & Media/spot on news

Im Wettbewerb "Fiktion" wird die Sky-Serie "Der Pass" mit Nicholas Ofczarek und Julia Jentsch in den Hauptrollen mit einem der begehrten Grimme-Preise ausgezeichnet. Neben der Krimi-Reihe werden zudem diese vier Produktionen in der Kategorie "Fiktion" geehrt…
Ein Grimme-Preis geht an den NDR/arte-Film "Hanne", in dem Schauspielerin Iris Berben die Hauptrolle spielt. Das Drama handelt von einer Pensionärin, die durch Zufall bei einem Routineeingriff erfährt, dass sie möglicherweise an Leukämie erkrankt ist.
Die Netflix-Produktion "Skylines" reiht sich ebenfalls in die Riege der diesjährigen Grimme-Preisträger ein. In dem Drama mit Edin Hasanović geht es um das fiktive Plattenlabel Skyline, das eine Verbindung zur organisierten Kriminalität hat.
Zu den Abräumern zählt auch die deutsch-französische Serien-Koproduktion "Eden". Die Grimme-Preis-Jury begründet die Auszeichnung so: "Autor Constantin Lieb (Foto) und Autor und Regisseur Dominik Moll sowie die Produzenten Felix von Boehm und Jan Krüger zeigen mit 'Eden' ein vielschichtiges Bild aus Hoffnung, Verzweiflung, Unsicherheit und der Gewissheit, dass es bloß Zufall ist, auf welcher Seite einer Grenze man geboren wurde."
Ebenfalls in der Kategorie "Fiktion" bedacht: "The Love Europe Project". Der Episodenfilm von Filmregisseur Sebastian Stern (Mitte) wurde im Kontext der Europawahl 2019 produziert.
Im Bereich "Information und Kultur" wird der Dokumentarfilm "Dark Eden" ausgezeichnet. Darin werden etwa Umweltverbrechen am Beispiel der kanadischen Ölgewinnung thematisiert.
Georg Restle (Foto) wird - ebenfalls im Wettbewerb "Information und Kultur" - für seine besondere journalistische Leistung im Bereich der Berichterstattung über Rechtsextremismus geehrt.
Auch der Dokumentarfilm "Die Unerhörten – Über den Landtagswahlkampf in der Prignitz" wird in der Kategorie "Information & Kultur" mit einem Grimme-Preis gewürdigt. Die Jury bezeichnet das Werk als "überregional relevant" und das Ende als "wunderbar gewählt".
Der Film "SeaWatch3" (NDR) hat es ebenfalls unter die Grimme-Preisträger geschafft. Für den Dokumentarfilm waren die Filmemacher Nadia Kailouli und Jonas Schreijäg 21 Tage lang an Bord des Flüchtlingsrettungsboots "Sea-Watch 3" - vom Auslaufen bis zur Verhaftung von Kapitänin Carola Rackete (Foto).
In der gleichen Kategorie wurde der Film "Wie 'Holocaust' ins Fernsehen kam" (WDR/NDR/SWR) ausgezeichnet. Darin wird gleichzeitig das Schicksal einer jüdischen Familie sowie die Hinwendung eines Deutschen zum Nationalsozialismus beleuchtet. Die Filmemacherin Alice Agneskirchner übernahm sowohl das Drehbuch als auch die Regie.
Auch das Dreamteam Joko Winterscheidt (Foto, r.) und Klaas Heufer-Umlauf konnte einen Grimme-Preis mit nach Hause nehmen. Mit der ProSieben-Produktion "Joko & Klaas live - 15 Minuten", in der sie 15 Minuten Sendezeit des Senders frei in Anspruch nehmen durften, wurden sie in der Kategorie "Unterhaltung" geehrt.
In der gleichen Kategorie konnte sich auch Moderator Kurt Krömer (Foto) über eine Auszeichnung freuen. In der Talkshow "Chez Krömer" (rbb) führte Michael Maier Regie und Friedrich Küppersbusch übernahm die Produktion.
Ebenfalls in der Sparte "Unterhaltung" wurde die Gay-Datingshow "Prince Charming" von TVNOW mit einem begehrten Grimme-Preis bedacht. Darin suchte Nicolas Puschmann (Foto, m.) 2019 nach seinem Traummann. Im Finale entschied er sich für den Podcaster Lars Tönsfeuerborn (3. v. r.).
In der Kategorie "Kinder & Jugend" wurde die Netflix-Serie "How To Sell Drugs Online (Fast)" ausgezeichnet. In der Serie geht es um den Schüler Moritz (Maximilian Mundt, Foto oben), der mit seinem besten Freund Lenny (Danilo Kamperidis, Foto unten) Europas größten Online-Drogenversand gründet, um seine große Liebe zurückzugewinnen.
Die Moderatoren Bürger Lars Dietrich (Foto, r.) und Marti Fischer wurden für ihre Leistung in der Musik-Comedy-Show "Leider laut" mit einem Preis in der Kategorie "Kinder & Jugend" belohnt. In der ZDF-Kindersendung geht es ausschließlich um Musik, Rhythmus und Geräusche.
Ebenfalls Gewinner in der Kategorie "Kinder & Jugend": Die ZDF/3sat-Doku "Ab 18! Die Tochter von...". Der Verdienst basiert unter anderem auf Joakim Demmer (Foto), der neben Verena Kuri und Chiara Minchio sowohl am Drehbuch mitgeschrieben hat als auch als Regisseur tätig war.
Der Publikumspreis der Marler Gruppe ging 2020 an den WDR-Film "Der König von Köln". Neben Ralf Husmann (Buch) und Richard Huber (Regie) wurde die schauspielerische Leistung von Rainer Bock (Foto, r.), Judith Engel und Joachim Król (Foto, l.) belohnt. Der Film handelt von einem Beamten, der zum Spielball reicher Menschen wird.