Günther Jauch wird 64: "Wer wird Millionär?" machte ihn zum Publikumsliebling

Günther Jauch ist ein fester Bestandteil der deutschen Fernsehlandschaft. Mit "Wer wird Millionär?" wurde der Moderator, der am 13. Juli seinen 64. Geburtstag feiert, zum absoluten Zuschauermagneten. Sein Erfolgsweg von den Anfängen bis heute. © 1&1 Mail & Media/spot on news

Als ältestes von drei Kindern kam Günther Johannes Jauch am 13. Juli 1956 als Sohn des Journalisten Ernst-Alfred Jauch und dessen Frau Ursula in Münster zur Welt. Mit drei Jahren zog die Familie nach Berlin. Jauch verbrachte seine Ferien häufig auf dem familieneigenen Weingut. Nach dem Abitur begann der Westfale ein Jurastudium, brach es jedoch 1975 ab, als er an der Deutschen Journalistenschule (DJS) in München angenommen wurde.
Nach dem Abschluss an der DJS wurde Jauch Sportmoderator beim Hörfunk des Bayerischen Rundfunks. Ein Studium der Politik und Neueren Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München brach er nach knapp zwei Jahren ab, da ihm ein neuer arbeitsintensiver Job beim BR-Zeitfunk angeboten wurde. Das Foto zeigt ihn im Januar 1987 in seinem Büro.
1985 traf der Münsteraner zum ersten Mal auf seinen Kollegen Thomas Gottschalk, beide moderierten bis 1989 die "B3-Radioshow" - zu unterschiedlichen Zeiten - und stichelten regelmäßig gegeneinander. Das Foto zeigt Jauch und den späteren "Wetten, dass...?"-Moderator im Rahmen der Sendung "Die 2 im Zweiten" 1989 in Berlin.
Bereits 1982 hatte der Moderator den Sprung ins Fernsehen gewagt. Für den BR präsentierte er zum Beispiel "Live aus dem Alabama", im ZDF moderierte er "So ein Zoff!". 1986 war Grünen-Politiker Joschka Fischer (l.) in der Talkshow zu Gast (Foto). Außerdem folgte die Sendung "Na siehste!", die als Nachfolger von Thomas Gottschalks "Na sowas!" galt.
Seine Karriere als Sportmoderator setzte Jauch ab 1988 auch im ZDF fort - als Moderator von "das aktuelle sportstudio". Im Zweiten präsentierte er zudem bis 1996 den Jahresrückblick "Menschen" sowie eine 80er-Show mit Thomas Gottschalk. Das Foto zeigt Springreiter Paul Schockemöhle (l.) und Günther Jauch (r.) 1990 in "das aktuelle sportstudio".
Ab 1990 moderierte Günther Jauch auch für den Privatsender RTL und wurde einem breiten Publikum dank der Sendung "stern TV" bekannt, die er bis 2011 präsentierte. Zu einem Eklat kam es, als das Magazin gefälschte Beiträge des Journalisten Michael Born sendete - unter Günther Jauch als Chefredakteur. Das Foto zeigt ihn im Jahr 1998 im Kölner TV-Studio.
Auch für RTL arbeitete Jauch als Sport-Moderator. 1998 erhielt er gemeinsam mit Marcel Reif (r.) den Bayerischen Fernsehpreis, nachdem das Duo eine 76-minütige Spielverzögerung überbrückt hatte, die durch den Umsturz eines Tores verursacht worden war. Legendär ist Jauchs Satz: "Für alle Zuschauer, die jetzt erst eingeschaltet haben: Das erste Tor ist schon gefallen."
Zum absoluten Zuschauerliebling katapultierte sich Günther Jauch jedoch, als er 1999 die Moderation der RTL-Quiz-Show "Wer wird Millionär?" übernahm. 2005 landete er bei einer Wahl der beliebtesten Deutschen sogar auf Platz eins.
2006 erhielt das TV-Gesicht für die Moderation des Prominenten-Specials von "Wer wird Millionär?" gemeinsam mit Hape Kerkeling (r.), der als Horst Schlämmer aufgetreten war, den Deutschen Fernsehpreis in der Kategorie "Beste Unterhaltungssendung". Das Foto zeigt die beiden bei der Verleihung mit dem ehemaligen Sportreporter Dieter Kürten (m.).
Seinen Wurzeln im Sportfernsehen blieb der 1,93 Meter große Journalist weiterhin treu. So führte er unter anderem durch Skisprung-Übertragungen (hier bei der Vierschanzentournee 2004 mit Experte Dieter Thoma) und Spiele während der Fußballweltmeisterschaft 2006. Außerdem moderierte er immer wieder unterschiedliche Quiz-Sendungen, zum Beispiel "Der große IQ-Test".
Bei "5 gegen Jauch" musste Günther Jauch sich ab 2009 selbst herausfordern lassen. In einer abgewandelten Version der Sendung namens "Die 2 – Gottschalk & Jauch gegen alle" bekam er zwischen 2013 und 2017 erneut Unterstützung von seinem alten Freund Thomas Gottschalk. Gegner der beiden waren Studiokandidaten, das Publikum und die Zuschauer zu Hause. Seit 2018 komplettiert Barbara Schöneberger (l.) das Trio - die Show heißt nun "Denn sie wissen nicht, was passiert" (Foto).
Neben seiner Tätigkeit vor der Kamera ist Jauch seit knapp 20 Jahren auch Produzent. Die von ihm gegründete Firma i&u TV produzierte seine eigenen Sendungen "stern TV" und "Günther Jauch" (Foto). Mit letzterer wagte der Moderator 2011 den Einstieg ins Polit-Talkgeschäft und den Sprung zur ARD. Er moderierte die Sendung insgesamt vier Jahre lang, sie zog regelmäßig mehr als fünf Millionen Zuschauer vor die Bildschirme.
Sein Privatleben hält Günther Jauch weitestgehend aus der Öffentlichkeit heraus. 2006 heiratete er die Krankengymnastin Dorothea Sihler-Jauch, nachdem die beiden bereits seit 18 Jahren ein Paar gewesen waren. Das Foto zeigt sie beim Deutschen Fernsehpreis 2006.
Eine private Leidenschaft des nunmehr 64-Jährigen, der seit Beginn seiner Karriere große Teile seines Vermögens für wohltätige Zwecke spendet, ist der Weinanbau – mit dem er eine Familientradition fortsetzt. Sein Weingut von Othegraven steht seit 2003 unter Denkmalschutz, die Erzeugnisse des Anwesens werden seit 2018 beim Discounter Aldi angeboten. Das Foto zeigt Jauch und seine Frau auf der Mainzer Weinbörse im Jahr 2011.
Zuletzt war Jauch in der im Zuge der Corona-Pandemie produzierten Sendung "Die Quarantäne-WG – Willkommen Zuhause!" zu sehen. Außerdem stellte er sich für eine Kampagne des Bundesministeriums für Gesundheit zur Verfügung, die die Menschen dazu aufrief, zu Hause zu bleiben. Die Plakate waren unter anderem auf digitalen Bildschirmen in Essen zu sehen (Foto).