Jordaniens Kronprinz Hussein bin Abdullah II. will an diesem Donnerstag seine Verlobte Radschwa Al Saif heiraten. Zu der glamourösen Hochzeit in der Hauptstadt Amman werden auch hochrangige Politiker, Royals aus den Königshäusern Europas sowie die amerikanische First Lady Jill Biden erwartet.

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Das Königshaus ließ den Tag zum Nationalfeiertag erklären, damit alle Menschen im Land an den zahlreichen Feierlichkeiten anlässlich der Trauung teilnehmen können. Nach Angaben des jordanischen Kulturministeriums beginnt die etwa anderthalbstündige offizielle Zeremonie um 16 Uhr (MESZ).

Das Paar hatte seine Verlobung im August vergangenen Jahres bekanntgegeben. Der 28-jährige Hussein ist der älteste Sohn des Königs Abdullah II. (61) und seiner Frau Rania (52). Im Jahr 2009 ernannte ihn sein Vater zum Kronprinzen, nachdem König Abdullah II. mehrere Jahre zuvor seinem jüngeren Halbbruder, Prinz Hamsa, den Titel entzogen hatte. Das Amt blieb in der Zwischenzeit unbesetzt.

Hussein heiratet Radschwa im Zahran-Palast

Vor zwei Jahren vereitelte die Königsfamilie eigenen Angaben zufolge ein Komplott gegen den seit 1999 amtierenden Abdullah II., das vom früheren Thronfolger Prinz Hamsa ausgegangen sein soll. Der heute 43-Jährige wurde daraufhin unter Hausarrest gestellt. Nach der Fehde, die den Hof schwer erschütterte, will das Königshaus mit der Heirat des Kronprinzen nun auch ein Zeichen der Stabilität setzen.

Seine Verlobte habe er dank eines alten Schulfreundes kennengelernt, ließ der 28 Jahre alte Hussein, der Hauptmann der jordanischen Armee ist, kürzlich verlauten. "Ich schätze mich glücklich, denn jemanden wie Radschwa trifft man nicht jeden Tag." Die 29 Jahre alte Architektin stammt aus Saudi-Arabien und ist eine Verwandte des dortigen Königshauses. Bei der Hochzeit wird arabischen Medienberichten zufolge auch der Kronprinz und faktische Herrscher des einflussreichen Golfstaats, Mohammed bin Salman, anwesend sein.

Hussein heiratet Radschwa im Zahran-Palast, wo sich vor 30 Jahren bereits seine Eltern das Jawort gegeben haben.

Der in Jordanien beliebte Kronprinz, der in den USA Geschichte studiert hat, tritt seit einigen Jahren vermehrt öffentlich in Erscheinung und begleitet seinen Vater etwa bei offiziellen Terminen. Jordanien ist ein Verbündeter der USA und gilt im Vergleich zu vielen seiner Nachbarstaaten der Region als relativ stabil und sicher.

Britische Boulevardmedien spekulierten, auch der britische Thronfolger Prinz William (40) und seine Frau, Prinzessin Kate (41), könnten sich bei der Feier blicken lassen. Die Beziehungen zum jordanischen Königshaus gelten als eng. König Abdullah und Königin Rania kamen auch zur Beisetzung von Queen Elizabeth II. sowie zur Krönung von König Charles III. (74) nach London. Der Palast war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. (dpa/pak)

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