Das machen die Stars aus "Mädchen, Mädchen" heute

Die Teenie-Komödie, die die amüsante Suche von drei jungen Frauen nach sexueller Erfüllung behandelt, entpuppte sich 2001 als Überraschungserfolg. Für die Hauptdarstellerinnen Karoline Herfurth, Diana Amft und Felicitas Woll bedeutete der Streifen den Anfang einer großen Karriere. © 1&1 Mail & Media/spot on news

Für Felicitas Woll war "Mädchen, Mädchen" der erste Kinofilm – und er sollte gleich ihren großen Durchbruch bedeuten. Nach den Dreharbeiten, für die sie in die Rolle der experimentierfreudigen Victoria geschlüpft war, zog die gebürtige Hessin nach Berlin. Dort übernahm sie in der mehrfach ausgezeichneten Kult-Serie "Berlin, Berlin" (2002-2005) die Hauptfigur Lolle.
Für "Berlin, Berlin" bekam Woll unter anderem den Grimme-Preis. Im ZDF-Dreiteiler "Dresden" (2005) verkörperte sie eine Krankenschwester, in "Liebe Mauer" (2009) eine Studentin, die sich in einen Grenzsoldaten verliebt, und seit 2013 mimt sie in "Der Taunuskrimi" die Kommissarin Pia Sander. Woll ist Mutter von zwei Kindern und lebt in Nordhessen.
Diana Amft verkörperte in "Mädchen, Mädchen" die etwas tollpatschige Inken. Ihre Suche nach dem jungen Mann, der ihr endlich einen Höhepunkt beschert, bildet auch das Zentrum der Film-Story. Ihre heitere "Orgasmus-Odyssee" sorgte nicht nur für jede Menge Lacher, sondern auch für eine bemerkenswerte Karriere.
Auch Amft schaffte es in den vielprämierten Serien-Himmel: Von 2008 bis 2011 spielte sie in "Doctor's Diary" die Hauptrolle der Dr. Margarete 'Gretchen' Haase. Für die Produktion "Mädchen, Mädchen 2" (2004) stand sie ein weiteres Mal vor der Kamera und steuerte für den Soundtrack zudem den Titel "Funky Freakshow" bei. Weitere wichtige Filme: "Im weißen Rössl – wehe Du singst" (2013) und "Der Junge muss an die frische Luft" (2018). Amft ist verheiratet und Mutter.
Auch für Karoline Herfurth sollte ihre "Mädchen, Mädchen"-Rolle der rothaarigen Lena der Beginn einer Mega-Karriere sein. Einige Jahre später erreichte sie durch ihre sinnliche Darstellung des Mirabellenmädchens in Tom Tykwers "Das Parfum" (2006) internationale Bekanntheit.
Legendär war ebenso ihre Hauptrolle als Referendarin und zukünftige Lehrerin in der "Fack ju Göhte"-Trilogie an der Seite von Elyas M'Barek. Mit dem Kinofilm "SMS für dich" (2016) bewies Herfurth, dass sie es auch als Regisseurin drauf hat. Ihren Trophäenschrank zieren unter anderem ein Grimme-Preis sowie Der Bayerische Filmpreis und der Jupiter Award. Die Schauspielerin lebt heute in Berlin und hat zwei Kinder.
Als Lenas Liebster durfte Andreas Christ alias Nick jede Menge süßer Filmküsse mit Herfurth austauschen. Danach folgten noch einige weitere Hauptrollen wie in "Hand in Hand" (2001) oder "REC" (2002).
Nach Abschluss der Schauspielschule konzentrierte sich Christ vor allem aufs Theater. Er begann ein festes Engagement am Berliner Ensemble mit Gastauftritten unter anderem am Deutschen Theater Berlin oder am Residenztheater München. Heute lebt Christ in seiner Wahlheimat Hamburg und ist nebenbei als Musiker tätig.
Die Rolle des Schnuckelchens Flin übernahm Max Riemelt. Dass er weit mehr auf dem Kasten hat, als nur niedlich zu sein, stellte er 2005 mit "Napola" unter Beweis. Für seine Rolle des Arbeitersohns Friedrich Weimer wurde er auf der Berlinale zum Shooting Star des europäischen Films gekürt.
Riemelt entwickelte sich zum Charakterdarsteller und bekam jede Menge Preise. Er spielte in "Der Rote Kakadu" (2006), "Die Welle" (2008) und der Serie "Im Angesicht des Verbrechens" (2010) mit. Als einziger deutscher Darsteller spielte Riemelt von 2015 bis 2018 zudem eine durchgehende Hauptrolle in der Netflix-Produktion "Sense8" (Foto). Er ist Vater einer Tochter und lebt in Berlin.
Jasmin Gerat alias Lucy (li.) tauchte erst in der Fortsetzung "Mädchen, Mädchen 2" auf, in der sie eine Psychologie-Studentin mimt, die mit den anderen Girls eine neue Wohnung bezieht. Nach dem Film beschloss Gerat, die zuvor als Moderatorin für Bravo TV und als Model tätig war, sich ganz auf die Schauspielerei zu konzentrieren.
Mit Erfolg: Von 2005 bis 2007 verkörperte Gerat die Kommissarin Jale Beck in der ZDF-Serie "SOKO Köln", in der sie ihre halbtürkische Herkunft bewusst zum Thema machte. Und auch Til Schweiger fand an ihr als Schauspielerin Gefallen. In den Streifen "Kokowääh" (2011) und "Kokowääh 2" (2013) erhielt sie jeweils eine der Hauptrollen und verkörperte seine schöne Modelfreundin.
Sebastian Ströbel ist ebenfalls erst im zweiten Teil der Komödie zu sehen und verdreht als Schönling Sebastian Neuzugang Lucy gehörig den Kopf. Mit seinen blauen Augen ist der Schauspieler natürlich wie gemacht für romantische Komödien, sodass er anschließend vor allem in leichtfüßigen Liebesfilmen wie "Wenn Liebe doch so einfach wär'" (2007) oder "Unter Frauen" (2012) Hauptrollen ergatterte.
Seit Juli 2010 ist Ströbel das Werbegesicht des Versicherungskonzerns Ergo. Regelmäßig auf dem TV-Bildschirm ist er in der ZDF-Bergserie "Die Bergretter" zu sehen, in der er seit 2014 die Rolle des Bergwachtleiters Markus Kofler übernimmt.