Kate Bush ist Kult – so sehr, dass mittlerweile schon auf der ganzen Welt Flashmobs mit ihrem Ausdruckstanz aus den Achzigern zelebriert werden. Das hat bisher nur Michael Jackson geschafft.

Die "Running Up That Hill"-Sängerin feierte 2014 ein umjubeltes Comeback mit 22 Konzerten in der Veranstaltungshalle Hammersmith Apollo in London – genau der Ort, an dem sie 35 Jahre zuvor das letzte Mal auf der Bühne stand.

Dabei hätte die 57-Jährige ohne Probleme jede Arena der Welt vollkriegen können. Wollte sie aber nicht. Die Zeitungen sprachen vom "Comeback der Comebacks", die englische Presse traf vor lauter Hysterie und Schnappatmung schon nicht mehr die richtigen Buchstaben auf der Tastatur.

Doch Kate blieb cool. Sie wollte die Konzerte mit jeweils 5000 Gästen unbedingt im kleinen Rahmen halten. Bestand darauf, ihre feenhafte Stimme in intimer Atmosphäre und nicht in Stadien auferleben zu lassen – auch wenn ihr damit etliche Millionen flöten gingen. Natürlich waren die Karten in 15 Minuten ausverkauft. Die Fans, die eine ergattern konnten, sind ihr dafür sicher auf Ewig dankbar.

Eine von diesen glücklichen Fans ist übrigens Adele – die durch Kates Comeback sogar zu ihrem eigenen inspiriert wurde! Der "Sun" sagte sie: "Ich hatte irgendwo gelesen, dass Kates Sohn zu ihr gesagt hatte: 'Ich möchte jetzt auch mal erleben, warum dich alle lieben!'" – das hat mich sehr emotional gemacht. Nach ihrer Show hab ich mir gedacht 'Ich will nicht warten, bis mein Kind 16 ist. Ich will es ihm jetzt zeigen.'"

Letztendlich hat Kate ihr Comeback circa 1,7 Millionen Pfund eingebracht, wie ein Musik-Insider laut "Sun" schätzt – was ein Witz ist gegen das Geld, was sie hätte machen können. Zum Vergleich: Die britischen Stone Roses sind um einiges unbekannter und haben mit ihrem Comeback schon 16 Millionen Pfund gemacht.

Und wieviel Geld Adele nach ihrer nur vierjährigen Pause gescheffelt hat, davon wollen wir gar nicht erst anfangen! Große Geste jedenfalls von Miss Bush, was man nicht alles tut für die Fans. (Antonie Hänel)