Wenn die Haarwäsche einen Tweet wert ist, muss es sich schon um ein besonderes Ereignis handeln. So geschehen bei Take-That-Sänger Gary Barlow.

Ex-Mädchenschwarm Gary Barlow (46) hat sich angeblich zum ersten Mal seit 14 Jahren wieder die Haare gewaschen – das hat er per Twitter bekanntgegeben. Der Schock im Internet sitzt tief.

Kurz zurückgerechnet: Wenn dieses Anti-Beauty-Geheimnis stimmt, und das legt der Hashtag #nojoke nahe, muss es um das Jahr 2003 gewesen sein, als Gary sich zum letzten Mal die Mähne mit Shampoo gereinigt hat. Interessanterweise klafft genau zu dieser Zeit auch eine "Lücke" in seinem Lebenslauf beziehungsweise Wikipedia-Eintrag: Take That hatten sich getrennt, seine Solo-Karriere kam damals an ihrem Tiefpunkt an, dafür war gerade seine erste Tochter geboren. Und wer braucht schon Shampoo, wenn er Kinder gegen Karriere eintauscht?

Vielleicht wollte er seine Tochter vor dem Schönheitswahn der Industrie bewahren, indem er ihr vorlebte, dass sie sich nicht von Produkten abhängig machen sollte. Vielleicht hatte er einfach keine Zeit oder Lust mehr auf die chemische Reinigung. Vielleicht hat er sich aber auch mit den – durchaus vorhandenen – Nachteilen des Haarewaschens beschäftigt.

Mega-Trendsetter Barlow?

Dann wäre er allerdings ein ziemlicher Trendsetter. Seit ein paar Jahren gibt es tatsächlich eine "Nopoo"-Bewegung im Internet, die sich unter Hashtags wie #nopoo oder #dirtyhairdontcare versammelt und zu der auch Schauspielerin Brie Larson (27) gehört.

Die These hinter dem Shampoo-Verzicht: Das Haar kommt ohne die aggressiven Inhaltsstoffe der Shampoos viel besser klar, es soll schöner aussehen, dicker werden, weniger Spliss-anfällig sein, langsamer fettig werden.

Warum genau jetzt?

Ob Barlow wirklich diesen Beauty-Gedanken im Hinterkopf (oder besser: auf dem Oberkopf) hatte, darf bezweifelt werden. Noch interessanter ist doch eigentlich die Frage: Warum und für welchen außergewöhnlichen Moment hat sich Barlow die Haare nach so langer Zeit nun doch wieder gewaschen? (mia)   © top.de