Das tödliche Drama um David Poisson hat die Ski-Welt in einen Schockzustand versetzt. Inzwischen hat der Österreichische Skiverband ein Ausscheidungsrennen abgesagt, das ursprünglich auf der betroffenen Piste in Kanada stattfinden hätte sollen.

Auch drei Tage nach dem Unfall von David Poisson sitzt der Schock über den Tod des 35-Jährigen tief.

Athleten, die gemeinsam mit den Franzosen vor Ort waren und auf der Piste im kanadischen Nakiska trainierten, wurden unmittelbare Zeugen des dramatischen Unglücks.

Wie beispielsweise Swiss-Ski mitteilte, mussten einige Fahrer Poissons Unfall und Bergung "aus nächster Nähe verfolgen". Mehrere Sportler werden seitdem psychologisch betreut.

ÖSV sagt Quali für Lake Louise in Nakiska ab

Der Österreichische Skiverband hat inzwischen Konsequenzen aus dem Vorfall gezogen.

Ursprünglich war für die junge Trainingsgruppe "Speed 3" von ÖSV-Coach Florian Raich ein Qualifikationsrennen auf der Unglückspiste in Nakiska geplant gewesen. Dieses wurde nun ersatzlos gestrichen.

"Das wäre unzumutbar für die Burschen, jetzt auf dieser Strecke Quali fahren zu müssen", zitiert die "Kronen-Zeitung" Cheftrainer Andreas Puelacher.

Besagter Trainingsgruppe gehören Stefan Babinsky, Daniel Danklmaier, Niklas Köck, Christoph Krenn, Maximilian Lahnsteiner und Clemens Nocker an.

Puelacher zufolge will man nun versuchen, eine andere Lösung für die Vergabe der Startplätze für die Weltcuprennen in Lake Louise zu finden.

Dort werden am 25. und 26. November mit einer Abfahrt und einem Super-G die ersten beiden Speed-Rennen der Weltcup-Saison ausgetragen. (fte)