"Ketchup Song", "Macarena" und mehr: Das sind die größten Sommerhits aller Zeiten

Jeden Sommer gibt es diesen einen Song, der auch noch Jahre später an heiße Beats, warme Sonnenstrahlen und lange Sommernächte erinnert. Wir blicken auf die größten Sommerhits aller Zeiten zurück - Ohrwurm garantiert. © 1&1 Mail & Media/spot on news

"In the summertime when the weather is high …" lauten die Lyrics des umsatzstärksten Sommerhits aller Zeiten. 1970 dominierte die britische Band Mungo Jerry mit "In the Summertime" wochenlang die internationalen Charts. Der Song wurde zahlreiche Male gecovert, zuletzt 2010 von Originalinterpret Mungo Jerry zusammen mit Bluestone und MC Skibadee.
Die 70er waren DAS Jahrzehnt der schwedischen Gruppe ABBA. Viele Songs - zum Beispiel "Dancing Queen" - sind echte Sommer-Klassiker, die auch heute noch rauf und runter gehört werden. Ihr Lied "Honey, Honey" wurde mit seiner leichten und lockeren Melodie zum Sommerhit des Jahres 1974. Bis heute ist er einer der beliebtesten Pop-Hits aller Zeiten. Neuen Schwung verlieh ihm die Verfilmung des ABBA-Musicals "Mamma Mia".
Das Lied "You’re the One That I Want" von John Travolta und Olivia Newton-John aus dem Musical-Film "Grease" war im Sommer 1978 ein weltweiter Hit und hielt sich in mehreren Ländern wochenlang auf Platz eins der Charts – in Deutschland insgesamt 35 Wochen. Der Song ist nicht nur einer der erfolgreichsten Sommerhits, sondern mit laut "telegraph.co.uk" mehr als 15 Millionen verkauften Platten auch eine der meistverkauften Singles aller Zeiten.
"Sunshine Reggae" von dem dänischen Duo Laid Back erschien ursprünglich schon 1982, ein Jahr später entwickelte es sich dann nach längerer Anlaufzeit zum Sommerhit des Jahres 1983. Im selben Jahr feierte der nach dem Lied benannte Film "Sunshine Reggae auf Ibiza" von Franz Marischka Premiere, was nochmal zur Popularität des Songs beitrug.
Die Kriterien der GfK Entertainment, die den "Sommerhit des Jahres" wählt, lauten übrigens: "Eine eingängige Melodie, ist zum Tanzen geeignet, verbreitet Urlaubsstimmung, stand möglichst auf Platz eins der Charts, wurde durch kein Großevent bekannt, wird in Clubs rauf und runter gespielt und stammt von einem Künstler, der in den Jahren zuvor keine großen Charterfolge feiern konnte. Dazu kommen hohe Abrufe auf Musik-Streaming-Portalen und im Social Media Bereich."
Das deutsche Musikprojekt Beagle Music Ltd. produzierte in den 80ern eine Melodie für einen Langnese-Kino-Werbespot mit der Textzeile "Like ice in the sunshine, I’m melting away on a sunny day". Der Song kam so gut an, dass er 1986 als eigene Single rauskam und zum Sommerhit desselben Jahres wurde. In den 2000ern erlebte der Hit nochmal ein Comeback, als er erneut in einer Langnese-Werbung eingesetzt wurde. Zum Jubiläum des Kino-Werbespots nahm Heino (Foto) nochmal eine neue Version des 80er-Jahre-Hits auf.
"What I’m feeling, it's never been so easy, when I'm dreaming …": Ursprünglich ein Werbesong für Bacardi Rum, wurde Kate Yanais Song "Summer Dreaming (Bacardi Feeling)" vor allem in Europa so populär, dass die Sängerin ihn nochmal neu aufnahm. 1991 war das Lied dann der Sommerhit des Jahres und stand in Deutschland und Österreich mehrere Wochen auf Platz eins.
"When I dance they call me Macarena": Es gibt wohl kaum jemanden, der diesen Tanz nicht kann. Kein Wunder: Seit der Veröffentlichung 1993 gibt es gefühlt keine Sommer-Party, auf der dieser Hit nicht mindestens einmal am Abend zu hören ist. Den größten Erfolg feierte "Macarena" von Los del Rio 1996 und in den darauffolgenden Jahren. Der Song wurde zahlreiche Male gecovert, neu aufgelegt und in unterschiedliche Sprachen übersetzt.
Sonne, Strand und spanische Rhythmen: Diese Zutaten machen den Paradiso-Song "Bailando" aus. 1998 kreierte die Niederländerin Loona mit ihrer Cover-Version die Sommerhymne des Jahres und sorgte für jede Menge gute Laune und schwingende Hüften.
Auch dieser Song zieht auf jeder Party die Menschen auf die Tanzfläche: Ursprünglich wurde der Song "Mambo No. 5" als Instrumentalstück schon 1949 von Pérez Prado veröffentlicht – der deutsche Latin-Pop-Sänger Lou Bega machte ihn 1999 zur Sommerhymne schlechthin. Gemessen am Weltumsatz ist das Lied die erfolgreichste deutsche Popmusikproduktion.
Die spanische Girlgroup Las Ketchup landete 2002 mit ihrem Song "The Ketchup Song (Aserejé)" den Sommerhit des Jahres. Obwohl die Lyrics inhaltslos sind – es handelt sich um eine phonetische Umsetzung des Rap-Songs "Rapper's Delight" der Sugarhill Gang – können noch heute viele mitsingen. In vielen Ländern erreichte der Hit Platz eins – in Deutschland war er 32 Wochen in den Charts vertreten. Insgesamt wurde er 35 Mal mit Platin und in Frankreich sogar einmal mit Diamant ausgezeichnet.
Die rumänisch-moldauische Boygroup O-Zone dominierte im Sommer 2004 mit ihrem Eurodance-Hit "Dragostea Din Tei" die Hitparaden. In Deutschland belegte der Song 14 Wochen lang den ersten Platz der Single-Charts und war die erfolgreichste Single des Jahres. Obwohl der Text des Songs komplett auf Rumänisch ist, kann heute vermutlich noch jeder mitsingen, wenn die Zeile "Nu ma, nu ma iei" gespielt wird.
Die Reggae- und Dancehall-Band Culcha Candela stieg 2007 mit ihrem Song "Hamma!" direkt auf Platz eins der deutschen Charts ein und verteidigte diesen sechs Wochen lang – damit gelang ihnen nicht nur der größte Erfolg ihrer bisherigen Karriere, der Track bekam auch den Titel "Sommerhit des Jahres" zugesprochen.
Mit einem Mix aus Club-Sounds und Vintage-Beats gelang der australischen Band Yolanda Be Cool 2010 ein perfektes Remake des italienischen Liedes "Tu Vuò Fà L’Americano", das Sophia Loren in den 1950ern im Film "Es begann in Neapel" eingesungen hatte. "We No Speak Americano" erreichte in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Dänemark, den Niederlanden, Schweden und dem Vereinigten Königreich Platz eins der Charts, in Deutschland hielt es sich 40 Wochen in den Charts und wurde zum Sommerhit des Jahres gekürt.
"Wake Me Up" von Avicii und Aloe Blacc ist nicht nur DER Sommerhit des Jahres 2013, sondern auch die erste Single überhaupt, die in Deutschland mit einer Diamantenen Schallplatte für über eine Million verkaufte Exemplare ausgezeichnet wurde. Der Song, der laut dem inzwischen verstorbenen DJ als "Spaßprojekt" startete, verschaffte ihm internationale Bekanntheit und wurde den ganzen Sommer und noch Monate danach rauf und runter gespielt. In Aviciis schwedischer Heimat blieb der Hit 169 Wochen in den Charts.
2015 war DAS Jahr für den deutschen DJ Felix Jaehn: Zunächst gelang ihm mit "Cheerleader" ein Welterfolg, sein Remix des amerikanischen Funk-Songs "Ain’t Nobody" mit Unterstützung der britischen Popsängerin Jasmine Thompson wurde in Deutschland schließlich zum Sommerhit des Jahres gekürt und war der drittmeistgespielte Radiohit des gesamten Jahres.
Die franco-komorische Soulsängerin Imany sorgte gemeinsam mit dem russischen DJ-Duo Filatov & Karas und dem Song "Don’t Be So Shy" für den heißesten Sommerhit 2016.
Reggaeton-Beat, spanische Gitarren-Sounds, ein einprägsamer Text und eine tanzbare Melodie: Trotz seiner Veröffentlichung im Winter 2016 wurde der Latin-Hit "Despacito" des puerto-ricanischen Sängers Luis Fonsi zusammen mit Rapper Daddy Yankee 2017 zum Sommerhit des Jahres – das Musikvideo ist mit mehr als 6,8 Milliarden Aufrufen das bisher meistgesehene YouTube-Video.
Ursprünglich von italienischen Partisanen im Zweiten Weltkrieg weltbekannt gemacht, entwickelte sich "Bella Ciao" im 20. Jahrhundert zu einer Hymne der antifaschistischen, kommunistischen und sozialdemokratischen Bewegungen. Durch die spanische Netflix-Serie "Haus des Geldes" erhielt das mindestens 100 Jahre alte Lied 2018 wieder schlagartig Popularität. Der französische DJ Hugel remixte die Version von El Profesor und machte sie zum offiziellen Sommerhit des Jahres 2018.
Nicht nur der eingängige Beat und Text, sondern auch die hitzige Romanze zwischen den beiden Interpreten machte "Señorita" zum Sommerhit des Jahres 2019. Das Duett des Kanadiers Shawn Mendes und der kubanisch-amerikanischen Sängerin Camila Cabello wurde Ende Juni veröffentlicht und schoss in fast 50 Ländern weltweit sofort auf Platz eins der Charts.