Mathieu Carrière wird 70: Das sind seine bekanntesten Schauspielkollegen

Er spielte mit Brigitte Bardot, Romy Schneider, Claudia Cardinale: Am 2. August wird Mathieu Carrière 70. In fünf Jahrzehnten war der Schauspieler in über 200 Filmen zu sehen. Trotz mancher Kontroverse ist er einer der beliebtesten Darsteller der deutschen Filmszene. Zum Anlass zeigen wir seine berühmtesten Schauspielkollegen. © 1&1 Mail & Media/spot on news

Durch ihre Rolle in "Zwei himmlische Töchter" wurde Iris Berben 1978 einem breiteren Publikum bekannt. Danach flogen der gebürtigen Hamburgerin die Filmrollen nur so zu: Mit ihrer umfangreichen Filmografie gehört sie zu den bekanntesten und profiliertesten Schauspielerinnen Deutschlands.
Die gebürtige Rumänin Alexandra Maria Lara gab ihr Schauspieldebüt bereits mit elf Jahren. Mit 16 spielte sie die Hauptrolle in der ZDF-Serie "Mensch, Pia!". Seitdem war sie in zahlreichen namhaften Kino- und Fernsehproduktionen zu sehen. 2004 verkörperte sie ihre bekannteste Rolle: Hitlers Sekretärin Traudl Junge im Spielfilm "Der Untergang".
Mit zehn Jahren stand Karoline Herfurth erstmals vor der Kamera – für den ZDF-Fernsehfilm "Ferien jenseits des Mondes". Im Anschluss ergatterte sie zahlreiche Rollen in Kino- und Fernsehfilmen. Durch die Rolle des Mirabellenmädchens in Tom Tykwers Film "Das Parfum" (2006) erlangte sie auch international Aufmerksamkeit.
Ihre erste kleine Filmrolle landete Uschi Glas 1965 in "Der unheimliche Mönch", drei Jahre später gelang ihr als Barbara in "Zur Sache Schätzchen" der Durchbruch. In den späten Sechzigern und frühen Siebzigern spielte Glas in zahlreichen Kinoproduktionen mit, später dann in über 100 Fernsehfilmen und -serien. In den vergangenen Jahren schaffte sie es nochmal erfolgreich auf die große Kinoleinwand: In allen drei "Fack ju Göhte"-Teilen war sie als Lehrerin zu sehen. 2019 gewann sie den Bambi in der Kategorie "Ehrenpreis".
1957 wurde die damals 16 Jahre alte Senta Berger von Regisseur Willi Forst für ihre erste Rolle in "Die unentschuldigte Stunde" engagiert. 1962 übersiedelte sie nach Hollywood und spielte dort an der Seite der größten Filmstars der 60er Jahre. Nach ihrer Rückkehr nach Europa war sie zunächst vor allem in italienischen Produktionen zu sehen, 1985 feierte sie mit "Kir Royal" ihr Comeback im deutschsprachigen Raum und ist seitdem aus der deutschen Filmlandschaft nicht mehr wegzudenken.
Veronica Ferres begann ihre Karriere eigentlich am Theater, spielte später aber einige Rollen in Fernseh- und Kinofilmen. Der große Durchbruch gelang ihr 1996 mit der Hauptrolle im Kinofilm "Das Superweib". Seitdem ist sie jährlich in mehreren Filmen und Serien zu sehen – oft in der Rolle der "tapferen Mutter".
Nach einer mehrjährigen Laufbahn als Moderatorin spielte Heike Makatsch im Film "Männerpension" ihre erste Filmrolle, für die sie prompt mit dem Bayerischen Filmpreis als beste Nachwuchsdarstellerin ausgezeichnet wurde. Sie war in zahlreichen deutsch- sowie englischsprachigen Produktionen zu sehen, 2009 spielte sie in "Hilde" und 2019 in "Ich war noch niemals in New York" die Hauptrolle.
Bereits als Siebenjährige stand Maria Furtwängler zum ersten Mal vor der Kamera, von 1987 bis 1993 war sie in der Fernsehserie "Die glückliche Familie" zu sehen. 1996 promovierte sie und arbeitete danach einige Jahre als Ärztin, entschloss sich jedoch dazu, sich voll und ganz der Schauspielerei zu widmen. Seit 2002 ist sie vielen als "Tatort"-Kommissarin Charlotte Lindholm bekannt.
Katja Riemann begann ihre Karriere in den 1980er Jahren am Theater. 1987 war sie im sechsteiligen Fernsehspiel "Sommer in Lesmona" zu sehen, wofür sie den goldenen Adolf-Grimme-Preis erhielt – die erste von vielen Filmauszeichnungen, die die Schauspielerin erhielt. Seit den Neunzigern, und vor allem ab der Jahrtausendwende ist Riemann oft und gerngesehene Darstellerin in deutschen Fernseh- und Kinofilmen.
Der Durchbruch gelang Marie Bäumer in den Neunzigern mit der Komödie "Männerpension": Seitdem war die Schauspielerin in zahlreichen Bühnen- und Filmproduktionen zu sehen. Für ihre Darstellung der Romy Schneider in "3 Tage in Quiberon" wurde ihr 2018 der Deutsche Filmpreis als "Beste Hauptdarstellerin" verliehen.
Eine echte Legende: Mario Adorf ist einer der profiliertesten Darsteller auf der Bühne, im Kino und im TV. In über 50 Jahren seiner Karriere hat er in über 120 Filmen mitgespielt und wurde vielfach für seine Arbeit ausgezeichnet, unter anderem 2000 mit dem Bayerischen Filmpreis, 2012 mit der Goldenen Kamera und 2016 mit dem Bambi für sein Lebenswerk. 2019 kam die Dokumentation "Es hätte schlimmer kommen können" über Adorfs Leben in die Kinos.
Jan Josef Liefers wurde die Schauspielerei schon in die Kinderwiege gelegt – er stammt aus einer Theaterfamilie durch und durch. 1989 gab er sein Kinodebüt in "Die Besteigung des Chimborazo", nach mehreren kleineren Rollen gelang ihm dann 1996 mit "Rossini – oder die mörderische Frage, wer mit wem schlief" der Durchbruch. Liefers war in Filmen wie "Knockin' on Heaven's Door" und "Der Baader Meinhof Komplex" zu sehen. Seit 2002 spielt er den Professor Boerne im Münsteraner "Tatort". 2019 erhielt er den Bayerischen Fernsehpreis als "Bester Schauspieler".
Als Sohn zweier Schauspieler stand Moritz Bleibtreu schon als Kind vor der Kamera, in den 1990er Jahren spielte er einige große Fernsehrollen, entschied sich dann jedoch dazu, keine Fernsehfilme mehr zu drehen und sich stattdessen dem Kino zu widmen. Er war in Filmen wie "Knockin' on Heaven's Door", "Lola rennt", "Das Experiment" und "Der Baader Meinhof Komplex" zu sehen. 2015 spielte er mit "SCHULD nach Ferdinand von Schirach" nach 17 Jahren Pause erstmals wieder in einer TV-Produktion mit.
Noch während der Schulzeit stand Heino Ferch für das Musical "Can Can" auf der Bühne, Ende der 1980er Jahre wechselte er dann vom Theater zum Film - und das mit Erfolg. Aus Filmen wie "Lola rennt", Vincent will Meer" und "Der Baader Meinhof Komplex" und verschiedensten anderen Filmen und Serien ist er einem großen Publikum bekannt.
Nach mehreren kleinen Rollen machte Daniel Brühl sich durch seine Hauptrolle in "Good Bye, Lenin!" einen Namen. Seitdem spielte er in zahlreichen Filmen mit, auch auf der internationalen Bühne. In Quentin Tarantinos "Inglorious Basterds" spielte er den Fredrick Zoller, 2013 verkörperte er in "Rush – Alles für den Sieg" die Formel-1-Legende Niki Lauda. Für seine Hauptrolle in "The Alienist" war Bühl 2019 sogar für einen Golden Globe nominiert.
Als Darsteller in den Erotikfilmen der "Schulmädchen-Report"-Reihe begann Heiner Lauterbach Mitte der 1970er seine Kinokarriere. 1985 gelang ihm mit der Komödie "Männer" der große Durchbruch. Es folgten Rollen im "Tatort", "Rossini – oder die mörderische Frage, wer mit wem schlief" und "Der Verleger". 2019 spielte er in "Der Fall Collini" mit, im selben Jahr wurde ihm der Ehrenpreis des Bayerischen Filmpreises verliehen.
Für Jürgen Vogel war der Karrierestart eher wackelig: Er fand nur selten Engagements und arbeitete nebenbei in verschiedenen Jobs, zum Beispiel als Koch oder Paketausfahrer. 1992 gelang ihm dann mit dem Film "Kleine Haie" der Durchbruch. In den 1990ern war er vor allem in der Rolle des kleinbürgerlichen Delinquenten in verschiedenen Filmen zu sehen, später wurde das Repertoire etwas größer. Für seine Rolle in "Die Welle" war Vogel 2008 für den Europäischen Filmpreis nominiert.
Nach dem Schauspielstudium in New York gelang Benno Fürmann im Jahr 2000 in "Anatomie" der Durchbruch. Neben Heath Ledger feierte er 2003 in "Sin Eater – Die Seele des Bösen" sein Hollywood-Debüt. In den 2000er Jahren war Fürmann in zahlreichen Filmen zu sehen – von "Pünktchen und Anton" bis hin zum "Tatort".
1998 gelang August Diehl mit seiner Hauptrolle in "23 – Nichts ist so schwer wie es scheint" der Durchbruch – der Film war gleichzeitig sein erster und brachte ihm den Deutschen Filmpreis als "Bester Darsteller" ein. Es folgten zahlreiche Theaterrollen und Fernseh- und Kinofilme, wie "Was nützt die Liebe in Gedanken", "Inglorious Basterds", "Salt" und "Ein verborgenes Leben".
Bekannt wurde Uwe Ochsenknecht in den 1980ern durch die Filme "Das Boot" und "Männer". Danach war er in zahlreichen Filmen wie "Schtonk!", und "Fußball ist unser Leben" zu sehen, für letzteren erhielt er 2000 den Deutschen und den Bayerischen Filmpreis als "Bester Hauptdarsteller". Ochsenknecht spielt auch häufig in TV-Krimis wie dem "Tatort" und Familienfilmen wie "Die Wilden Kerle" oder "Ich war noch niemals in New York" mit.