Terence Hill wird 80: Schon lange kein Nobody mehr

Millionen Fans kennen und lieben Terence Hill als schlagkräftiges Leinwand-Duo mit Bud Spencer. Am 29. März feiert er 80. Geburtstag. Der Mann mit den strahlend blauen Augen kann auf eine lange Karriere zurückblicken. © spot on news

Als Terence Hill kennen und lieben ihn Millionen Fans. Am 29. März 1939 wird der Schauspieler in Venedig geboren, sein bürgerlicher Name lautet Mario Girotti. Seine Mutter ist Deutsche und er verbringt seine ersten Lebensjahre in Dresden. Bereits mit 15 Jahren besuchte er die Schauspielschule.
1951 steht Terence Hill zum ersten Mal vor der Kamera – damals noch unter seinem Geburtsnamen Mario Girotti. Es folgen zahlreiche Filme, darunter "Der Leopard" (1963) mit den bekannten Schauspielern Alain Delon und Burt Lancaster. In etlichen Karl-May-Verfilmungen, wie "Winnetou II" (1964), bekommt er es mit Pierre Brice zu tun.
In ungewohnter Aufmachung zeigt sich Terence Hill (Mitte) als Giselher im TV-Zweiteiler "Die Nibelungen". Danach wechselt er das Genre - hin zum Italowestern.
In "Gott vergibt… Django nie!" (1967) spielt Terence Hill zum ersten Mal die Hauptrolle neben Carlo Pedersoli, besser bekannt als Bud Spencer. Fortan verwenden die beiden ihre englischen Pseudonyme. Bereits 1959 waren sie beide in "Hannibal" zu sehen, allerdings nicht als Leinwand-Duo.
"Vier für ein Ave Maria" knüpft 1968 direkt an die Geschehnisse aus "Gott vergibt… Django nie!" an. Mit "Hügel der blutigen Stiefel" endet 1969 die Trilogie um Cat Stevens (Hill) und Hutch Bessy (Spencer).
"Die rechte und die linke Hand des Teufels" (1970) markiert schließlich den Auftakt der klassischen Spencer-Hill-Filme. Die Schauspieler stehen für zahlreiche Produktionen gemeinsam vor der Kamera.
Das Erfolgsrezept der Hill-Spencer-Filme beruht auf zwei Komponenten: flotte Sprüche und Prügeleien. Das stellen sie immer wieder eindrucksvoll unter Beweis, wie hier in "Zwei außer Rand und Band" (1977).
Terence Hill steht aber nicht nur an der Seite von Bud Spencer vor der Kamera. Als Nobody schlägt er sich alleine in "Mein Name ist Nobody" (1973) und "Nobody ist der Größte" (1975) durch.
In "Renegade" ist Terence Hill 1987 gemeinsam mit seinem Adoptivsohn Ross Hill (r.) zu sehen. Es ist nicht sein erster Auftritt an der Seite seines Adoptivvaters. Als Kind wirkt er 1983 auch in "Keiner haut wie Don Camillo" mit. 1990 stirbt Ross im Alter von nur 16 Jahren bei einem Autounfall.
In "Lucky Luke" (1991) ist Terence Hill ein Herz und eine Seele mit seinem weißen Vierbeiner, Jolly Jumper.
1994 feiern Terence Hill und Bud Spencer ihr Comeback als Leinwand-Duo. In "Die Troublemaker" stehen sie nach rund zehn Jahren Pause wieder gemeinsam vor der Kamera. Es ist zugleich auch ihre letzte Zusammenarbeit.
Von 2000 bis 2018 war Terence Hill in der italienischen Fernsehserie "Don Matteo" zu sehen. Er spielt die titelgebende Figur, Pfarrer Don Matteo Minelli-Boldrini, der Kriminalfälle löst. Aus elf Staffeln gibt es 245 Folgen.
Von 2011 bis 2015 spielt er in drei Staffeln von "Die Bergpolizei – Ganz nah am Himmel" die Figur Pietro Thiene, den Forstaufseher und Leiter der staatlichen Forstverwaltung, der zuweilen auch hoch zu Ross unterwegs ist.
2017 ist er in der Doku "Sie nannten ihn Spencer" zu sehen, die vom 2016 verstorbenen Bud Spencer handelt. Mit "Mein Name ist Somebody – Zwei Fäuste kehren zurück" feiert Terence Hill 2018 sein Kino-Comeback.
Seinen 80. Geburtstag am 29. März muss Terence Hill ohne seinen Leinwand-Kumpel Bud Spencer feiern, der am 27. Juni 2016 im Alter von 86 Jahren verstarb. Dafür werden ihn Ehefrau Lori, mit der er seit 1967 verheiratet ist, und Sohn Jess, der ebenfalls als Schauspieler arbeitet, sicher hochleben lassen.