So wurde Gudrun Landgrebe zur erfolgreichen Schauspielerin

Gudrun Landgrebe wurde mit dem Film "Die flambierte Frau" einst über Nacht berühmt. Heute gehört sie zu den bekanntesten Schauspielerinnen Deutschlands. Am 20. Juni feiert Landgrebe ihren 70. Geburtstag. Wir blicken zurück auf ihre Karriere. © 1&1 Mail & Media/spot on news

Gudrun Landgrebe wurde 1950 in Göttingen geboren und wuchs in Bochum auf. Vor ihrer großen Film- und Fernsehkarriere lernte sie das Schauspiel-Handwerk an der Schauspielschule der Keller in Köln. In den 70er Jahren hatte Landgrebe nach ihrer Ausbildung mehrere Theater-Engagements, unter anderem in Bielefeld, Bruchsal, Hof, Detmold und Pforzheim.
Von 1977 bis 1981 spielte sie außerdem am Theater in Dortmund, bevor sie schließlich ihre erste Kino-Hauptrolle ergatterte. 1981 war sie in dem Film "Dabbel Trabbel" zu sehen. Zwei Jahre später kam dann der erste große Erfolg. Die Rolle der Edelhure Eva in "Die flambierte Frau" (Bild) von Robert van Ackeren machte Landgrebe über Nacht zum Star.
Die Rolle der Geliebten sollte Landgrebes Markenzeichen werden. So spielte sie diese Figur in weiteren Kinofilmen wie "Oberst Redl" (1985, Bild) und "Die Katze" (1988) sowie der TV-Serie "Heimat – Eine deutsche Chronik".
Im Kinofilm "Rossini – oder die mörderische Frage, wer mit wem schlief" (1997) mimte Landgrebe an der Seite von Jan Josef Liefers (l.) und Heiner Lauterbach (r.) die Rolle der Valerie, um die sich die Männer regelrecht streiten. Danach wurde es zunehmend ruhiger um Gudrun Landgrebe, obwohl sie bis heute vor allem als Fernsehschauspielerin aktiv ist.
Im TV wurde Landgrebe in den 90ern und Anfang der 2000er Jahre vor allem durch die Serien "Derrick" (Bild), "Die Cleveren" und "Der Alte" bekannt. In den 90er Jahren kehrte sie nebenberuflich auch wieder zu ihren Wurzeln zurück und spielte in Essen am Theater. In den Jahren danach stand sie außerdem in Berlin, Düsseldorf und Regensburg auf der Bühne.
Auch im Fernsehen war sie jedes Jahr mehrere Male zu sehen. So übernahm Landgrebe im Jahr 2000 in der ersten Folge "Vendetta" der erfolgreichen Fernsehserie "Donna Leon" eine der Haupt-Gastrollen. Auch in einigen "Tatort"-Folgen war Landgrebe mit von der Partie, unter anderem in "Tatort: Nach eigenen Gesetzen" (2000, Bild), "Tatort: Die Liebe und ihr Preis" (2003) sowie "Tatort: Unsterblich schön" (2010).
Weitere Fernsehfilme in den 2000er Jahren waren "Das Haus der Schwestern" (2002), "Alles Samba" (2003), "Eine Prinzessin zum Verlieben" (2005), "Von ganzem Herzen" (2009) und "Bermuda-Dreieck Nordsee" (2011). Das Bild zeigt Gudrun Landgrebe während der Berlinale 2009.
Zuletzt war die Schauspielerin in der achtteiligen Web- und TV-Serie "In bester Verfassung" zu sehen. Landgrebe spielt in der ZDF-Politsatire die Hauptrolle der Verfassungsschützerin Mechthild Dombrowski, die sich gegen eine Versetzung in eine größere Stadt wehren will und deshalb zusammen mit ihrem Kollegen Paul Horner (Uke Bosse) eine islamistische Terrorzelle erfindet.
Ihr Privatleben hat Gudrun Landgrebe stets aus der Öffentlichkeit herausgehalten. 1982 lernte sie den Arzt Ulrich von Nathusius bei den Dreharbeiten zur Fernsehserie "Heimat – Eine deutsche Chronik" (1984) kennen. Die beiden heirateten im Jahr 2001.