Die schlechtesten Buchverfilmungen aller Zeiten

Bücher entführen den Leser mit in eine andere Welt. Buchverfilmungen schaffen diese Tiefe nur bedingt, können aber dennoch eine großartige Umsetzung der Geschichte sein. Doch diese Filme haben definitiv ihr Ziel vollkommen verfehlt. © spot on news

Doch den echten Fans war das egal. Und für die Mütter, die ihre Töchter ins Kino begleiten mussten, gab es ja dann auch noch Jacob, den Werwolf, gespielt von Teenieschwarm Taylor Lautner. Der war muskelbepackt und oft ziemlich leicht bekleidet. Das lag an der großen Hitze, die Werwölfe eben ausstrahlen.
"Die Bestimmung – Divergent" wurde mit Shailene Woodley in der Hauptrolle verfilmt. Grundlage waren die gleichnamigen Romane von Veronica Roth. Der Film stieß auf gemischte Kritiken. Zum einen waren viele Fans enttäuscht, dass die Charaktere zu stark verändert wurden, zum anderen hatte die Geschichte ab dem zweiten Teil kaum noch etwas mit der Buchreihe zu tun. Der vierte Teil wurde somit erst gar nicht mehr gedreht. Angeblich hatte Woodley einfach ihre Verträge nicht verlängert…
Nicholas Sparks ist bekannt für seine großartigen Liebesromane, die sich weltweit millionenfach verkaufen und bereits in 45 Sprachen übersetzt wurden. Auch sein Roman "Safe Haven" drückte beim Leser ordentlich auf die Tränendrüse. Die Verfilmung mit Josh Duhamel und Julianne Hough auch – allerdings aus anderen Gründen. Der eigentlich sehr spannende Stoff konnte auf der Leinwand nicht überzeugen, die wenigen Thriller-Elemente versanken zwischen zu viel seichter Romantik und das Ende passte mit dem Auftauchen der verstorbenen Ehefrau dann absolut nicht mehr zum Gesamtkonzept.
Eigentlich gibt es ganze sechs Bücher zur Vampire-Academy-Reihe von Autorin Richelle Mead. Doch die Verfilmung zum ersten Roman "Blutsschwestern" war so gravierend schlecht, dass es nur bei einem einzigen Teil blieb.
Mit Lily Collins (Mitte) hätte die Verfilmung von "Die Chroniken der Unterwelt – City of Bones" eigentlich ein echter Erfolg werden können. Doch die Romanverfilmung, basierend auf den Büchern von Cassandra Clare, wurde ein Reinfall. Viele Handlungsstränge aus dem Buch wurden ausgelassen, Dinge hinzugefügt und am Ende waren Fans der Bücher mehr als unzufrieden. Die Einspielergebnisse blieben so weit hinter den Erwartungen zurück, dass der zunächst geplante zweite Teil abgesagt wurde.
Der Science-Fiction-Film "Hüter der Erinnerung – The Giver" basiert auf dem gleichnamigen Roman von Lois Lowry. Doch trotz Hollywood-Besetzung mit Meryl Streep und Taylor Swift, konnte die Geschichte um den jungen Jonas (Brenton Thwaites, Bild) nicht überzeugen. Manohla Dargis von der New York Times beschrieb den Film als "entnervendes Gemisch aus dystopischem Grusel, schwammiger Religiosität und reklameartigem Pathos".
Ganze drei Teile gibt es zu der "Maze Runner"-Serie. Alle drei Filme entstanden nach der Trilogie von Autor James Dashner. Die Verfilmungen stießen auf ganz gemischte Kritiken. Dennoch sind sich die meisten Fans der Bücher einig: Hier blickt keiner mehr durch. Die Story der Filme holpert an vielen Stellen und die Frage "Wofür ist dieses Experiment denn überhaupt gedacht?" stellt sich immer wieder. Außerdem gibt es wie so oft zahlreiche Veränderungen von Buch zu Film.
Viel zu viele Klischees, eine langweilige Story und ein emotionsloser Hauptdarsteller. So beschreiben viele Kritiker den Film "Ich bin Nummer Vier". Die Verfilmung nach dem gleichnamigen Buch von Pittacus Lore (Ein Pseudonym der beiden Schriftsteller James Frey und Jobie Hughes) handelt von Nummer Vier, einem Alien, das auf die Erde geschickt wurde. Gespielt wird das von Alex Pettyfer, der laut Vorwurf null Charisma haben soll. Er schien sich, ganz ähnlich seiner Rolle, zu fragen, wie er denn überhaupt an dieses Filmset gekommen ist.
Cornelia Funke gehört definitiv zu den erfolgreichsten deutschen Autorinnen der heutigen Zeit. Ihre Tintenwelt-Trilogie wurde zum internationalen Bestseller und konnte weltweit mehrere Preise gewinnen. Bei so viel Erfolg stand auch schon bald Hollywood vor der Tür und bat um die Filmrechte.
Doch die Verfilmung mit Brendan Fraser in der Hauptrolle fiel beim Publikum durch. Zu schwierig war es, der Magie und Fantasie des Buches auch auf der Leinwand gerecht zu werden. Auch das Ende wurde vollständig verändert. Funke, die am Film entscheidend mitgearbeitet hatte, sieht den Film allerdings nicht als direkte Umsetzung ihres Textes in eine bildliche Darstellung. Somit sei es nicht gewollt gewesen, die Tiefe des Textes im Bild wiederzugeben. Die Fans fanden das wenig tröstlich.
Die Verfilmung von "Eragon" von Christopher Paolini gilt als eine der schlechtesten Buchverfilmungen, die es jemals gab. Die Spannung und das passende Timing fehlen im Film komplett, die Geschichte wurde vollständig verdreht. Figuren überleben, die im Buch sterben und umgekehrt, zentrale Personen werden nicht aufgegriffen und am Ende war es unmöglich, einen zweiten Teil zu drehen. Viele Fans fordern seit Jahren eine korrekte Neuverfilmung, sodass eine Fortsetzung des 700 Seiten dicken Buches endlich möglich ist.