Christian Bale wird 45: Die Karriere von "Batman" in Bildern

Er spielte den "Amercian Psycho", jagte Drachen und bekämpfte als "Batman" einige der übelsten Comic-Verbrecher. Heute feiert Christian Bale seinen 45. Geburtstag. Wir blicken zurück auf die Karriere eines Schauspielers, der seinen Körper für seine Rollen zum Äußersten treibt.

Christian Bale zählt nicht nur zu den großen Charakterdarstellern in Hollywood, sondern ist auch bei Kritikern und Publikum beliebt. Am 30. Januar 2019 feiert der gebürtige Waliser seinen 45. Geburtstag. Wir blicken zurück auf einige der wichtigsten Momente in seiner Karriere.
Geboren wurde Bale am 30. Januar 1974 in Haverfordwest (Wales). Dieses Bild zeigt die Innenstadt des kleinen Orts. Seine Mutter stammt aus England, sein Vater aus Südafrika. Große Teile seiner Kindheit verbrachte Bale in England. In der Vergangenheit betonte er deshalb mehrfach, dass er zwar in Wales geboren worden, dennoch aber Engländer sei.
Zu Beginn seiner Karriere spielte Bale in verschiedenen Werbespots mit. Später übernahm er eine Rolle in dem TV-Film "Anastasia: The Mystery of Anna" und der Miniserie "Heart of the Country". 1987 durfte der damals 13-Jährige außerdem bei den Dreharbeiten zu "Mio, mein Mio" mit Schauspiellegende Christopher Lee zusammen arbeiten. Größere Bekanntheit erlangte er er allerdings erst, als er im selben Jahr die Hauptrolle in Steven Spielbergs "Das Reich der Sonne" spielte.
Darin verkörpert er den Jungen Jim, der während des zweiten Japanisch-Chinesischen Krieges von seinen Eltern getrennt und von den Japanern in Kriegsgefangenschaft genommen wird. Bale erntete für den Film viel Kritikerlob. So zeichnete ihn das "National Board of Review" für seine "herausragende Jugend-Darstellung" aus.
Zwischen 1987 und 1999 wirkte Bale in insgesamt 15 Filmen, wie "Swing Kids" oder "Velvet Goldmine", mit. Diese Aufnahme stammt aus "Ein Sommernachtstraum", basierend auf dem gleichnamigen Theaterstück von William Shakespeare.
2000 folgte dann "American Psycho". Darin spielt Bale den Investmentbanker Patrick Bateman, der sich Stück für Stück zum psychopatischen Mörder entwickelt. Der Film wurde bei seinem Erscheinen, aufgrund der darin gezeigten Gewalt, kontrovers diskutiert, generell aber wohlwollend aufgenommen.
Inzwischen gilt der Thriller als moderner Klassiker. Vor allem Bales Popularität steigerte sich durch "American Psycho" merklich. Kritiker hoben sein Spiel darin wiederholt lobend hervor. Auf die Rolle bereitete sich der Schauspieler unter anderem mit exzessivem Training vor. Eine Eigenheit, die er auch später mehrfach unter Beweis stellte.
Im selben Jahr heiratete Bale Sibi Blazic. Das Paar ist bis heute verheiratet und hat zwei gemeinsame Kinder.
"Die Herrschaft des Feuers" kam 2002 in die Kinos. Zusammen mit Matthew McConaughey geht Bale darin auf Drachen-Jagd, nachdem die Fabelwesen große Teile der Menschheit vernichtet haben. Trotz Blockbuster-Ambitionen erhielt der Film gemischte bis sehr schlechte Kritiken.
Auch der im selben Jahr veröffentlichte "Equilibrium" kam damals nicht besonders gut an. Darin verkörpert Bale einen Elitepolizisten, der in einer dystopischen Zukunft, in der die Bevölkerung ihre Gefühle mit Drogen unterdrücken muss, Widerstandskämpfer liquidiert und sich später selbst gegen das System auflehnt.
Bei einem Budget von geschätzt 20 Millionen Dollar spielte "Equilibrium" weltweit nur rund fünf Millionen ein. Aufgrund der spektakulär inszenierten Schusswechsel und Schwertkämpfe, fand der Film nach seinem Kinostart dennoch eine Fangemeinde.
Bales nächster Film erhielt hingegen überwiegend positive Kritiken. In "Der Maschinist" (2004) spielt der Schauspieler den unter Schlafmangel leidenden und stark abgemagert Trevor Reznik, der zunehmend an seinem Verstand zweifelt.
Der psychologische Thriller ist ein gutes Beispiel für Bales Kompromisslosigkeit was die Physik seiner Rollen angeht. Denn der Schauspieler ist dafür bekannt, seinen Körper für seine Darstellung extrem zu belasten. So nahm er für "Der Maschinist" rund 30 Kilogramm ab.
Durch seine Darstellung des "dunklen Ritters", aus der Comic-Schmiede "DC", wurde Bale endgültig weltberühmt. Der Film, der eine ernstere, realistischere und sozialkritischere Version des Superhelden zeigte, begeisterte Batman-Fans wie Kritiker gleichermaßen.
In Werner Herzogs "Rescue Dawn" (2006) spielt Bale, wie schon 1987, einen Kriegsgefangenen. In dem Film verkörpert er einen US-Piloten, der während des Vietnamkriegs über Laos abgeschossen und daraufhin gefoltert wird und versucht zu fliehen. Auch für diese Rolle hungerte Bale sich etliche Kilos vom Körper.
2006 wirkte Bale erneut in einem Film von Christopher Nolan (links) mit. In "Prestige – Meister der Magie" spielt er einen Zauberkünstler, der im London des 19. Jahrhunderts gegen einen Konkurrenten (Hugh Jackmann) um die Gunst des Publikums buhlt. Wie auch schon ihre erste Zusammenarbeit, kam auch "Prestige" gut an. Kritiker zeigten sich von dem psychologischen Thriller mit Mysterielementen beeindruckt.
Drei Jahre nach dem Erfolg von "Batman Begins" kam 2008 der Nachfolger "The Dark Knight" in die Kinos. Das Aufeinandertreffen zwischen der "Fledermaus" und dem "Joker" (Heath Ledger) wurde nicht nur zum Highlight des damaligen Kinojahres, sondern gilt auch heute als Meilenstein unter den Superheldenfilmen.
Bale selbst sorgte vor dem Start des Films allerdings für Negativ-Schlagzeilen. So wurde der Schauspieler während eines Werbetrips für "The Dark Knight" in London verhaftet. Zuvor soll er seine Mutter und eine seiner Schwestern in einem Hotel angegriffen haben. Die beiden erstatteten daraufhin eine Anzeige wegen Körperverletzung. Bale bestritt die Vorwürfe und die Polizei stellte die Ermittlungen später ein.
Trotz des Vorfalls festigte Bale mit "The Dark Knight" seinen Status als Hollywood-Superstar. Dementsprechend übernahm er im Anschluss eine weitere weltbekannte Rolle. In "Terminator: Die Erlösung" (2009) spielt er den Rebellenanführer John Conner, der gegen die tödlichen Roboter von "Skynet" kämpft. Anders als die Batman-Filme, viel der vierte Teil der Terminator-Reihe bei Kritikern und Zuschauern größtenteils durch.
Allerdings löste Bale bei den Dreharbeiten eine Kontroverse aus. So gelangten Tonaufnahmen vom Set an die Öffentlichkeit, in denen der Schauspieler Kameramann Shane Hurlbut wüst beschimpfte. Grund für Wutanfall: Bale fühlte sich durch Hurlbut in seiner Konzentration gestört, weil dieser während einer Szene in seinen Blickwinkel geraten war. Später entschuldigte sich der Schauspieler für sein Verhalten.