Der umstrittene Film "Diana" über das Leben der Prinzessin von Wales schlägt weiter hohe Wellen. Nach schlechten Kritiken und dem Vorwurf, das Ansehen Dianas zu beschädigen, gibt es einen neuen Eklat: Am Wochenende hing in Paris ein Werbeplakat für den Film ausgerechnet nahe der Stelle, an der die Mutter von Prinz William und Prinz Harry vor 16 Jahren starb.

Auf dem an der "Pont de l'Alma" in Paris aufgehängten Poster ist Naomi Watts in ihrer Rolle als Diana zu sehen. Haare, Mimik und Kleidung der verstorbenen Prinzessin sind perfekt imitiert. Doch der Anlass des Eklats: Nur wenige Meter entfernt befindet sich der Tunnel, in dem die "Princess of Wales" im August 1997 bei einem Autounfall auf der Flucht vor Paparazzis ums Leben gekommen ist.

In der Heimat von Lady Di ist die Aufregung groß: Nach einem Bericht der englischen Zeitung "Daily Mail" sind enge Freunde von Diana über den Ort des Filmposters empört. "Ich kann wirklich kaum beschreiben, wie ich mich bei diesem zynischen und schamlosen Versuch einen Film zu bewerben fühle. Ein Film, der niemals hätte gemacht werden sollen", zitiert das Blatt Dianas Vertraute Rosa Monckton. Sie verlangt, dass das Poster entfernt werden soll.

In Großbritannien hatte der Film über die letzten beiden Jahre der Prinzessin überwiegende vernichtende Kritiken bekommen. "Peinlich, grauenhaft und aufdringlich", nannte ihn die "Times". Viele werfen dem Film einen spekulativen Charakter vor, da er die angebliche Liebesbeziehung zwischen Diana und dem Herzchirurgen Hasnat Khan thematisiert. Auf der Insel und in Frankreich läuft "Diana" schon in den Kinos. In Deutschland soll der Streifen von Regisseur Oliver Hirschbiegel ab Januar 2014 zu sehen sein. (com)

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