Über 20 Jahre lang ermittelte Schauspielerin Ulrike Kriener im ZDF als "Kommissarin Lucas" – jetzt steht ihr Abschied in der Krimireihe bevor. Im Interview hat die Schauspielerin über die Entscheidung gesprochen.

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Nach zwei letzten Episoden ist für Fernsehkommissarin Ellen Lucas Schluss – und damit auch für die Reihe selbst. Das gab das ZDF am Dienstagnachmittag auf Anfrage bekannt: "Die Reihe "Kommissarin Lucas" endet mit der Ausstrahlung der letzten beiden Folgen im Herbst 2023." Über die Personalie hatte der "Münchner Merkur" zuvor berichtet.

Ulrike Kriener: "Es war ein riesiges Geschenk"

"Ich wollte immer zurückschauen und sagen können: Das hast du gut gemacht. Das war eine tolle Zeit in deinem Leben", sagte Kriener am Dienstag im Interview mit dem "Münchner Merkur" bei der ZDF-Orange Hour am Rande des Münchner Filmfests.

Über ihre Rolle sagte die 68-Jährige nach über 30 Einsätzen: "Ich liebe sie! Es war ein riesiges Geschenk, diesen rauen Charakter über die Jahre weiterzuentwickeln, immer feiner zu differenzieren. Ich kenne keine Figur so gut wie sie. Und am Ende hatte ich das Gefühl, du kannst mich nackt auf den Marienplatz stellen – mit oder ohne Waffe – und ich kann die Lucas spielen."

"Kommissarin Lucas": kein Heldentod zum Abschied

Mit Blick auf die letzten Einsätze schloss Kriener ein bei TV-Kommissaren sonst beliebtes Ausstiegsszenario für sich aus: "Ich wollte auf gar keinen Fall erschossen werden." Das sei ihr auch glücklicherweise erspart worden. "Ich finde es unwürdig, wenn man vorher immer von "den starken Frauen" spricht, und dann sollen die am Ende so einen blöden Heldentod sterben und blutend und wimmernd in den Armen ihrer Assistenten verenden? Nein, wenn man stark anfängt, sollte man auch stark aufhören. Und ich glaube, das ist uns gelungen."

Die Reihe "Kommissarin Lucas", die viele Jahre in Regensburg und zuletzt etwa auch in Nürnberg gedreht wurde, zählt zu den Quotenhits des ZDF. Regelmäßig schalten mehr als 5,5 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer die Fälle ein. (dpa/vit)

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