Komiker Karl Dall wird vorgeworfen, eine Schweizerin vergewaltigt zu haben. Dafür hat er sogar vier Tage in Untersuchungshaft gesessen. Doch der Komiker streitet ab, mit der Frau überhaupt Sex gehabt zu haben. Eine Tonbandaufnahme lässt an dieser Aussage jedoch Zweifel entstehen.

Eine Schweizer Journalistin beschuldigt Karl Dall, sie im September in einem Hotelzimmer in Zürich vergewaltigt zu haben. Zwei Monate nach dem Vorfall hatte sie Anzeige bei der Stadtpolizei Zürich erstattet. Kurze Zeit später ließ die 43-Jährige der Staatsanwaltschaft offenbar Tonaufnahmen aus der mutmaßlichen Tatnacht zukommen, berichtet die "Bild am Sonntag". Sie könnten den Komiker stark belasten.

Der 73-Jährige gibt zwar zu, mit der Schweizerin im selben Bett geschlafen zu haben, bestreitet jedoch bis heute, dass es zum Geschlechtsverkehr gekommen sei. In einer E-Mail an "Bild" und andere Medien schreibt die Frau, dass sie Dalls Version widerlegen könne und spielt dabei offenbar auf die Tondateien an.

Gegenüber der "BamS" beschreibt der Entertainer, was darauf zu hören sein soll: "Ich habe ihr vorgeschwärmt, dass sie eine wahnsinnige Granate im Bett sei, weil sie das so von mir hören wollte." Von erzwungenem Sex sei nicht die Rede gewesen. Es habe überhaupt keinen Sex gegeben, er habe ihr das "in meiner Übermüdung und Verzweiflung einfach so vorgeplappert", sagt Dall.

Er wusste eigenen Angaben zufolge nicht, dass während seines Gesprächs mit der Frau ein Tonband mitlaufen würde. Trotzdem könnte die Staatsanwaltschaft das Material gegen ihn verwenden. Sein mutmaßliches Opfer schreibt laut "BamS", sie wisse, wie schwer es sei, die Sachlage zu beweisen. Doch sie wolle weiterkämpfen. (sist)