Er war der Chart-Stürmer des vergangenen Jahres: mit "Stitches" landete der damals erst 16-jährige Shawn Mendes einen weltweiten Hit. Ein Jahr zuvor hatte ihn sein Manager Andrew Gertler auf der Social-Video-App Vine entdeckt, wo die Coverversionen des Kanadiers von Millionen Followern angeklickt wurden. Mendes bekam einen Vertrag mit dem Plattenlabel "Island Records" und schoss durch die Decke. Auf Taylor Swifts (26) letzter Tour begeisterte er als Opening-Act die Fans und avancierte zum neuen Teenie-Schwarm.

Doch wegen seiner samtigen Stimme und den einfühlsamen Songs hatte Shawn schnell mit Hatern im Netz zu kämpfen, die ihn wegen seiner angeblich "schwulen Vibes" anpöbelten. Nun bezog der Sänger höchstpersönlich Stellung zu den Spekulationen um seine Sexualität. Auf seinem Snapchat-Account lud er ein paar Videos hoch, in denen er seine Meinung dazu ziemlich deutlich macht.

"Zuerst einmal: Ich bin nicht schwul", stellte er klar. "Und zweitens sollte es keinen Unterschied machen, ob ich es bin oder nicht. Der Fokus sollte auf meiner Musik und nicht auf meiner Sexualität liegen! Ich weiß, dass 99 Prozent von Euch nichts mit diesen Vermutungen zu tun haben, doch das geht an die anderen ein Prozent: Ich möchte, dass ihr – bevor ihr jemanden danach bewertet, wie er spricht oder agiert – darüber nachdenkt, ob das nicht eigentlich völlig irrelevant ist. Jeder kann schließlich tun, fühlen und sein, was immer er will", so der 17-Jährige.

Er habe kein Problem damit, dass die Leute ihn als schwul bezeichnen, er habe allerdings ein Problem damit, dass die Leute schreiben, er sei schwul, als ob es etwas Schlechtes wäre. Deshalb wollte er unbedingt Stellung zu diesem Thema beziehen.

"Eigentlich sollten wir heute doch weiter sein. Also werdet endlich erwachsen!", gibt er noch mit auf den Weg. Hut ab vor so viel Rückgrat in diesem jungen Alter. Davon können sich viele eine Scheibe abschneiden. (dj)